Salt and Fire

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Filmdaten
Originaltitel Salt and Fire
Produktionsland Deutschland, USA, Bolivien
Originalsprache Deutsch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2016
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Werner Herzog
Drehbuch Werner Herzog
Produktion Werner Herzog,
Michael Benaroya,
Pablo Cruz,
Nina Maag
Musik Ernst Reijseger
Kamera Peter Zeitlinger
Schnitt Joe Bini
Besetzung

Salt and Fire ist ein Thriller mit romantischen Elementen, bei dem Werner Herzog sowohl Regie führte als auch das Drehbuch schrieb. Produziert wurde der Film von der Construction Filmproduktion, Skellig Rock und Benaroya Pictures. Koproduzenten waren das ZDF und Arte France Cinema. Salt and Fire basiert auf der Kurzgeschichte Aral des US-amerikanischen Autors Tom Bissell.[2]

Die Uraufführung erfolgte am 12. Juni 2016 beim Internationalen Filmfestival von Shanghai. Am 8. Dezember 2016 kam der Film in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forscherin Laura Sommerfeld reist nach Südamerika, um im Auftrag der Vereinten Nationen eine mysteriöse Umweltkatastrophe am bolivianischen Diablo Blanco zu untersuchen. Am Flughafen werden die Professorin und die Kollegen, die sie begleiten, entführt und auf eine Hazienda verschleppt. Durch eine Begegnung mit zwei blinden Jungen wird sie auf die Umweltverschmutzung in Bolivien aufmerksam und auf die sich immer weiter ausbreitenden Salzseen. Sie erkennt, dass Matt Riley, der CEO eines mächtigen Konsortiums, für diese Umweltkatastrophe verantwortlich ist. Als sie vom drohenden Ausbruch eines nahegelegenen Supervulkans erfährt, muss sie sich mit ihrem Widersacher zusammentun, um eine Naturkatastrophe globalen Ausmaßes zu verhindern.[3]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen im April 2015 und fanden in 4200 Metern Höhe in den Salztonebenen Salar de Uyuni im Süden Boliviens statt, der mit mehr als 10.000 Quadratkilometern größten Salzwüste der Erde.[4] Die Dreharbeiten endeten am 19. Mai 2015.[5] In dieser Gegend existieren tatsächlich Supervulkane, wie der aktive Uturuncu[6] und vier weitere Calderen wie die Vilama-Caldera.

Am 1. Februar 2016 wurde bekannt, dass das unabhängige Plattenlabel Winter & Winter am 18. März 2016 ein Soundtrack-Album zum Film veröffentlichen wird. Darauf enthalten ist die Musik von Ernst Reijseger, der mit Herzog bereits bei den Filmen Die Höhle der vergessenen Träume, The White Diamond, The Wild Blue Yonder und My Son, My Son, What Have Ye Done zusammengearbeitet hatte.[7][8]

Der Film feierte am 12. Juni 2016 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Shanghai seine Premiere.[9] Im Oktober 2016 erfolgte eine Vorstellung im Rahmen der Internationalen Hofer Filmtage. Am 8. Dezember 2016 kam der Film im Programm des Camino Filmverleihs in die deutschen Kinos.[10] Ein Kinostart in den USA erfolgt am 7. April 2017.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konnte bislang 40 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen.[11]

Deborah Young von The Hollywood Reporter resümiert: Zu viel Salz, zu wenig Pfeffer.[12]

Oliver Kaever von Spiegel Online sagt über Ferres, diese sei ihrer Rolle einfach nicht gewachsen und habe kein erkennbares dramatisches Register. Sie wirke in jeder Szene einfach nur genervt und schlecht gelaunt, so Kaever, doch sei es nicht ihre Schuld, dass der Film nicht funktioniere, sondern die von Herzog. Der Regisseur verfolge weder eine Idee, noch erzähle er eine Geschichte, und zu einer filmischen Form finde er auch nicht. Kaevers Kollegin Hannah Pilarczyk meint hingegen, so herrlich entfesselt wie Salt and Fire sei schon lang kein Werk eines deutschen Filmemachers mehr gewesen.[13]

Andreas Busche von Die Zeit erkennt im Film eine Erzählung von der Allmacht der Natur, von der Herzog fasziniert ist, und hebt hier insbesondere die zweite Hälfte des Films hervor. In der offenen Landschaft fühle sich der Regisseur merklich wohler als in geschlossenen Räumen.[14]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationales Filmfestival Shanghai 2016

  • Nominierung als Bester Film für den Golden Goblet (Werner Herzog)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Salt and Fire. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 160938/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Herzog dreht Umwelt-Thriller. In: Deutsche Welle Online, 7. April 2015.
  3. Martha Kausmann: 'Salt and Fire': Werner Herzog inszeniert romantischen Vulkan-Thriller mit Veronica Ferres. In: filmstarts.de, 9. Februar 2015.
  4. Werner Herzog dreht Thriller 'Salt and Fire' mit Veronica Ferres in Bolivien. In: kino-zeit.de, 9. Februar 2015.
  5. Drehschluss SALT AND FIRE. In: constructionfilm.de. Construction Film, 20. Mai 2015, abgerufen am 28. Januar 2016.
  6. Spiegel online vom 26. März 2012: Forscher entdecken den neuen Supervulkan Uturuncu in den Anden
  7. Soundtrack for Werner Herzog’s ‘Salt and Fire’ Announced. In: filmmusicreporter.com. Film Music Reporter, 1. Februar 2016, abgerufen am 8. Februar 2016.
  8. Salt and Fire In: soundtrack.net, 18. März 2016.
  9. Julie Makinen: The brazen Bavarian Werner Herzog is back with his latest directorial effort, 'Salt and Fire'. Los Angeles Times, 22. Juni 2016, abgerufen am 9. Juli 2016 (englisch).
  10. Salt&Fire. In: Camino Filmverleih. Abgerufen am 3. Juni 2016 (de-de).
  11. Salt and Fire In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 6. Dezember 2016.
  12. Deborah Young: ‘Salt and Fire’: Shanghai Review In: The Hollywood Reporter, 14. Juni 2016.
  13. Oliver Kaever und Hannah Pilarczyk: Herzog-Umweltdrama 'Salt and Fire'. Ach, Werner! In: Spiegel Online, 7. Dezember 2016.
  14. Andreas Busche: 'Salt and Fire'. Ferres als Mutter Natur In: Die Zeit Online, 7. Dezember 2016.