Stadthausbrücke

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Stadthausbrücke (Hamburg-Neustadt).Geländer.ajb.jpg

Die Stadthausbrücke ist eine Brücke im Stadtteil Hamburg-Neustadt des Bezirks Mitte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihren Namen erhielt die Brücke nach dem auf ihrer Ostseite gelegenen Stadthaus. Das 1889 fertiggestellte Bauwerk verbindet die Alt- und Neustadt Hamburgs miteinander. Die Brücke überspannt das Bleichenfleet, das nur auf der westlichen Brückenseite zu sehen ist.

Nach der Brücke benannt ist die etwa 230 Meter lange Straße mit dem amtlichen Straßenschlüssel S581[1], welche über die Brücke und vom Neuen Wall bis zum Axel-Springer-Platz führt. Die Straße zählt zum Hauptverkehrsstraßennetz von Hamburg.

Als Kulturdenkmäler werden in der Straße die Gebäude 4, 8, 10 und 12 gelistet.

Vor dem Gebäude Stadthausbrücke 8, dem Stadthaus, liegen Stolpersteine für die kommunistischen Widerstandskämpfer Carl Burmester und Gustav Schönherr sowie für das homosexuelle NS-Opfer Wilhelm Prull.[2]

S-Bahnhof Stadthausbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteig
Wandmosaik im östlichen Verteilergeschoss

Der Name Stadthausbrücke bezeichnet darüber hinaus einen sich in der Nähe der Brücke befindenden Haltepunkt der S-Bahn Hamburg. Der S-Bahnhof (Kürzel: ASHS) im City-S-Bahn-Tunnel ist ein zweigleisiger Haltepunkt mit Mittelbahnsteig und wurde zum 1. Juni 1975 im Zuge der Teileröffnung der City-S-Bahn vom Hauptbahnhof zu den Landungsbrücken eröffnet. Er liegt zum Teil unter dem Bleichenfleet und dem Alsterfleet, wo die Deckenhöhe etwas verringert ist, vermutlich um eine für Schiffe ausreichende Wassertiefe im Fleet zu gewährleisten. Der S-Bahnhof wurde als Zivilschutzraum gebaut, worauf die vielen Türen in den Zwischenebenen hinweisen.[3]

Seit März 2018 ist der S-Bahnhof umgestaltet. So wurden zum Abschluss der Arbeiten farbige Paneele an den Hintergleiswänden angebracht und die Stützpfeiler erhielten eine Glasverkleidung, in die Werbemonitore eingelassen sind. Im März 2017 wurde der Bahnsteig neu gefliest und die Treppen erhielten neue Stufen. An den Hintergleiswänden wurden die Kacheln abgeschlagen, anschließend wurden die Wände und die Decken über den Gleisen schwarz gestrichen. Von 2009 bis 2017 war die Decke des Bahnhofs einheitlich in Weiß gehalten, die Wände und Stützpfeiler waren in Weiß und Türkis gefliest. Vor der Renovierung 2009 waren die jetzt weißen Teile der Stützpfeiler und der Unterzug in Gelb gestrichen. Nur das Zugabfertigungsgebäude, das nicht mehr in Betrieb ist, verblieb in diesem Gelb.[3] Im östlichen Verteilergeschoss befindet sich ein farbiges Wandmosaik.

Es bestehen Zugänge sowohl zum westlichen wie zum östlichen Ende des Bahnsteigs. Seit dem 30. April 2014 ermöglicht ein Fahrstuhl am westlichen Zugang zum S-Bahnhof einen barrierefreien Zugang.[4]

Der S-Bahnhof wird tagsüber von den Hauptlinien S1 und S3 jeweils im 10-Minuten-Takt bedient, in der Hauptverkehrszeit zusätzlich von der Verstärkerlinie S2 ebenfalls alle 10 Minuten. In den Nächten vor Samstag und Sonntag gibt es einen durchgängigen Betrieb der Hauptlinien im 20-Minuten-Takt, ansonsten schließt der S-Bahnhof von etwa 1 Uhr bis 4 Uhr nachts.

Linie Verlauf
S 1 Wedel – Rissen – Sülldorf – Iserbrook – Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek – Othmarschen – Bahrenfeld – (geplant: Ottensen –) Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr – Rübenkamp – Ohlsdorf | – Hamburg Airport (Flughafen) | – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel
S 2 Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Rothenburgsort – Tiefstack – Billwerder-Moorfleet – Mittlerer Landweg – Allermöhe – Nettelnburg – Bergedorf
S 3 Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook – (im Bau: Elbbrücken –) Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Beckershaus: Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. Ernst Kabel Verlag GmbH, Hamburg 1997, ISBN 3-8225-0421-1.
  • Christian Hanke: Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 1997, ISBN 3-929229-41-2.
  • Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. Geschichte, Kultur und Stadtbaukunst an Elbe und Alster, DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-1590-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadthausbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: S-Bahnhof Stadthausbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord: Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2011, 5. Auflage, abgerufen am 16. Juli 2016. (PDF-Datei; 4,1 MB)
  2. http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/1201480/2009-02-25-bsu-stolperstein/ Erinnern an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft - Stolpersteine vor dem früheren Gestapo-Hauptquartier, abgerufen am 16. Juli 2016.
  3. a b S-Bahnhof Stadthausbrücke auf www.hamburger-untergrundbahn.de, abgerufen am 16. Juli 2016.
  4. Neuer Aufzug in der S-Bahnstation Stadthausbrücke in Betrieb genommen auf www.s-bahn-hamburg.de, abgerufen am 16. Juli 2016.

Koordinaten: 53° 33′ 2,4″ N, 9° 59′ 8,9″ O