Hoorn

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Gemeinde Hoorn
Flagge der Gemeinde Hoorn
Flagge
Wappen der Gemeinde Hoorn
Wappen
Provinz Noord-Holland Noord-Holland
Bürgermeister Jan Nieuwenburg (PvdA)
Sitz der Gemeinde Hoorn
Fläche
 – Land
 – Wasser
53,46 km2
20,37 km2
33,09 km2
CBS-Code 0405
Einwohner 73.080 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 1367 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 39′ N, 5° 4′ OKoordinaten: 52° 39′ N, 5° 4′ O
Bedeutender Verkehrsweg A7 E22 N243 N247 N302 N506
Vorwahl 0229
Postleitzahlen 1621–1625, 1627–1628, 1689, 1695, 8896
Website Homepage von Hoorn
LocatieHoorn.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Hoorn (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) (westfriesisch Hoorn) ist eine niederländische Stadt im Osten der Provinz Nordholland, die in der Region Westfriesland liegt. In der Gemeinde wohnen 73.080 Menschen (Stand 31. Januar 2019) auf einer Grundfläche von rund 53 km². Hiervon sind rund 33 km² Wasser. Die Orte Blokker und Zwaag gehören ebenfalls zur Gemeinde.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt auf einer Landzunge am Markermeer. Die zum Stadtgebiet gehörenden Wasserflächen nehmen einen größeren Anteil des Stadtareals ein als die Landfläche.

Hoorn ist ein beliebter Ausflugshafen am Markermeer. Vom Bahnhof Hoorn gibt es Verbindungen nach Amsterdam, Alkmaar und Enkhuizen sowie eine Museumseisenbahn nach Medemblik (Museumstoomtram Hoorn–Medemblik). Im Sommer fahren hier von einer Dampflokomotive gezogene Züge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoorn wurde erstmals im 12. Jahrhundert in Dokumenten genannt. Ältere Namensformen sind Hoern oder Hoirne. Der Namensursprung der Stadt ist nicht eindeutig geklärt: Es gibt mehrere Herleitungen des Namens wie vom Stiefsohn Hornus des Königs Radbod, der hornartigen Form des ersten Hafens der Stadt oder nach einer Aushangtafel mit einem Post-Einhorn(siehe Wappen) an einem Gebäude am Roode Steen im 14. Jahrhundert.

Nach der Gründung der Vereinigten Ostindischen Kompanie im Jahre 1602, die in Hoorn einen ihrer Sitze hatte, wuchs Hoorn zu einer Hafenstadt internationaler Bedeutung heran. Viele Seefahrer und Entdecker kamen aus Hoorn, so zum Beispiel die Holländer Willem Cornelisz Schouten und Jakob Le Maire.

Die frühere Bedeutung der Stadt als Hafenplatz zeigt sich in der Benennung des südlichsten Punktes Südamerikas mit dem Namen Kap Hoorn nach Schoutens Geburtsort.[2]

Als der Handel unter anderem durch die Konkurrenz Amsterdams und Englands zurückging, blieb Hoorn Fischereihafen und Marktstadt von regionaler Bedeutung.

Bauwerke, Kultur, Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat viele historische Baudenkmäler, darunter das Rathaus, den Hoofdtoren (Hauptturm im Hafen), die Stadtwaage von 1609, das Stadttor Oosterpoort (Osttor), einige Kirchen (beispielsweise die Oosterkerk) und viele Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Es gibt mehrere Museen (Museum van de 20e Eeuw (Museum des 20. Jahrhunderts), Westfries Museum[3] (Museum von Westfriesland), Dampfstraßenbahnmuseum[4] sowie das Gefängnis- und Waffenmuseum), das Park-Theater Schouwburg Het Park[5] und eine Statue von Jan Pieterszoon Coen (1587–1629), Generalgouverneur der niederländischen Ostindien-Kompanie.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[6]
 %
20
10
0
12,9
11,0
10,4
10,3
9,1
7,5
7,0
6,8
5,7
19,3
FT
HOP
VOCH
SH
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,5
+2,2
+0,9
+5,4
-5,6
-3,0
-0,4
-1,1
+5,7
-6,8
FT
HOP
VOCH
SH
Sonst.

Die Kommunalwahlen vom 21. März 2018 ergaben folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze[7]
2006 2010 2014 2018
VVD 4 6 4 5
GroenLinks 4 3 3 4
CDA 4 3 3 4
Fractie Tonnaer 5 2 4
PvdA 11 5 5 3
D66 1 3 4 3
HOP 2 2
VOC Hoorn 6 5 3 2
Sociaal Hoorn 2
Hoornse Senioren Partij 2 2 2 2
Hoorn Lokaal 1 1
Hoorns Belang 1 1 2 1
De Realistische Partij 1
ChristenUnie 1
SP 2 4
Hoorn+ 0
Gesamt 33 35 35 35

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 17. Mai 2016 ist Jan Nieuwenburg (PvdA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[8] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Nel Douw-van Dam (Tijdelijke Lijst Socialisten), Ben Tap (D66), Theo van Eijk (CDA), Samir Bashara (GroenLinks) sowie der Gemeindesekretär Frans Mencke.[9]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

– aufsteigend nach Geburtsjahr –

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hoorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 3. April 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hoorn.nl
  3. www.westfriesmuseum.info/de
  4. www.stoomtram.nl
  5. www.hetpark.nl
  6. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018 (Memento des Originals vom 14. Mai 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hoorn.nl, abgerufen am 13. Mai 2018 (niederländisch)
  7. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2006 2010 2014 2018 (Memento des Originals vom 14. Mai 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hoorn.nl, abgerufen am 13. Mai 2018 (niederländisch)
  8. Jan Nieuwenburg nieuwe burgemeester van Hoorn. In: NH Nieuws. 29. März 2016, abgerufen am 13. Mai 2018 (niederländisch).
  9. College van B & W Gemeente Hoorn, abgerufen am 13. Mai 2018 (niederländisch)