Rick Pitino

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Basketballspieler
Rick Pitino
Rick Pitino, 2013 Final Four.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 18. September 1952 (66 Jahre und 123 Tage)
Geburtsort New York City, New York, Vereinigte Staaten
Position Point Guard
Vereine als Aktiver
1971–1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UMass
Vereine als Trainer
1974–1976 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hawaii Rainbow Warriors (Co-Trainer)
1976–1978 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Syracuse Orange (Co-Trainer)
1978–1983 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boston University Terriers
1983–1985 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York Knicks (Co-Trainer)
1985–1987 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Providence Friar
1987–1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York Knicks
1989–1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kentucky Wildcats
1997–2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Boston Celtics
2001–2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Louisville Cardinals
2018– 0000GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen
Nationalmannschaft als Trainer
2015 00000Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico

Richard Andrew Pitino (* 18. September 1952 in New York City, New York) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer, der bis September 2017 die Basketballmannschaft der University of Louisville trainierte. Pitino zählt gegenwärtig zu den erfolgreichsten Trainern im Collegebasketball.

Sein Jahresgehalt belief sich zuletzt auf 7,7 Mio. US$[1], davon 5 Mio. von der Uni und 2 Mio. von Adidas.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pitino spielte nach der High School für die University of Massachusetts Amherst als Point Guard. Im Anschluss an seine Collegekarriere startete er 1974 seine Trainerkarriere zunächst als Assistenztrainer an der University of Hawaii at Manoa und später an der Syracuse University. Ab 1978 übernahm Pitino die Boston University als Trainer. Nachdem er ein Angebot von den New York Knicks als Assistenztrainer erhalten hatte, verließ er 1983 die Boston University und assistierte Hubie Brown zwei Jahre lang bei den Knicks. 1985 nahm er ein Angebot des Providence College an. Dessen Friars führte er 1987 mit dem damaligen Guard Billy Donovan erstmals in das National Collegiate Athletic Association-Final Four und wurde dafür mit der Aufnahme in die Providence College Hall of Fame geehrt.[3] Noch im gleichen Jahr erhielt Pitino erneut das Angebot, in die NBA zu wechseln. Dieses Mal als Trainer der New York Knicks. Er führte dabei die Knicks um Patrick Ewing und Mark Jackson 1988 und 1989 in die NBA-Playoffs. Dennoch verließ er danach die Knicks und wurde Trainer an der University of Kentucky, deren Programm er nach einem Skandal um den vorherigen Trainer Eddie Sutton neu aufbaute und mit deren Wildcats er 1996 die NCAA Division I Basketball Championship gewinnen konnte. 1997 gelang ihm der erneute Einzug in das NCAA-Finale, wo man jedoch der University of Arizona unterlag.[4] Er nahm daraufhin 1997 ein Angebot der Boston Celtics als deren Trainer bis 2001 an. Die Celtics waren unter ihm jedoch ein erfolgloses Franchise, das nicht die Playoffs erreichen konnte. Nach zwölf Siegen aus 32 Spielen, in der NBA Saison 2000/01 wurde Pitino von den Celtics entlassen. Pitino übernahm daraufhin die University of Louisville. Mit den Cardinals erreichte er 2005 zum ersten Mal nach 19 Jahren das Final Four der NCAA. 2012 und 2013 wiederholte er diesen Erfolg. 2013 gewann er dabei mit Louisville zum zweiten Mal die NCAA-Meisterschaft, womit er der erste Trainer der NCAA Division I wurde, der mit zwei verschiedenen Collegeteams eine Meisterschaft erringen konnte.[5] In seiner Karriere als Collegetrainer errang Pitino 770 Siege in über 1000 Spielen (74 % Siegesquote). Seine NBA-Quote beträgt 192 Siege in 412 NBA-Spielen (46,6 % Siegesquote). Seit 2013 ist Pitino Mitglied der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame.[6]

Ende September 2017 wurde Pitino als Cheftrainer der University of Louisville mit sofortiger Wirkung entlassen. Am Vortag hatte die US-Bundespolizei FBI mitgeteilt, Ermittlungen gegen zwei namentlich nicht benannte Louisville-Trainer wegen unerlaubter Zahlungen an High-School-Spieler eingeleitet zu haben.[7] Auch Adidas-Mitarbeiter wurden im Zusammenhang mit dem Bestechungsskandal verhaftet.[8] Bereits im Juni 2017 war Pitino von der NCAA für die ersten fünf Spiele der Atlantic Coast Conference in der Saison 2017/18 gesperrt worden.[9] Die NCAA sah es als erwiesen an, dass sich Pitino fehlender Überwachung des Managers seiner Mannschaft schuldig gemacht hatte. Der Manager hatte nach NCAA-Ermittlungen unter anderem von Louisville umworbenen High-School-Spielern Prostituierte zugeführt.[10]

Am 26. Dezember 2018 unterzeichnete Pitino einen Halbjahresvertrag beim griechischen Rekordmeister Panathinaikos Athen.[11]

Nationaltrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2010 und 2015 betreute Pitino auch die Basketballnationalmannschaft von Puerto Rico.[12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://sports.usatoday.com/ncaa/salaries/mens-basketball/coach/
  2. http://www.courier-journal.com/story/sports/college/louisville/2017/03/29/louisville-basketball-rick-pitino-salary-comparison-acc-coaches-usa-today-database/99771298/
  3. Ehrenliste der Providence College Hall of Fame Abgerufen am 21. Juni 2017 (in Englisch)
  4. Like Rome, Kentucky basketball is a storied, flawed empire: Bill Livingston
  5. Louisville Wins NCAA Championship
  6. The Enshrinement Class of 2013
  7. https://www.nytimes.com/2017/09/27/sports/rick-pitino-fired.html
  8. https://www.sbnation.com/college-basketball/2017/9/27/16367814/ncaa-basketball-fbi-investigation-coaches-agents-adidas
  9. https://www.nbcnews.com/news/us-news/ncaa-suspends-louisville-basketball-coach-rick-pitino-escort-scandal-n773031
  10. http://www.ncaa.org/about/resources/media-center/news/former-louisville-operations-director-acted-unethically-head-coach-failed-monitor
  11. Panathinaikos hires Hall of Famer Pitino as head coach
  12. Rick Pitino hands Puerto Rico national team to his assistants