Rosa-Luxemburg-Gymnasium

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Rosa-Luxemburg-Gymnasium
Rlo logo.jpg
Logo des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Schulnummer 03Y10
Gründung 1907
Adresse

Kissingenstraße 12

Ort Berlin-Pankow
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 34′ 1″ N, 13° 25′ 12″ OKoordinaten: 52° 34′ 1″ N, 13° 25′ 12″ O
Träger Land Berlin
Schüler 1069 (2016/2017)[1]
Lehrkräfte 92 und 11 Referendare (2016/2017)[1]
Leitung R. Treptow
Website www.rlo-berlin.de

Das Rosa-Luxemburg-Gymnasium (kurz: RLG, auch „Kissingengymnasium“ genannt) ist ein Gymnasium in Berlin-Pankow (bis September 2011 „Rosa-Luxemburg-Oberschule“ kurz „RLO“).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südseite des Hauptgebäudes

Die Schule wurde 1907 als Realgymnasium gebaut und nahm in den ersten Jahrzehnten nur männliche Schüler auf. Damit stellte sie das Gegenstück zum heutigen Carl-von-Ossietzky-Gymnasium dar, welches ein Lyzeum war. Dass das Realgymnasium für Jungen bestimmt war, drückt auch die Architektur des Gebäudes aus. Das Treppenhaus ist eckig und ohne Verzierungen gestaltet. Später erhielt sie den Namen Eosander-von-Göte-Gymnasium (genannt Eosander-Schule). Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als Lazarett genutzt, was man noch 2016 an großen weißen Kreisen an der Fassade des Hauptgebäudes erkennen kann.

Nach dem Krieg wurde das Gebäude als Wilhelm-Pieck-Oberschule wieder eröffnet. Der Schwerpunkt wurde auf den Russischunterricht gelegt, der bereits ab der dritten Klasse stattfand. Noch einige Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung trug das Gymnasium keinen Namen, bis die Schule sich in einer Projektwoche per Abstimmung auf einen Namen einigte und sich mit der neuen Namensgeberin intensiv beschäftigte: Rosa Luxemburg. Noch heute findet jährlich die sogenannte Rosa-Fahrt statt, auf der sich Schüler der 9. und 10. Klassen auf die Spuren Rosa Luxemburgs begeben.

Logo und Leitspruch der Schule (siehe Infobox oben) existieren bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1907. Unter anderem tragen die Medaillen das Schullogo, die die Abiturienten zu ihrer Zeugnisausgabe bekommen.

Von 1996 bis 2011 nahm die Schule als eine von 13 Bildungseinrichtungen am Berliner Schulversuch „Individualisierung des gymnasialen Bildungsganges“ („Schnellläuferklassen“, „Expressabitur“) teil, der mit der allgemeinen Schulzeitverkürzung im Land Berlin zum Schulversuch „Superschnellläuferklassen“ ausgebaut worden war.[2] Um das immense Arbeitspensum zu mindern und der Verabschiedung ganzer Absolventengenerationen im Alter von 16 oder 17 Jahren zu entgegnen, wurde im Jahr 2010 jedoch von der Schulkonferenz ein Kurswechsel beschlossen. Die talentierten Schüler besuchten das RLG weiterhin ab der 5. Klasse. Jedoch wurde die 8. Klasse nicht mehr übersprungen. Die gewonnene Unterrichtszeit wurde zur speziellen und breit angelegten Begabungsförderung (in Form von Enrichment-Kursen) genutzt.[3] Darüber hinaus besitzt sie ein in Berlin einmaliges Stundensystem. Die Stundenlänge variiert zwischen 30 und 90 Minuten, wobei die Grundlänge 60 Minuten beträgt.

Die Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Komplex des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums besteht aus mehreren Gebäuden: Dem Hauptgebäude, der Villa und der Mensa (die ehemalige Turnhalle), welche von Wilhelm Johow erbaut wurden sowie dem Nebengebäude (auch D-Gebäude), einem Neubau und der großen Turnhalle. Das Hauptgebäude, die Villa und die Mensa stehen unter Denkmalschutz.

Anstelle der heutigen Fahrradständer stand auf dem Hof hinter dem Hauptgebäude früher ein großes Toilettenhaus, dessen Grundmauern heute noch die Fahrradständer vom restlichen Schulhof abgrenzen(wurden im Jahr 2018 abgerissen).

Hauptgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vordereingang zum Hauptgebäude der Rosa-Luxemburg-Oberschule

Das Hauptgebäude mit Front zur Kissingenstraße hin wurde von den Gebäuden der Schule als erstes erbaut. Der angrenzende Südflügel kam später hinzu. Auch der Anbau mit den Toiletten wurde erst viel später errichtet, was man an dessen Architektur erkennen kann.

Der Südflügel, in dem sich alle Klassenräume befinden, wurde bis 2015 komplett saniert. Jeder Raum verfügt danach über Schallschutz- und Akustikdecken sowie Activ- und Whiteboardtafeln. Außerdem verfügt der Flügel, wie auch der Rest des Hauptgebäudes, über Brandschutztüren mit Rauchmeldern. Die Toiletten wurden 2001 saniert.

Im Hauptgebäude befinden sich das Sekretariat, die Büros des Schulleiters, der stellvertretenden Schulleiterin und der Pädagogischen Koordinatoren („PäKos“), das Lehrerzimmer, die Computerräume, den während der 1990er Jahre neu gestalteten Naturwissenschaftstrakt, die Musikräume und die Aula.

Die Aula[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Aula

Die große Aula der Schule war stets Veranstaltungsraum für alljährliche Weihnachts- und Frühlingskonzerte, Aufführungen des Fachs Darstellendes Spiel, die Ehrenpreisvergabe und andere schulischer Veranstaltungen. Vor 1945 diente sie als Betsaal und war mit einer Orgel ausgestattet. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die gesamte Holzvertäfelung samt der Orgel durch Soldaten der Roten Armee demontiert und mit unbekanntem Ziel abtransportiert.

Im Frühjahr 2003 wurde festgestellt, dass aus dem Zwischenraum zwischen Auladecke und Schuldach an den Kronleuchteraufhängungen diverse gesundheitsschädliche Holzschutzmittel austraten. Die Aula wurde daraufhin von diesen Stoffen befreit und komplett renoviert. Der Schulverein startete mehrere Aktionen, um die Schule bei der Kostenbewältigung zu unterstützen. Nach insgesamt fünf Jahren wurde die Aula am 9. Juli 2007 mit einem Konzert wiedereröffnet.

Die Aula verfügt nach der Renovierung über Licht- und Tontechnik, elektrisch betriebene Fensterblenden, Beamer und Leinwand sowie einen Konzertflügel. Die Aula wird von den Gruppen des Fachs Darstellendes Spiel, Schulchor, Schulorchester sowie den Jazz- und BigBands der Schule genutzt. Die technische Betreuung von Veranstaltungen wird durch die AG Aula-Technik realisiert. Außerdem werden in der Aula Klausuren sowie die Abiturprüfungen geschrieben.

Die ersten Konzerte in der neuen Aula fanden anlässlich des 100-jährigen Schuljubiläum statt. Es gab ein Solistenkonzert, eine Jazznacht, Aufführungen der zwei Darstellendes-Spiel-Kurse, Ideenwettbewerbe sowie den Festakt am 7. November 2007. Auch der Schulball zum Jubiläum und das Ehemaligentreffen 2007 fanden zum großen Teil in der Aula statt. Seit Ende 2007 finden alle Chor- und Orchesterkonzerte sowie weitere Darstellendes-Spiel-Aufführungen in der Aula statt. Im Januar 2008 feierte das Musical Lili Marie des RLG in der Aula Premiere.

Die Abiturzeugnisausgaben finden jedoch nicht in der Aula statt, da diese nicht über genügend Sitzplätze verfügt. Hierfür wird zumeist die französische Friedrichstadtkirche am Französischen Dom genutzt, 2008 ausnahmsweise die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Außerdem fand die Vergabe der Zeugnisse in den Jahren 2011 und 2012 im Postbahnhof am Ostbahnhof statt, da man 2011 für den Doppeljahrgang 2012 proben wollte.

Für die diversen Schulveranstaltungen während der Renovierungsphase wurden in dieser Zeit andere Orte genutzt:

Die an die Aula angrenzenden Räume können nun wieder zweckmäßig genutzt werden. Dazu gehören der Lagerraum neben dem Eingang zur Aula (ehemals Musikraum), das ehemalige Tonstudio, welches jetzt als Darstellendes-Spiel-Raum genutzt wird, und der große Musikraum hinter der Aula.

Die Mensa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit nutzte die Schule einen weder zweckmäßigen noch schönen Essenraum im Nebengebäude zur Verköstigung der Schüler in den Pausenzeiten. Aufgrund der geringen Kapazität musste dies oftmals in Schichtbetrieb und unter großem Zeitdruck geschehen. Zugleich befand sich die 1907 erbaute kleine Turnhalle der Schule in einem desolaten Zustand. Aufgrund der finanziellen Nöte des Bezirks Pankow verfielen Sportgeräte, sanitäre Einrichtungen und der Dachstuhl des Gebäudes. Der Sportbetrieb war nur noch eingeschränkt möglich. In intensiver und jahrelanger Arbeit der schulischen Gremien wurde ein Umbau des Gebäudes zu einer neuen Mensa forciert. Die anfängliche Planung sah noch eine Finanzierung durch den Schulessenanbieter Bärenmenü bei gleichzeitiger Vertragsbindung vor. Durch Mittel des Konjunkturpaket II der Bundesregierung konnte der Umbau durch den Bezirk realisiert werden, wobei die professionelle Vorarbeit der Schule Basis war. Der Umbau begann im Herbst 2009. Bereits ein Jahr wurde die neue Mensa vom Bärenmenü-Nachfolger Sodexo in Betrieb genommen werden.

Die Turnhallen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportunterricht findet in einer eigenen alten und maroden sowie in einer Sporthalle der benachbarten Grundschule statt.

Die „Villa“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Villa“, die sich auch auf dem Schulhof befindet, wurde ursprünglich als Residenz für den Schulleiter gebaut. Zu Zeiten der Wilhelm-Pieck-Schule diente sie nachmittags als Hort Heute werden die Räume nur für gesellschaftswissenschaftliche Kurse der Oberstufe genutzt, da die kleinen Räume nur Kurse mit geringer Schülerzahl aufnehmen können.

Das Nebengebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nebengebäude (Plattenbau) hinter der Schule wurde zu DDR-Zeiten als Grundschule gebaut. Heute gehört es zur Rosa-Luxemburg-Oberschule. Um es vom Hauptgebäude zu erreichen, müssen die Schüler die Borkumstraße überqueren. Die Räume werden als Unterrichtsräume für den Sprachbereich der Sekundarstufe II und als Musik- und Kunsträume genutzt. Des Weiteren beherbergt es bis zur Fertigstellung der neuen Mensa den Speisesaal der Schule und einige Räume für die Jazzbands, Schülerbands und der AG Studiotechnik. Mangelnde Isolierung des Plattenbaus sorgt für klimatische Probleme. So gibt es im Winter immer wieder Probleme mit der Heizung, während es im Sommer sehr warm ist. Wegen Platzmangels im Hauptgebäude gibt es jedoch zurzeit keine Alternative zum jetzigen Nebengebäude.

Der Bezirk Pankow wird in den nächsten Jahren kein Geld für die dringend notwendige Sanierung zur Verfügung haben. Dem katastrophalen Zustand des Gebäudes wurde mit einigen Schönheitsreparaturen begegnet. So wurden Löcher in den Böden geschlossen und herausbröckelnde Wand- und Deckenverkleidungen abgenommen. Am grundlegenden Zustand des Gebäudes wurde nichts geändert, weswegen in einem ersten Schritt die oberen beiden Etagen des Gebäudes gesperrt wurden. Zum Schuljahr 2013/2014 wurde der Unterricht wegen Einsturzgefahr des Gebäudes eingestellt. 2015 wurde der Bau allerdings abgerissen.[4]

Das D-Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Mangel an Klassenräumen wurde ein Gebäude aus roten Containern mit einem Erdgeschoss und zwei Stockwerken gebaut, in dem vor allem die Klassen acht bis zwölf unterrichtet werden.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begabtenförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das RLG ist eine von sieben Berliner Gymnasien die eine breitgefächerte, allgemeine Begabtenförderung anbieten, bei der sich Schüler nicht im Vorhinein auf ein Fach bzw. Fachgebiet festlegen müssen. Teil dieser Begabtenförderung sind das Schnelllerner-System (siehe #Bildungswege), das breite Angebot an musikalischen Ensembles und die von Lehrern betreute Teilnahme an Wettbewerben wie Jugend debattiert und Jugend forscht.

Das Stundensystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als einzige Berliner Schule hat das Gymnasium seit dem Schuljahr 2006/2007 ein neues Stundensystem eingeführt.

Seit 2003[5] in Berlin die Lehrmittelfreiheit abgeschafft wurde, müssen die Schüler ihre Bücher selbst erwerben. An der RLG hat man jedoch eine kostengünstigere Lösung für alle Schüler gefunden: Den Lehrmittelfonds, den es mittlerweile an vielen Schulen gibt. Das Prinzip ist einfach: Jeder Schüler bezahlt einen bestimmten Betrag (60 ) pro Schuljahr in den Lehrmittelfonds. Dafür kann er die Schulbücher wie vorher nutzen. Das heißt, die Schule verleiht weiterhin ihre Schulbücher an die Schüler, ohne dass sie sie kaufen müssen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Alles bleibt an sich wie vorher, die Schule muss ihren Bücherbestand nicht verstauben lassen und vor allem können viel mehr neue Bücher und CD-ROMs für die Schüler gekauft werden, was sich positiv für die Schüler auswirkt.

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Rosa-Luxemburg-Oberschule lernen zurzeit etwa 900 Schüler. Sie kommen nicht nur aus Alt-Pankow, sondern auch aus anderen Teilen des Großbezirks Pankow und Berlins sowie aus dem näheren Umland (Panketal, Bernau). Dass viele Schüler außerhalb des normalen Bezirklichen Einzugsbereichs kommen, liegt an den Besonderheiten der Schule, im Speziellen der (Super-)Schnellläuferklassen, wegen welcher die Rosa-Luxemburg-Oberschule sehr beliebt ist und einen guten Ruf in ganz Berlin genießt.

Bildungswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rosa-Luxemburg-Oberschule bietet zwei Wege zum Abitur an:

Ab der 5. Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das RLG bietet ab der 5. Klasse "Schnelllernerklassen" an, bei denen der vorgesehene Unterrichtsstoff bis zur 8. Klasse in kürzerer Zeit behandelt wird und der dadurch entstehende Platz für spezielle "Enrichment-Kurse", die die Schüler selber auswählen können, genutzt. Vor dem Jahrgang 2010/2011 wurde die entstandene Zeit nicht mit weiteren Kursen gefüllt, sondern die Schüler haben die 8. Klasse übersprungen. Dieses System nannte sich "Superschnellläuferklassen" und ermöglichte den Schülern das Erreichen der Allgemeinen Fachhochschulreife in 11 Jahren.[6]

Das Auswahlverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Auswahlverfahren, in dem aus den 200 Bewerbern für 60 Plätze die am besten geeigneten Schüler herausgefunden wurden, war am RLG dreistufig. Zuerst bewarb man sich mit seinem Grundschulzeugnis vom ersten Halbjahr der 4. Klasse und seiner Gymnasialempfehlung. Danach wurde der Bewerber, falls Grundschulzeugnis sowie Empfehlung nicht gänzlich gegen eine Aufnahme am Gymnasium ab der 5. Klasse sprachen, zu einem zentralen (IQ-)Test eingeladen. Die besten 40 Schüler im Test werden zuerst zum Aufnahmegespräch eingeladen, danach nochmals 40 Schüler.

Das Aufnahmegespräch erfolgte in Gruppen zu jeweils 5–6 Schülern. Anwesend sind der Schulleiter und die zukünftigen Klassenlehrer. In diesem Gespräch wurde die Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Schüler beobachtet und in kleinen Aufgaben getestet. Wurde das Aufnahmegespräch mit Erfolg bestanden, kommt die schriftliche Bestätigung, dass der Bewerber ab dem nächsten Schuljahr Schüler der Rosa-Luxemburg-Oberschule sein konnte.

Der Bildungsweg verläuft zweizügig, eine Klasse hat als erste Fremdsprache Englisch und als zweite Fremdsprache Latein; die zweite Klasse erlernt zuerst Englisch und als zweite Fremdsprache Spanisch.

Ab der 7. Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bildungsweg ab der 7. Klasse verläuft ganz normal nach neuem Berliner Standard mit 12 Schuljahren. Es wird eine Klasse mit 32 Schülern aufgenommen, wovon jeweils die Hälfte Spanisch und Latein als zweite Fremdsprache ab der 7. Klasse belegt.

Fächer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den üblichen Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Erdkunde, Geschichte/Sozialkunde (in SEK I), Politikwissenschaften (ab SEK II, früher Politische Weltkunde), Sport, Kunst und Musik, bietet die RLG weitere Fächer an:

In Sekundarstufe I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanisch oder Latein (siehe oben), Französisch bzw. Russisch (in Wahlpflichtfächern, siehe unten)

  • 5. bis 6. Klasse: Lebenskunde oder Religion als Pflicht – als Schulversuch an der Rosa-Luxemburg-Oberschule
  • Ab der 7. Klasse: Ethik ist Pflicht, Religion freiwillig – nach der Bildungsreform in Berlin
  • Ab der 9. Klasse: Ethik wird durch Philosophie ersetzt und wöchentlich mit 60 bzw. 120 Minuten unterrichtet. – als Schulversuch an der Rosa-Luxemburg-Oberschule. Außerdem ist es nun schon möglich das Fach DS zu belegen, welches, wie auch in der Sek II, benotet wird.

In Sekundarstufe II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion (freiwillig), Spanisch, Latein, Russisch, Französisch, Philosophie, Psychologie, Darstellendes Spiel, Musik-Zusatzkurs (für Mitglieder von gr. Chor, Orchester, Jazzband und Bigband), Informatik, Deutsch-Zusatzkurs „Wissenschaftliches Arbeiten“, Physik-Zusatzkurs, Sport-Theorie

Das Abitur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An sich besteht das Abitur aus verschiedenen Noten der vier Semester (Halbjahre) der Abiturphase in Klasse 12 und 13, bzw. 11 und 12 nach der Bildungsreform, und natürlich den Prüfungen. Der Schüler muss zwei Leistungskurse wählen, in denen er jeweils drei Wochenstunden à 75 Minuten hat. Außerdem muss er 25 Grundkurse auf die vier Semester verteilt wählen, in denen er pro Woche 2 Stunden à 75 und 60 Minuten. Dabei kann er kein in Klasse 11, 12 oder 13 abgewähltes Fach zum Prüfungsfach wählen. Ansonsten verläuft das Abitur nach Berliner Standard. Bei den Leistungskursen gibt es an der Rosa-Luxemburg-Oberschule kleine Einschränkungen: Erdkunde, Psychologie, Informatik und Sport können nicht als Leistungskurs belegt werden. Allerdings finden sich hier auch kleine Besonderheiten: Russisch, Latein, Philosophie und Musik als Leistungskurse sind in Berlin unüblich, werden jedoch an der RLG angeboten.

Am Abend nach der Zeugnisvergabe findet traditionell der Abitur-Ball statt, wo noch einmal alle Abiturienten mit ihren Eltern und den Lehrer gemeinsam den Abschied vom Schulleben feiern.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihnachts- und Frühlingskonzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr finden zur Vorweihnachtszeit drei und im Frühjahr zwei Konzerte der beiden Chöre und des Orchesters der Rosa-Luxemburg-Oberschule statt. Auch eigentlich in der Aula beheimatet, fanden die Weihnachtskonzerte erst in der Französischen Friedrichstadt Kirche am Französischen Dom, 2006 in der Hoffnungskirche in der Elsa-Brändström-Straße statt. Die Frühlingskonzerte waren erst im Jüdischen Waisenhaus Pankow, 2007 auch in der größeren Hoffnungskirche. Diese Konzerte sind regelmäßig ausverkauft, die Karten in nur wenigen Minuten vergriffen. Zuhörer sind meist Eltern und Schüler der Schule, Lehrer, Privatpersonen und ehemalige Schüler der Schule.

Seit dem Schuljahr 2007/2008 fanden dann die meisten Schulveranstaltungen (mit Ausnahme der Abifeier, auf der die Abiturzeugnisse verliehen werden) dann wieder in der Aula statt, insbesondere die Veranstaltungen zum 100-jährigen Schuljubiläum 2007. Seit 2007 ist die Aula offiziell eröffnet und kann für die Konzerte genutzt werden. Zum Abschluss der Weihnachtskonzerte findet ein Weihnachtsmarkt statt.

CD - Produktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cover der Jubiläums CD

Mittlerweile gibt es eine Reihe von CD Produktionen von Chören und Orchester der RLG. Die erste CD gab es 1997 zum 90. Geburtstag der Schule, auf der neben kleinen Chor, großem Chor und Orchester auch einige Schülerbands Titel einspielen konnten. Die nächste Produktion gab es 2000, ebenfalls von Chören und Orchester.

Für 2007, dem 100-jährigen Schuljubiläum gibt es, wie oben genannt, wieder eine CD mit Aufnahmen und Mitschnitten von Chören, Orchester sowie Jazzcombo und Bigband.

Sommerfest 2004

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr werden am 5. März, dem Geburtstag der Namensträgerin Rosa Luxemburg, die Ehrenpreise der Rosa-Luxemburg-Oberschule vergeben. Mit diesen Preisen in verschiedenen, wechselnden, Kategorien, werden Schüler, Arbeitsgemeinschaften oder andere Schülergruppen für besondere Verdienste für die Schule geehrt. Die Preise werden von Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses und Privatpersonen gesponsert. Die feierliche Veranstaltung, welche von Musik von Schülern begleitet wird, findet eigentlich in der Aula statt. Mit der Sperrung dieser wurde diese Veranstaltung in den Betsaal des Jüdischen Waisenhauses Pankow verlegt. Da dort allerdings nur wenige Personen hineinpassen, findet für die Schüler der Schule, die dort nicht hingehen können, ein Konzert von Schülerbands statt.

Seit 2008 findet die Ehrenpreisvergabe wie früher in der Aula statt.

Abitur – Zeugnisvergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abitur-Zeugnisvergabe, welche meist am Samstag nach den mündlichen Prüfungen stattfindet, fand in den letzten Jahren in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt statt. Die Zeugnisse werden von den jeweiligen Tutoren einzeln vergeben, wobei die Schüler aufgerufen werden. Die Reihenfolge der Tutorengruppen wird von einem Zufallsgenerator bestimmt. Es gibt Reden von Abiturienten, vom Schulleiter und eine Abiturrede von einem Lehrer, den die Schüler vorher ausgewählt haben. Begleitet wir die Veranstaltung vom Orchester und dem großen Chor; die Abiturienten betreten die Kirche während des Eröffnungsstücks des Orchesters. Die Musikalischen Gruppen heben dabei oftmals die Abiturienten aus ihren Reihen hervor.

Trotz der Wiedereröffnung der Aula findet die Zeugnisvergabe aufgrund der höheren Kapazität weiter am Gendarmenmarkt statt.

Nur in den Jahren 2011 und 2012 fand diese Abiturvergabe im Postbahnhof am Ostbahnhof statt, da mit dem Doppeljahrgang 2012 deutlich mehr Abiturienten geehrt werden mussten.

Arbeitsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rosa-Luxemburg-Oberschule bietet für die Nachmittage Arbeitsgemeinschaften in vielen Richtungen an, wie zum Beispiel Jugend Forscht, Orchester, zwei Chöre, Studiotechnik, Basketball, Volleyball, Jazz Bands, Grindcore-Werkstatt, Schließfach AG und viele Weitere. Das gesellschaftliche, naturwissenschaftliche oder kulturelle Engagement wird immer wieder mit Ehrenpreisen der Rosa-Luxemburg-Oberschule ausgezeichnet.

Chöre, Sinfonieorchester und Jazzbands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RLG bietet den Schülern eine große Auswahl an Möglichkeiten, sich auf dem Gebiet der Musik auszuprobieren. Dazu gibt es zwei Chöre, ein Sinfonieorchester, ein Nachwuchsorchester sowie eine Jazz-Big-Band. Daneben können Schüler auch an der AG Studiotechnik und/oder Aulatechnik teilnehmen, die sich um Aufnahmen der Bands und der Musikveranstaltungen und die Beleuchtungen kümmert.

Schüler, die ein Orchesterinstrument spielen, können in einem der Schulorchester spielen. Das Orchester ist offen für Schüler aller Jahrgänge und fast aller Instrumente. So gibt es neben den „normalen“ Instrumenten (Streicher, Holz- und Blechbläser) auch Bedarf an Perkussion, Drumset, Klavier und E-Bass. Das Repertoire des Orchesters setzt sich zusammen aus Filmmusik, Klassik, Romantik und Pop- und Jazzarrangements.

Für Interessierte am Spiel von Musikinstrumenten, die damit jedoch noch nicht begonnen haben, besteht die Möglichkeit, an der Schule das Spiel eines Instrumentes in Gruppen- oder Einzelunterricht kostengünstig, ohne Warteliste und zeitnah nach Unterrichtsende bei professionellen Instrumentalpädagogen zu erlernen, um später ins Orchester oder in die BigBand einzusteigen.

Für die jüngeren Sänger (Klasse 5–9) gibt es den Mittelstufenchor („kleiner Chor“). Dort werden die ersten Stücke geprobt und an den Weihnachts- und Frühlingskonzerten aufgeführt. Für die älteren Schüler (Klasse 10–12) gibt es den vierstimmigen Oberstufenchor („großer Chor“).

Seit dem Schuljahr 2006/2007 gibt es an der Rosa-Luxemburg-Oberschule die Big-Band „Brassnost“. Sie tritt auch außerhalb der Schulkonzerte, unter anderem in der Kunstfabrik Schlot auf. Die Big-Band besteht mittlerweile nicht nur aus Schülern der Rosa-Luxemburg-Oberschule selbst, sondern auch aus Schülern anderer Berliner Gymnasien.

Die AG Studiotechnik gründete sich im Schuljahr 2004/05 neu. Sie wird mit der AG-Aulatechnik geleitet von einem Toningenieur. Die AG Studiotechnik konzentriert sich auf Aufnahmen der Konzerte und dem Aufbau eines Studios an sich. Außerdem begleitet sie die Ensembles ton- und lichttechnisch.

Besondere musikalische Events sind auch die jährlichen Aufführungen des sogenannten Musik-Ergänzungskurses, dessen Mitglieder sich aus allen Ensembleteilnehmern der Oberstufe speisen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schülerzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit einigen Jahren existierende Schülerzeitung „Schlagader“ wird als Arbeitsgemeinschaft geführt und bringt maximal alle drei Monate eine Print-Ausgabe heraus. Darin befinden sich Neuigkeiten der Schule, Artikel über Ereignisse und die obligatorischen Lehrerzitate.

Seit Beginn 2011 hat das Rosa-Luxemburg Gymnasium neben der Schlagader auch die Digitale Schülerzeitung „Kissingenstraße 12“. Wöchentlich werden mindestens drei Artikel aus den verschiedensten Themengebieten veröffentlicht. Zum Redaktionsteam gehören Schüler aller Klassenstufen.[7]

Schülervertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtschülervertretung (GSV) der RLG konstituiert sich ca. einmal im Monat, um aktuelle Dinge zu besprechen und beschließen. Sie war an den Planungen der Schülerpartys (insbesondere der Oberstufenparty) im Rahmen des Schuljubiläums beteiligt. Die GSV hat sich seit ihrer Fahrt um Dezember 2007 neu organisiert. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden spezifische Projekte angegangen.

Die GSV beschäftigt sich unter anderem mit einem Online-Vertretungsplan, dem Schulball mit dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium zusammen, der Verschönerung des Schulhofs, einer Projektwoche und vielen weiteren interessanten Projekten. Außerdem hat sie eine Webseite, auf der über die Arbeit informiert wird, schülerrelevante Dokumente und Sitzungsprotokolle heruntergeladen werden können, die Mitglieder gezielt angeschrieben können und Veranstaltungshinweise stehen. Weiterhin ist die Gesamtschülervertretung politisch aktiv, arbeitet viel mit der Organisation „mehr als lernen“ zusammen, und hat sich darauf konzentriert die Schülermeinungen so gut wie möglich zu vertreten. Die GSV ist nun ein aktives Schulpolitisches Organ und hat sich als Ziel gesetzt, transparenteren Umgang zwischen Schule und Schülern zu schaffen.

Auschwitz-Gedenkstättenfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Schüler der 11. Klasse findet jedes Jahr im November die Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz statt. Zusammen mit Schülern des Friedrich-Engels-Gymnasiums werden die ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau besucht und es wird sich intensiv mit der Geschichte beschäftigt. Für Schüler und Lehrer ist diese Fahrt sehr anregend und bietet die Möglichkeit, sich selbst ein Bild der Geschichte zu machen.

King-Code-Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit der Ernst-Reuter-Sekundarschule haben Schüler des RLG die Spuren des Besuches Martin Luther Kings in Berlin erforscht und unter dem Namen „King-Code“ dargestellt. King besuchte Berlin im September 1964. Das Projekt hat als Schirmherren Peter Kloeppel und Wolfgang Thierse. Bundespräsident Joachim Gauck bezeichnete die Schüleraktivitäten als „gute Initiative, die Wirkung und Bedeutung der Menschenrechte anschaulich und nachhaltig zu vermitteln“.

Partnerschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rosa-Luxemburg-Oberschule pflegt Kontakte zu mehreren Partnerschulen in Kołobrzeg (Polen), Portugal, Mexiko, Frankreich, Schweden und Spanien.

Schulinspektion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport führt seit dem Schuljahr 2005/2006 Schulinspektionen durch. Die ersten Schulen wurden gelost oder haben sich freiwillig gemeldet, alle anderen sollen in den kommenden Jahren inspiziert werden. Die Rosa-Luxemburg-Oberschule wurde 2006 mehrmals von den Inspektoren besucht und nach Interviews mit dem Schulleiter, Lehrern, Eltern und Schülern, Unterrichtsbesuchen und anderen Überprüfungen wurde die Schule beurteilt. Diese fiel für die RLG durchweg sehr positiv aus, vor allem, was die Unterrichtsqualität angeht. Kritisiert wurde dagegen, dass neue Medien (wie das Nutzen von Laptop und DVDs), obwohl vorhanden, nicht so häufig verwendet werden, wie sie verwendet werden könnten. Der Bericht ist als PDF-Datei auf der Website der Schule abrufbar, ein Link steht am Ende dieses Artikels.

Prominente ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosa-Luxemburg-Gymnasium (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rosa-Luxemburg-Gymnasium. In: berlin.de. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, 19. September 2008, abgerufen am 2. April 2017.
  2. Expressabitur. In: www.rlo-berlin.de. Abgerufen am 15. Oktober 2016.
  3. Expressabitur vor dem Aus. Auf: tagesspiegel.de. abgerufen 18. Mai 2010.
  4. 'Schlussbericht BA-Pankow VII-1535/2016', abgerufen am 9. November 2018.
  5. Thomas Härtel: Rundschreiben I Nr. 67 /2003. Neustrukturierung der Lernmittelfreiheit ab dem Schuljahr 2003/04. (PDF; 79,9 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, 25. Juli 2003, archiviert vom Original am 16. September 2016; abgerufen am 11. September 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bea-berlin-pankow.de
  6. https://www.rlo-berlin.de/cms3/ueber-uns/schulprofil/begabtenfoerderung
  7. www.kissingenstrasse12.de