Sam Wood

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sam Wood (* 10. Juli 1883 in Philadelphia, Pennsylvania als Samuel Grosvenor Wood; † 22. September 1949 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und -produzent. Zwischen 1920 und 1949 war er als Regisseur für mehr als 80 Produktionen verantwortlich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ersten Anläufen im Ölgeschäft und als Immobilienmakler arbeitete Sam Wood mit durchwachsenem Erfolg als Theaterschauspieler. 1915 kam er zum Stummfilm nach Hollywood, wo er zunächst als Regieassistent des damals schon berühmten Cecil B. DeMille Beschäftigung fand. Ab 1920 drehte Wood eigenständige Filme als Regisseur und drehte erfolgreich mit Stars wie Wallace Reid und Gloria Swanson.[1] Ab Ende der 1920er-Jahre arbeitete er vor allem für Metro-Goldwyn-Mayer, den Übergang zum Tonfilm schaffte der Regisseur problemlos. 1929 versuchte Wood erfolglos, die aus dem Ruder gelaufenen Dreharbeiten von Erich von Stroheim unvollendeten Meisterwerk Queen Kelly zu retten. In den 1930er-Jahren drehte Wood besonders viele Komödien, berühmt wurden vor allem Skandal in der Oper (1935) und Ein Tag beim Rennen (1937) den Marx Brothers. Obwohl Wood und Groucho Marx eine Abneigung gegeneinander hegten, werden die zwei Komödien unter Woods Regie allgemein zu den besten Filmen der Marx Brothers gezählt.

Daneben konnte Wood sich aber auch als Regisseur von ernsthafteren Filmen etablieren. Insgesamt wurde er zwischen 1940 und 1944 drei Mal für den Oscar als bester Regisseur nominiert. 1939 drehte er das auf dem gleichnamigen Roman von James Hilton basierende Filmdrama Goodbye, Mr. Chips, in welchem ein sterbender Lehrer auf sein Leben zurückblickt. Der Film war bei Kritikern und Publikum erfolgreich. Ebenfalls im Jahre 1939 wurde Wood zu einem der drei Regisseure des Filmklassikers Vom Winde verweht, als er zeitweise stellvertretend für den erkrankten Victor Fleming eingesetzt wurde. Woods Mitarbeit an Vom Winde verweht blieb allerdings im Vorspann unerwähnt.[2] Anfang der 1940er-Jahre drehte er einige seiner erfolgreichsten Filme, so die Komödie Mary und der Millionär (1941) oder das aufwendige Filmdrama Kings Row (1942), letzteres schätzte er persönlich als seine beste Arbeit ein.[3] Seine Verfilmung über das Leben von Lou Gehrig, Der große Wurf (1942) mit Gary Cooper in der Hauptrolle, gilt als die „examplarische Baseball-Biografie“ überhaupt. Woods Ernest Hemingway-Verfilmung Wem die Stunde schlägt wurde 1944 für neun Oscars nominiert. Drei Schauspieler – Robert Donat, Ginger Rogers, Katina Paxinou – gewannen unter Woods Regie den Oscar, acht weitere wurden nominiert.

Im Laufe seiner Karriere war er als Regisseur an mehr als 80 Produktionen beteiligt. Zudem begleitete er mehrere Filme auch als Produzent. Politisch galt er als konservativer Republikaner und fungierte als erster Präsident der Motion Picture Alliance for the Preservation of American Ideals. Sam Wood starb 1949 im Alter von 66 Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt, sein letzter Film Die Letzten von Fort Gamble wurde erst vier Monate nach seinem Tod veröffentlicht. Er hinterließ seine Ehefrau Clara L. Roush, mit der er seit 1908 verheiratet war und zwei Kinder hatte. Posthum erhielt er 1960 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sam Wood – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sam Wood bei Allmovie
  2. Sam Wood bei Film-Zeit
  3. Sam Wood bei der Los Angeles Time