Sętal

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Sętal
Sętal führt kein Wappen
Sętal (Polen)
Sętal
Sętal
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Olsztyn
Gmina: Dywity
Geographische Lage: 53° 54′ N, 20° 29′ OKoordinaten: 53° 53′ 52″ N, 20° 28′ 38″ O
Höhe: 167 m n.p.m.
Einwohner: 358 (31. März 2011[1])
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig



Sętal (deutsch Süssenthal) ist ein Dorf in der Landgemeinde Dywity (Diwitten) im Powiat Olsztyński (Allensteiner Kreis) in der polnischen Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Süssenthal in Ostpreußen, nördlich von Allenstein und südöstlich von Elbing, auf einer Landkarte von 1908

Das Dorf liegt im Ermland im historischen Ostpreußen, etwa 15 Kilometer nördlich von Allenstein (Olsztyn).

Die Ortschaft befindet sich auf 167 Meter Höhe über dem Meeresspiegel und umfasst eine Fläche von 3901,7 Hektar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde im 14. Jahrhundert Herrschaftsbereich des Deutschen Ordens gegründet. Nach dem Zweiten Frieden von Thorn im Jahr 1466 kam Ermland bei der Zweiteilung des Deutschordensstaats Preußen als Fürstbistum Ermland zum autonomen Preußen Königlichen Anteils, das sich freiwillig der Oberhoheit der Krone Polens unterstellt hatte. Im Zuge der Vereinigung von Ost- und Westpreußen 1772 kam Süssenthal mit Ermland zum Königreich Preußen.

Süssenthal gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Allenstein im Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Süssenthal im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde der Ort unter der Bezeichnung Sętal im Sommer 1945 gemäß dem Potsdamer Abkommen zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens und ganz Westpreußen zum Bestandteil der Volksrepublik Polen. Danach begann die Zuwanderung polnischer Bevölkerung.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1816 265 [2]
1858 496 ausschließlich Katholiken[3]
1864 596 am 3. Dezember[4]
1871 600 [5]
1905 617 [6]
1933 580 [7]
1939 525 [7]

Im Jahr 2005 hatte der Ort 780 Einwohner, 2011 waren es 358 Einwohner.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Kirche in Süssenthal wurde im Jahr 1583 durch Bischof Martin Kromer eingeweiht. Ein Feuer im Jahr 1908 zerstörte diese vollständig. An gleicher Stelle entstand ein neogotischer Neubau, der von Bischof Augustinus Bludau am 11. Juli 1911 eingeweiht wurde. Kirchenpatron ist der Heilige Nikolaus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 28. Mai 2017
  2. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 4: P–S, Halle 1823, S. 411.
  3. Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, Königsberg 1861, S. 37, Ziffer 224.
  4. Preußisches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Königsberg: Berlin 1966, Kreis Allenstein, S. 26, Ziffer 198.
  5. Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 18–19, Ziffer 13.
  6. http://wiki-de.genealogy.net/S%C3%BCssenthal
  7. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/allenstein.html#ew33alstsuessent