Rudolf Krohne

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Rudolf Krohne (* 6. September 1876 in Rendsburg; † 17. Juni 1953 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Politiker (DVP).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krohne wurde als Sohn eines Wirklichen Geheimen Oberregierungsrates geboren. Nach dem Abitur am Luisengymnasium in Berlin nahm er ein Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten in Lausanne, Marburg und Berlin auf, das er 1898 mit dem ersten juristischen Staatsexamen und mit der Promotion zum Dr. jur. beendete. Anschließend trat er in den preußischen Justizdienst ein. Er bestand 1903 das zweite juristische Staatsexamen, wurde 1911 zum Regierungsrat ernannt und war seit 1917 als Geheimer Regierungsrat und Vortragender Rat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten tätig. Über die Position eines Ministerialrates stieg er 1921 zum Ministerialdirektor auf und wurde Bevollmächtigter Preußens beim Reichsverkehrsministerium. 1928 fungierte er kurzzeitig als Leiter der Stettiner Hafenbetriebe. Außerdem war er Aufsichtsratsmitglied der Rhein-Main-Donau AG.

Von der Gründung 1926 bis 1928 war er Präsident des Vereins Deutscher Luftschutz e. V.

In den 1930er Jahren war er Vorsitzender des Reichsverbandes der deutschen Wasserwirtschaft und des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes von 1821, beide mit Sitz in Berlin.[1]

Krohne war mit Edith Müser verheiratet, mit der er zwei Söhne hatte.

Seit 1896 war er Mitglied des Corps Teutonia Marburg.[2]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krohne amtierte seit 1923 als Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium. Er wurde am 11. Oktober 1924 als Reichsverkehrsminister in die von Reichskanzler Wilhelm Marx geführte Regierung berufen und gehörte auch der von Reichskanzler Hans Luther geleiteten Folgeregierung an. Vom 27. Oktober 1925 bis zum 19. Januar 1926 leitete er zudem kommissarisch das Reichswirtschaftsministerium. Im dritten Kabinett Marx war er erneut Reichsverkehrsminister, ehe er am 28. Januar 1927 aus der Regierung ausschied.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Zusammenbruch und der Wiederaufbau der deutschen Seeschiffahrt, 1928
  • Luftgefahr und Luftschutzmöglichkeiten in Deutschland. Verlag Deutscher Luftschutz, Berlin 1928

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft - Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild (Band I), Berlin 1930, S. 1021

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dr. jur. Dr.-Ing. e.h. Krohne 60 Jahre alt. In: Berliner Tageblatt. Nr. 419, September 1936.
  2. Kösener Corpslisten 1930, 104, 818.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]