Robby Schlund

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Robby Schlund (* 19. Februar 1967 in Gera) ist ein deutscher Politiker (AfD) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlund diente vier Jahre als Offizier auf Zeit bei der NVA. Anschließend studierte er Medizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde 2005 promoviert. Er arbeitete als Stationsarzt an der Kurklinik in Bad Lobenstein, später als Chefarzt in einem Gesundheitstreff in Gera. Als Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin eröffnete er 2006 eine Kassenpraxis in Gera; nachdem diese 2011 im Medizinischen Versorgungszentrum des SRH Wald-Klinikums aufgegangen war, schied er 2017 aus und eröffnete eine eigene orthopädische Privatpraxis in Gera.[1]

Schlund ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Wünschendorf/Elster. Seine Frau ist russischer Herkunft.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlund war zeitweise Mitglied der FDP, trat aber nach einer Korruptionsaffäre um einen Geraer Lokalpolitiker, der 2008 zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, bereits nach kurzer Zeit wieder aus.[1]

Kurz nach Gründung der Partei trat Schlund 2013 der AfD bei. Nach eigener Aussage gab der Wirtschaftswissenschaftler und AfD-Mitbegründer Joachim Starbatty, den er 2012 in einem Vortrag in Moskau erlebt hatte, den Ausschlag für sein Interesse an der Partei.[1]

Zur Bundestagswahl 2017 wurde er über Platz 4 der AfD-Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt. Er trat zudem als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Gera – Greiz – Altenburger Land an und erhielt 27,3 % der Erststimmen.[2] Im Wahlkampf bekannte er sich zum Parteiflügel um Alexander Gauland und Björn Höcke.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Sylvia Eigenrauch: Direktkandidaten für den Wahlkreis 194 Robby Schlund (AfD). Ostthüringer Zeitung, 13. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  2. Wahlkreis 194 Gera – Greiz – Altenburger Land. Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 25. September 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]