SV Preußen Berlin

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SV Preußen Berlin
Name Sportverein Preußen Berlin e. V.
Vereinsfarben schwarz, weiß, grün
Gegründet 1990
Gründungsort Berlin
Vereinssitz Hansastraße 190
13088 Berlin
Mitglieder ca. 1.000
Abteilungen 12
Homepage www.sv-preussen-berlin.de

Der SV Preußen Berlin ist ein 1990 gegründeter deutscher Sportverein aus dem Berliner Ortsteil Weißensee. Er verfügt über zwölf Abteilungen (Badminton, Basketball, Eishockey, Inlineskaten, Judo, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Rhythmische Sportgymnastik, Ringen, Schwimmen, Turnen und Volleyball) und ist über 1.000 Mitglieder stark. Die zwischen 1993 und 1997 existierende Fußballabteilung spielte 1994/95 als Nachfolgeverein von Bergmann-Borsig Berlin in der Oberliga Nordost.

Abteilung Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des SV Preußen 1993–97

Die Fußballabteilung der Preußen wurde im Jahr 1993 durch den Beitritt der finanziell angeschlagenen Mannschaft der SG Eumako Weißensee gegründet. Eumako war 1993 aus der neu gegründeten Verbandsliga Berlin abgestiegen und Preußen trat daher in der Saison 1993/94 in der fünftklassigen Landesliga Berlin an. Die Heimspielstätte war das Stadion Buschallee. In der Folgesaison trat auch der in Konkurs gegangene PFV Bergmann Borsig dem SV Preußen bei, so dass der noch junge Verein dessen Platz in der Oberliga Nordost einnehmen konnte.

Zum SV Preußen wechselten aber letztlich nur drei Stammspieler des ehemaligen DDR-Ligisten. Entsprechend chancenlos verlief auch die einzige Oberligasaison der Berliner, in der mit lediglich acht Saisonpunkten gemeinsam mit dem FC Neubrandenburg der sofortige Wiederabstieg erfolgte. In den nächsten beiden Spielzeiten konnte der später als Preußen Weißensee auftretende Verein die Klasse in der Verbandsliga Berlin noch halten, stieg aber 1997 auch aus der höchsten Berliner Spielklasse ab. Nachdem auch den Preußen die Finanzen ausgingen, gründete die Fußballabteilung den Weißenseer FC neu, und beendete die kurzzeitige Fußballepoche des auf Leichtathletik konzentrierten SV Preußen wieder. Auf sportlicher Ebene agierte der WFC in Berlin nicht mehr höherklassig.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Olaf Seier (1995–1997), Spielertrainer.

Abteilung Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Preußen übernahm ab Juli 1990 die Männermannschaft des 1. SC Berlin in der DDR-Handball-Oberliga, die wiederum aus dem SC Dynamo Berlin hervorgegangen war. Ab Januar war die Handballabteilung eigenständig im HC Preußen Berlin aktiv und spielte unter diesem Namen die letzte Spielzeit im DDR-Handball zu Ende.[1] Am Ende der Oberliga-Saison 1990/91 belegte Preußen den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Bundesliga. Außerdem gewann man die letzte Ausgabe des FDGB-Pokal. Vorm Start der Saison 1991/92 ging der HC Preußen Berlin aufgrund wirtschaftlicher Probleme zum SV Blau-Weiß Spandau über.

Abteilung Ringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gründung des Großvereins wurde 1990 auch die Abteilung Ringen des SV Preußen Berlin gegründet. Der Ursprung der Abteilung Ringen ist bereits in den 50er und 60er Jahren der DDR zu finden, bestehend aus den 3 Sektionen SG Dynamo Hohenschönhausen, BSG Empor „Werner Seelenbinder“ und SG Dynamo „Robert Uhrig“. Die Abteilung Ringen ist ein Zusammenschluss dieser 3 Sektionen.[2]

Nach der Wende wurde eine erfolgreiche Vereinsarbeit sowohl im Nachwuchs- und Jugendbereich als auch bei den Männern geleistet. Von Beginn der 1990 neu gegründeten 2. Bundesliga Nordost bis 1997 startete man in der zweithöchsten Ligaklasse. Ab 1993 zusätzlich mit einer 2. Mannschaft in der Landes-Oberliga. Bei den deutschen Meisterschaften der letzten 20 Jahre konnten die Preußen Ringer neben vier goldenen noch 15 weitere Medaillen gewinnen. Das sportliche Ziel besteht in der Fortführung und weiteren Entwicklung der Jugend- und Männermannschaften. Neben den zahlreichen Mitgliedern, die sich an dem umfangreichen Spielspaß- und Fitnessprogramm beteiligen, steht die Jugendarbeit besonders im Vordergrund. Die Preußen Ringer starteten 2011 einen Neuanfang bei den Mannschaftskämpfen und stellten gemeinsam mit dem SV Buch die Kampfgemeinschaft „Berliner Nordlichter“ in der Jugendliga Berlin/ Brandenburg. Am Ende konnte ein guter 4. Platz erkämpft werden.

bekannte Personen der Abteilung Ringen

Abteilung Turnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 wurde die Abteilung Turnen des SV Preußen Berlin gegründet. Seitdem wird die Abteilung von ehemaligen Spitzenleistungsturnern der DDR (z. B. bis Ende der 1990er von der Olympiateilnehmerin Irene Abel) unterstützt. Einen großen Stellenwert nimmt die Nachwuchsförderung ein. Leistungsorientiertes Training und Wettkämpfe auf Breitensportebene werden von den zum Teil ehrenamtlich arbeitenden Trainern gefördert.

Der Verein brachte unter anderem Berliner Meister, Berliner Mannschaftsmeister, Pokalsieger, Jahrgangsbeste, Sieger in der Landes-, Ober-, Verbands-, Jugend- und Frauenliga hervor. Lange Zeit dominierte der SV Preußen Berlin die Wettkämpfe in den unteren Ligen.

Abteilung Volleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preußen Volleys
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Homepage preussenvolleys.de
Volleyball-Abteilung
Liga 3. Liga Nord
Spielstätte Sporthalle Barnim-Oberschule
Trainerin Romy Richter
Erfolge 2007 Aufstieg Berlin-Liga
2014 Meister Berlin-Liga und Aufstieg Regionalliga Nordost
2015 Landespokalsieger, Meister Regionalliga Nordost und Aufstieg Dritte Liga
letzte Saison Vizemeister 3. Liga Nord
(Stand: 21. März 2018)

Die Abteilung Volleyball des SV Preußen Berlin ist mit drei Mannschaften im Ligaspielbetrieb des Volleyball-Verbands Berlin und der Dritten Liga aktiv. Zusätzlich gibt es Nachwuchs- und Jugendmannschaften.

Dritte Liga Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2015/16 spielt die erste Männermannschaft als „Preußen Volleys“ in der Dritten Liga. Der Kader für die Saison 2017/18 besteht aus vierzehn Spielern. Seit September 2017 ist Romy Richter Trainerin der Mannschaft. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Tassilo Bade verantwortlich. 2018 gewann die Mannschaft den Preis „Goldenes Händchen“ des Deutschen Volleyball-Verbands.

Kader Saison 2017/18
Name Vorname Nation Größe Geburtsdatum Position
Schimera David GER 189 cm 1990 AA
Danz Johannes GER 178 cm 1989 U
Common Fabian GER 189 cm 1992 U
Richter-Darge Danny GER 192 cm 1989 AA
Osnowski Jörn GER 202 cm 1990 D
Onischke Robert GER 197 cm 1988 M
Albrecht Mathias GER 203 cm 1986 M
Große Peter GER 177 cm 1990 Z
Nündel David GER 194 cm 1990 U
Greifenberg Oliver GER 175 cm 1987 L
Theele Phillip GER 188 cm 1994 U
Becker Willi GER 197 cm 1988 D
Haubold Nico GER 192 cm 1991 M
Hoehne Samuel GER 183 cm 2000 U
Binanzer Benjamin GER 187 cm 1989 Z

Positionen: Annahme/Außen (AA), Diagonal (D), Libero (L), Mittelblock (M), Universal (U) und Zuspieler (Z).

Snow-/Beachvolleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Snow Volleyball erreichte das Team Kliche/Richter-Darge Platz zwei. Das Duo spielt seit Beginn 2018 in der Konstellation und startet auch bei der Techniker Beach Tour.

Bekannte ehemalige Spielerinnen und Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marcus Böhme – 1. polnische Liga bei MKS Cuprum Lubin: Deutscher Meister 2010, 2011; DVV-Pokalsieger 2012, Europaligasieger 2009, WM-Dritter 2014, Sieger Europaspiele 2015
  • Matthias Böhme – 1. Bundesliga Netzhoppers KW-Bestensee: Topscorer der Bundesliga 2009/10
  • Sebastian Kühner – 1. Bundesliga bei den Berlin Recycling Volleys: Deutscher Meister 2013, 2014; WM-Dritter 2014, Sieger Europaspiele 2015
  • Ruben Schott – 1. Bundesliga bei den Berlin Recycling Volleys: Deutscher Meister 2013, 2014; Deutscher Meister U18 2009
  • Janine Hinderlich – 1. Bundesliga SC Potsdam 2009–13, Jugendeuropameisterin 2007, Juniorenweltmeisterin 2009
  • Christina Goldbrich – 1. Bundesliga VCO Berlin 2009/10
  • Caroline Scholz – 2. Bundesliga TSV Rudow 2010, Jugendnationalmannschaft 2007

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sven Webers: Die 24 Vereine der eingleisigen DDR-Oberliga Männer 1964 – 1991. In: bundesligainfo.de. Abgerufen am 6. Februar 2013.
  2. SV Preußen Berlin e. V. Abt. Ringen. In: freestyle-berlin.de. Freestyle24 Sportportale, abgerufen am 1. März 2012.