Ronald Gläser

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Ronald Gläser (* 16. Dezember 1973 in West-Berlin) ist ein deutscher Journalist und Politiker der Alternative für Deutschland (AfD). Er ist Redakteur für das Ressort Medien und Mitarbeiter der Online-Redaktion sowie seit 1995 Autor der neu-rechten Wochenzeitung Junge Freiheit. Des Weiteren ist er Stammautor des Monatsmagazins Eigentümlich frei. [1][2] Gläser war von 1991 bis 2007 nationalliberales Mitglied der FDP.[3] Seit 2013 ist er Mitglied der AfD, seit 2016 Mitglied des Landesvorstandes sowie Pressesprecher der AfD Berlin und seit Oktober 2016 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, wo er stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion ist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1993 am Canisius-Kolleg Berlin studierte Gläser Nordamerikastudien und Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin und schloss 2002 mit dem akademischen Grad Magister Artium ab. Er ist seit 1995 als Journalist bei der neu-rechten Wochenzeitung Junge Freiheit tätig, zuletzt als Redakteur.[4]

Gläser ist mit einer Ukrainerin verheiratet und hat zwei Kinder.[5][6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gläser war von 1991 bis 2007 Mitglied der FDP.[4][7] Laut der Süddeutschen Zeitung gehörte er zu den Unterstützern Jürgen Möllemanns und wurde dem Rechtsaußenflügel der Partei zugerechnet.[8] Nach dem Tod Möllemanns 2003 mutmaßte Gläser, dieser könnte von einem „Geheimdienst eines kleinen Landes im Nahen Osten“ ermordet worden sein und bezog sich dabei auf den israelischen Geheimdienst Mossad.[9]

Gläser trat 2013 in die Alternative für Deutschland (AfD) ein.[4] Er ist Vorstandsmitglied des AfD-Bezirksverbands in Pankow sowie Beisitzer und Pressesprecher des Berliner Landesverbandes. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 wurde er über den Listenplatz 3 in das Abgeordnetenhaus gewählt.[7] Er ist Mitglied in den Ausschüssen für Verfassungsschutz und für Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien.[4]

In einer Kolumne für die Junge Freiheit bezeichnete Gläser 2010 den britischen Premierminister Winston Churchill als Kriegsverbrecher. Mit seiner Blindheit gegenüber den wahren Kriegszielen Stalins und seiner gegen Deutschland gerichteten Kriegspolitik habe er erheblich zu einem weitgehend zertrümmerten Europa mit fünfzig Millionen Toten und einer kommunistischen Herrschaft über Osteuropa beigetragen.[10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. n-tv Nachrichtenfernsehen: Ex-Soldaten und ein Phantom: Die AfD-Truppe von Berlin. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 5. Juni 2017]).
  2. Texte von Ronald Gläser im Monatsmagazin Eigentümlich frei
  3. Ronald Gläser, Alternative für Deutschland parlament-berlin.de
  4. a b c d Abgeordnetenhaus Berlin: Ronald Gläser, Kurzbiographie auf der Webseite des Berliner Abgeordnetenhauses, abgerufen am 30. Mai 2017.
  5. Alternative für Deutschland: Landesvorstand der AfD Berlin. Website der AfD Berlin, abgerufen am 19. September 2016.
  6. Spiegel TV Magazin, 25. September 2016.
  7. a b Maria Fiedler, Fabian Leber, Karin Christmann, Felix Hackenbruch: Diese AfD-Politiker sitzen bald im Parlament. In: Der Tagesspiegel, 19. September 2016, abgerufen am 19. September 2016.
  8. Karin Janker, Oliver Das Gupta: Diese AfD-Politiker sitzen künftig im Berliner Abgeordnetenhaus. In: süddeutsche.de. 19. September 2016, abgerufen am 19. September 2016.
  9. Holger Kulick: Mahnwache für Möllemann – Der Mythos lebt. In: Spiegel Online. 12. Juni 2003, abgerufen am 9. Oktober 2016.
  10. New German MP with rising Right-wing party once described Churchill as a war criminal. In: The Telegraph. (telegraph.co.uk [abgerufen am 5. Juni 2017]).
  11. Ronald Gläser: War Churchill ein Held? In: Junge Freiheit. 16. September 2010, abgerufen am 6. Juni 2017.