Sant’Antioco

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Sant’Antioco
Kein Wappen vorhanden.
Sant’Antioco (Italien)
Sant’Antioco
Staat Italien
Region Sardinien
Provinz Sud Sardegna (SU)
Lokale Bezeichnung Santu Antiogu
Koordinaten 39° 4′ N, 8° 27′ OKoordinaten: 39° 4′ 0″ N, 8° 27′ 0″ O
Fläche 115,59 km²
Einwohner 11.252 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 97 Einw./km²
Postleitzahl 09017
Vorwahl 0781
ISTAT-Nummer 107020
Volksbezeichnung Antiochensi
Schutzpatron Sant’Antioco
Website Sant’Antioco
Funde aus der punischen Siedlung

Sant’Antioco ist eine Gemeinde auf Sardinien in der Provinz Sud Sardegna mit 11.252 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016).

Sant’Antioco ist Badeort und Touristenhafen auf der gleichnamigen, mit dem Festland durch einen 5 km langen Isthmus verbundenen Insel Sant’Antioco.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören auch die beiden unbewohnten, südlich von Sant’Antioco liegenden Eilande Isola la Vacca und Isola il Toro.

Die Nachbargemeinden sind Calasetta und San Giovanni Suergiu.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt zu Füßen der restaurierten Burgruine Forte Su Pisu, auch Forte Sabaudo genannt, die im 18. Jahrhundert auf Nuraghenresten erbaut und 1812 fertiggestellt wurde. Hier findet man die Reste einer der ältesten phönizischen Siedlungen Sardiniens (8. Jahrhundert v. Chr.) und der antiken Hafenstadt Sulki (auch Sulky), die später unter römische Herrschaft fiel. Dafür zeugt das noch weitgehend intakte labyrinthische Tunnelsystem mit punischen Nischen (Grabkammern) unter der Altstadt. Einige Häuser bedienen sich sogar noch heute der antiken Grabkammern als Keller. Öffentlich zugänglich sind allerdings nur die Katakomben unter der Pfarrkirche „Basilica di Sant’Antioco“ und die Grotten neben dem ethnografischen Museum. Die Stadt wurde im Mittelalter aufgegeben. Eine Siedlung entstand erst Mitte des 18. Jahrhunderts wieder.

Von den drei Kirchenschiffen der dem Antiochus von Sulci geweihten Pfarrkirche Basilica di Sant’Antioco aus dem 12. Jahrhundert blieb nur das mittlere erhalten. In der Nähe befinden sich weitere archäologische Funde, eine punische heilige Stätte, ein Tophet, und verschiedene römische Reste, darunter ein Steinmausoleum sowie die Menhire Su Para e sa Mongia.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sant’Antioco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.