Salomon-Inseln

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Salomon-Inseln
Solomon islands.jpg
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 8° 0′ S, 159° 0′ OKoordinaten: 8° 0′ S, 159° 0′ O
Salomon-Inseln (Salomonen)
Salomon-Inseln
Anzahl der Inseln 1000 +
Hauptinsel Bougainville, Guadalcanal
Gesamte Landfläche 38.196 km²
Einwohner 800.000

Die Salomon-Inseln oder Salomonen sind eine südöstlich von Neuguinea gelegene Inselgruppe im Südpazifik. Der 1978 gegründete Inselstaat Salomonen umfasst nur den größten Teil der Inselgruppe.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Salomon-Inseln erstrecken sich von Nord nach Südost über etwa 1100 Kilometer (5° Süd, 154° Ost bis 11° Süd, 162 Ost). Die südlichsten Inseln liegen knapp 600 Kilometer nördlich der Hauptinseln von Vanuatu.

Die nördlichen Salomon-Inseln (insbesondere die Inseln Bougainville und Buka) gehören heute politisch zu Papua-Neuguinea, die meisten Inseln gehören seit 1978 zum selbständigen Inselstaat der Salomonen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich von Einwohnern Neuguineas besiedelt, entdeckte 1568 Alvaro de Mendaña de Neyra die Inselgruppe für die Europäer. Er gab ihr den Namen Salomon nach dem jüdischen König Salomo, weil er große Mengen Gold auf ihr vermutete.

1767 wurden die Inseln durch Philipp Carteret wiederentdeckt, nachdem sie 200 Jahre lang aufgrund eines Kartierungsfehlers „verloren“ gegangen waren. Aber erst 1883 nahmen die Briten die Inseln in Besitz, als Reaktion auf deutsche Expansionsbestrebungen in der Region. Mit dem Abschluss des Samoa-Vertrages vom 14. November 1899 in Berlin wurde die Grenze zwischen den beiden Interessengebieten östlich der Inseln Buka und Bougainville gezogen, die zur deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea gehörten, während der größere südliche Teil der Inselgruppe britisch blieb.

Während des Ersten Weltkriegs wurde Deutsch-Neuguinea ohne größere Kämpfe von Australien besetzt, dem es nach dem Krieg als Mandat des Völkerbundes zugesprochen wurde. Das Mandatsgebiet wurde als Territorium Papua organisiert. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Salomon-Inseln von Japan besetzt und konnten von den Alliierten USA, Australien und Neuseeland erst in blutigen Kämpfen zurückerobert werden, wobei die Schlacht um Guadalcanal die erste große Offensive der Alliierten gegen Japan darstellte.

1949 wurde das Mandatsgebiet Papua mit dem ehemaligen Britisch-Neuguinea administrativ zum Territorium Papua und Neuguinea zusammengefasst, das 1975 als Papua-Neuguinea unabhängig wurde, zu dem die nördlichen Salomonen mit Buka und Bougainville bis heute gehören. Die britische Kolonie wurde 1978 als Solomon Islands unabhängig.

1989 bis 1997 versuchte eine Unabhängigkeitsbewegung in einem Bürgerkrieg, Bougainville von Papua-Neuguinea zu lösen. Auch nach Ende des Bürgerkrieges blieb die Insel ein Konfliktgebiet. Seit 2005 bilden die Insel und einige Nachbarinseln die Autonome Region Bougainville. In einem Referendum 2019 sprachen sich bei hoher Beteiligung 97,7 % der Abstimmenden für Unabhängigkeit aus.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lufttemperaturen an den Küsten sind übers Jahr ziemlich konstant und variieren zwischen 28 und 32 °C, die Wassertemperaturen zwischen 23 und 28 °C.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]