Reinhold A. Frowein

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Reinhold Alexander Frowein (* 5. Oktober 1923 in Bochum)[1] ist ein deutscher Neurochirurg.

Frowein studierte in Düsseldorf und wurde dort 1949 in Medizin promoviert (Trauma und Hirntumor). 1963 habilitierte er sich in Köln und wurde dort 1969 Ordinarius für Neurochirurgie.

Er befasste sich unter anderem mit Hirntod, Koma, Schädel-Hirn-Trauma, Aneurysmen, Angiomen und Bandscheibenvorfall. Mit seinem Lehrer Wilhelm Tönnis legte er 1963 Kriterien für den Hirntod für Koma-Patienten vor, die sich danach durchsetzten (zerebraler Tod).[2]

1994 erhielt er die Wilhelm-Tönnis-Medaille.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zentrale Atemstörungen bei Schädel-Hirn-Verletzungen und bei Hirntumoren: Einflüsse von Art und Lokalisation der Prozesse intrakranieller Drucksteigerung und Hirnoperation auf die zentrale Steuerung der Atmung, Springer 1963 (Geleitwort Wilhelm Tönnis)
  • Todes Feststellung – Todeszeitpunkt. In: Johann-Christoph Student (Hrsg.): Sterben, Tod und Trauer – Handbuch für Begleitende. Herder, Freiburg 2006. 2. Aufl., S. 227
  • Herausgeber mit R. Firsching: Cerebral contusions, lacerations and hematomas, Springer 1991
  • mit Hermann Dietz, Kea Franz: Neurochirurgie in Deutschland 1945 bis 1970, in: Neurochirurgie in Deutschland: Geschichte und Gegenwart, Hrsg. im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, Blackwell 2001
  • mit H. Dietz, D. E. Rosenow, H. E. Vitzthum: Neurochirurgie in Deutschland 1932 bis 1945, in: Neurochirurgie in Deutschland: Geschichte und Gegenwart, Hrsg. im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, Blackwell 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburts- und Karrieredaten Kürschner, Gelehrtenkalender 2009
  2. Frowein, Tönnis, Wie lange ist Wiederbelebung nach schweren Hirnverletzungen möglich ?, Monatsschrift für Unfallkunde, Versicherungs- Versorgungs- und Verkehrsmedizin, Band 66, 1963, S. 169–190