Satyananda

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Swami Satyananda Saraswati (Sanskrit: Satyānanda Sarasvatī; * 1923 in Almora, Indien; † 5. Dezember 2009 in Rikhia, Jharkhand[1]), von seinen Anhängern mit dem spirituellen Ehrentitel Paramahamsa bezeichnet, war ein indischer Yoga-Meister. Er ist der Begründer der Bihar School of Yoga, die sich mit der Erforschung von Yoga beschäftigt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das genaue Geburtsdatum von Satyananda Saraswati, so sein Mönchsname, wird verschieden angegeben. 1943 traf er in Rishikesh den Yogameister Sivananda und wurde von diesem zum Mönch des Dashanami-Ordens geweiht. 1955 verliess er als Wandermönch den Ashram von Sivananda in Rishikesh. Ein Jahr später rief er die „International Yoga Fellowship Movement“ (IYFM) ins Leben und gründete 1963 die Bihar School of Yoga (BSY) in Munger. Ab 1969 bereiste er Europa, die USA und Australien um seine Lehren im Westen bekannt zu machen.

1988 löste sich Satyananda von allen organisatorischen Verpflichtungen. Sein Nachfolger Niranjananda führt seitdem die Geschäfte der Satyananda-Tradition.

Nach einer Pilgerreise ließ er sich in Rikhia im indischen Bundesstaat Jharkhand nieder, wo er zurückgezogen lebte und einmal jährlich seine Anhänger empfing.

Satyananda Yoga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von Satyananda Saraswati entwickelte Satyananda Yoga verbindet die Lehren der Upanishaden und der Bhagavadgita mit dem Hatha Yoga und mit tantrischen Reinigungsübungen, wie Asana, Pranayama, Mudra und Bandha. Er entwickelte auch den Yoga Nidra ("Yogaschlaf"), eine geführte Tiefenentspannung, bei der bei ruhendem Körper der wache Geist in einen meditativen Zustand versetzt wird.

Satyananda Saraswati schrieb über 80 Bücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Das Buch "Asana Pranayama Mudra Bandha" von Satyananda bildet die Grundlage vieler Yoga-Kurse und Yoga-Lehrer-Ausbildungsgänge in Deutschland. Satyananda Yoga wird in Deutschland vor allem durch das Satyananda-Yoga-Zentrum in Köln unter der Leitung von der Deutschen Swami Prakashananda vertreten.

Werke (Auswahl auf deutsch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. jaibihar.com

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]