Sant Miquel de Fluvià

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Gemeinde Sant Miquel de Fluvià
Sant Miquel de Fluvià – Ortsansicht
Sant Miquel de Fluvià – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Sant Miquel de Fluvià
Sant Miquel de Fluvià (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KatalonienKatalonien Katalonien
Provinz: Girona
Comarca: Alt Empordà
Koordinaten 42° 11′ N, 3° 0′ OKoordinaten: 42° 11′ N, 3° 0′ O
Höhe: 25 msnm
Fläche: 3,56 km²
Einwohner: 746 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 209,55 Einw./km²
Postleitzahl: 17475
Gemeindenummer (INE): 17175 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine

Sant Miquel de Fluvià ist ein Ort und eine Gemeinde (municipi) mit 746 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Girona in der Autonomen Region Katalonien. Der Ort gliedert sich in den alten Ortskern und ein Neubauviertel, in welchem die meisten Einwohner leben.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sant Miquel de Fluvià liegt auf einer kleinen Anhöhe auf dem Nordufer des Río Fluvià in einer Höhe von etwa 25 Meter ü. d. M. etwa 37 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Girona bzw. etwa 20 Kilometer südlich von Figueres. Die Entfernung zur Mittelmeerküste beträgt etwa acht Kilometer (Luftlinie) in östlicher Richtung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1990 2000 2006
Einwohner 296 392 473 563 625 671

Seit dem 19. Jahrhundert verzeichnet die Gemeinde ein langsames aber beinahe stetes Wachstum der Bevölkerung.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lebten die Einwohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Anbau von Wein und die Haltung von Vieh gehörte. Außerdem diente der Ort als handwerkliches und merkantiles Zentrum mehrerer Dörfer und Weiler in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Platz scheint schon in römischer Zeit besiedelt gewesen zu sein. Im Mittelalter existierte hier ein zur Abtei Saint-Michel-de-Cuxa gehörendes Benediktinerkloster, um welches herum sich allmählich der Ort entwickelte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Klosterkirche Sant Miquel
  • Ein wahrscheinlich noch aus römischer Zeit stammender, jedoch gut erhaltener Ringofen (horno) mit einer steinernen Mittelstütze zum Brennen von Ziegelsteinen und Keramik wurde im Jahr 1974 entdeckt.
  • Die ehemalige Klosterkirche und heutige Pfarrkirche (Esglesia Sant Miquel) ist ein wehrhaft wirkender und größtenteils aus exakt bearbeiteten Hausteinen errichteter Bau des ausgehenden 11. oder beginnenden 12. Jahrhunderts. Die drei Apsiden sowie der Turm zeigen Lisenen und Rundbogenfriese im lombardischen Baustil; sie wurden später, d. h. möglicherweise in der Zeit des Katalanischen Bürgerkriegs (1462–1472) durch Wehrbauten aufgestockt. Der auf der Nordseite befindliche und beinahe freistehende Glockenturm (campanar) ist romanischen Ursprungs; er wurde jedoch ebenfalls im 15. Jahrhundert befestigt und zeigt zusätzlich kleine Zahnschnittfriese oberhalb der Rundbögen. Auch das Langhaus und die giebel- und schmucklose Westseite haben Wehrcharakter. Das in gotischen Stilformen gestaltete, aber teilweise zerstörte Eingangsportal trägt eine Inschrift des Jahres 1802; die Kapitelle zeigen Abwandlungen des Trifrons-Motivs. Das dreischiffige Innere ist tonnengewölbt; die Apsiden sind von halbkuppelförmigen Kalotten überwölbt. Zur Ausstattung gehören mehrere teils geometrisch, teils vegetabilisch gestaltete Kapitelle, ein romanisches Taufbecken und ein aus einem Kapitell herausgearbeitetes Weihwasserbecken. Vom ehemaligen Klausurbereich des Klosters mitsamt seinem Kreuzgang sind nur Fundamentreste erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vicenç Buron: Esglésies Romániques Catalanes. Artestudi Edicions, Barcelona 1977, S. 38, ISBN 84-85180-06-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sant Miquel de Fluvià – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).