Nora Tschirner

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Nora Tschirner, 2014

Nora Marie Tschirner (* 12. Juni 1981 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Moderatorin und Musikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nora Tschirner wurde als Tochter des Dokumentarfilm-Regisseurs Joachim Tschirner und der Hörfunk-Journalistin des jetzigen Senders Deutschlandradio Kultur Waltraud Tschirner geboren. Sie wuchs im Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow auf und hat mehrere Brüder und Schwestern. Nach der Grundschule besuchte sie die Rosa-Luxemburg-Oberschule, an der sie 2000 ihr Abitur machte.[1] In der Schule engagierte sie sich in verschiedenen Theatergruppen. Dies verhalf ihr nicht nur zur Teilnahme an Schultheater-Wettbewerben in Mühlhausen/Thüringen und Magdeburg, sondern 1997 auch zu einer ersten Fernsehrolle in der ZDF-Kinderserie Achterbahn in der Folge Der Ferienjob.

Neben Deutsch spricht sie Englisch, Russisch und Spanisch.[2] Tschirner setzt sich für Entwicklungsländer ein und trat in Spots wie Deine Stimme gegen Armut auf.[3] Sie unterstützt aktiv die Aktion Tagwerk.

Nora Tschirner ist seit 2013 Mutter.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 bewarb sie sich im Rahmen eines Castings als Moderatorin und VJ bei MTV Germany, ab April 2001 arbeitete sie für den Sender. 2004 gestaltete sie mit Christian Ulmen dessen Show Ulmens Auftrag. 2007 moderierte sie die First Steps Awards.

Schauspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nora Tschirner bei der Premiere zu Soloalbum, 2003

Ihre schauspielerische Karriere begann Tschirner mit einer Nebenrolle in Connie Walthers Wie Feuer und Flamme (2001) und der weiblichen Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie Sternenfänger (2002). 2003 spielte sie an der Seite von Matthias Schweighöfer in Soloalbum, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Benjamin von Stuckrad-Barre. Im selben Jahr hatte sie in Trainspotting ihr Theaterbühnendebüt am Hamburger Schauspielhaus. 2005 spielte sie in Anno Sauls Kebab Connection mit. Zudem hatte sie diverse Nebenrollen in mehreren Fernsehserien, darunter Ein starkes Team und Abschnitt 40. Sie spielte neben Christian Ulmen die weibliche Hauptrolle in dem Kinofilm FC Venus – Angriff ist die beste Verteidigung. 2006 drehte sie die Science-Fiction-Serie Ijon Tichy: Raumpilot für das ZDF, eine Verfilmung von Stanisław Lems Sterntagebüchern, die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und für den Grimme-Preis nominiert war. 2007 übernahm sie die Rolle als Til Schweigers Widerpart in der sehr erfolgreichen romantischen Komödie Keinohrhasen, die am 20. Dezember 2007 ins Kino kam, und zwei Jahre später auch in der Fortsetzung Zweiohrküken. Dafür erhielt sie einen Bambi in der Kategorie Film National.[4] 2009 war sie in der Folge 2472 der Sesamstraße als Marienkäfer zu sehen.[5] 2011 folgte die zweite Staffel von Ijon Tichy: Raumpilot.

Seit Weihnachten 2013 leitet Tschirner als Kommissarin Kira Dorn zusammen mit Christian Ulmen das Ermittlerteam in der MDR-Produktion Tatort aus Weimar.[6]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Waiting Area, einem Dokumentarfilm über vier äthiopische Frauen, gab sie 2011 ihr Regiedebüt.[7] Zudem führte sie Regie bei den beiden Musik-Videos ihrer Band Prag Bis einer geht und Sophie Marceau.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschirner ist auf dem Album Brichst Du mir das Herz, dann brech’ ich Dir die Beine (2003) der Band Olli Schulz und der Hund Marie im Skit Das ewige Date und am Ende des Lieds Küss mich schnell, bevor Du platzt zu hören. Ferner ist sie im Video zur Single Secrets der Band OneRepublic zu sehen.

Die Tübinger Band Randgruppencombo hat sie zu einem Gastauftritt bei ihrem Konzert Alle oder Keiner – Tribut an Gerhard Gundermann am 21. Juni 2008 eingeladen. Der Konzertmitschnitt ist als DVD beim Berliner Musikverlag BuschFunk erschienen.

Von 2012 bis 2015 spielte Tschirner mit Erik Lautenschläger und Tom Krimi (Stereo de Luxe) in der Band Prag, in der sie Gitarre und weitere Instrumente spielte und auch sang.[8]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008:
  • 2009:
    • Jupiter als beste deutsche Darstellerin in Keinohrhasen
  • 2011:
    • Wild And Young Award in der Kategorie Beste Schauspielerin
  • 2015:
    • Romy in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe
  • 2016:
    • Jupiter als beste deutsche Darstellerin in Tatort – Der Irre Iwan[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nora Tschirner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SZ-Magazin, 9/2004, S. 5 ff.
  2. Star Portraits von A–Z. In: GQ. 14. September 2009, abgerufen am 8. Dezember 2009.
  3. Deine Stimme gegen Armut, abgerufen am 8. Dezember 2009
  4. Silvia Weber: Zweiohrbambi. In: Vanity Fair. 28. November 2008, abgerufen am 24. Februar 2013.
  5. Sesamstraße (2472): Mit Samson, Finchen und Co. die Welt erkunden. In: Norddeutscher Rundfunk. 6. März 2009, archiviert vom Original am 3. Februar 2010, abgerufen am 24. Februar 2012.
  6. Neue „Tatort“-Kommissare: Ulmen und Tschirner sollen in Weimar ermitteln Spiegel Online vom 24. Oktober 2012, abgerufen am 1. Februar 2016.
  7. Waiting Area. Filmportal.de, 26. Oktober 2012, abgerufen am 25. Januar 2013.
  8. Nora Tschirner macht mit "Prag" Musik Die Welt vom 27. August 2012, abgerufen am 24. Februar 2013
  9. Tomb Raider – Deutsche Stimme für Lara Croft bekannt. 16. Januar 2013. Abgerufen am 23. Februar 2013.
  10. „Zweiohrbambi“ für Til Schweiger und Nora Tschirner. In: Focus Online. 27. November 2008, abgerufen am 24. Februar 2013.
  11. Westfälische Nachrichten: Tschirner bekommt einen Jupiter, Medien/Menschen, dpa, 19. März 2016