Serge Brignoni

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Serge Brignoni (* 12. Oktober 1903 in San Simone di Vacallo oberhalb Chiasso; † 6. Januar 2002 in Zollikofen) war ein Maler, Plastiker und Sammler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren in San Simone di Vacallo oberhalb Chiasso, zogen Brignonis Eltern 1907 nach Bern. Erste künstlerische Ausbildung bei Victor Surbek, anschliessend an der Akademie der bildenden Künste in Berlin-Charlottenburg. Ab 1923 lebt und arbeitete Brignoni in Paris an der Akademie von Andre Lothe. Aufbau einer Sammlung von aussereuropäischer Kunst.

Der Zweite Weltkrieg erzwang einen starken Einbruch in seinem Schaffen. 1940 war Brignoni gezwungen, Paris zu verlassen und wieder nach Bern zurückzukehren; ein grosser Teil seiner in Paris zurückgelassenen Bilder wurde während des Krieges zerstört oder ging verschollen. In Bern, welches der Gegenwartskunst ablehnend gegenüberstand, kämpfte Brignoni mit grossen Problemen, die er mit einer Neuorientierung zu surreal-metaphysischen Kompositionen, die zum Teil auch Landschaftselemente erkennen lassen, überwand.

1985 schenkte Brignoni den Grossteil seiner Sammlung der Stadt Lugano, wodurch das Museo delle culture extraeuropee entstand.

Brignoni ist ein wichtiger Vertreter der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er verstarb im Jahre 2002 in Zollikofen bei Bern.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katalog zur Ausstellung: Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik, Kunsthaus Zürich 1936. *Artisti ticinesi, Serge Brignoni (Bianco e Nero), Lugano 1953.
  • KLS, XX. Jh., Bd. l, 1958-1961, S. 130/131.
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Kunsthalle Bern 1964.
  • Katalog zur Ausstellung: Künstler, Sammler. Werner und Nelly Bär, Serge Brignoni, Emile Chambon, Carl Roesch, Kunsthaus Aarau 1965.
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Kunstmuseum Bern 1969/70.
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Galleria Matasci, Tenero 1979 (mit Text von Serge Brignoni).
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Kunstsammlung der Stadt Thun 1979 (mit Ausstellungsverzeichnis).
  • Katalog zur Ausstellung: Neue Sachlichkeit und Surrealismus in der Schweiz 1915-1940, Kunstmuseum Winterthur 1979.
  • Giuseppe Curonici: Serge Brignoni, Editions Galerie «zem Specht», Basel 1980 (mit Bibliographie und Ausstellungsverzeichnis).
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Kunsthaus Zug 1981. (Texte von John Matheson und Oswald Petersen.) - LzSK, 1981, S. 49.
  • Marcel Joray: Schweizer Maler, Neuchâtel 1982.
  • Irene Meier S. 8., in: Gruppe 33, Editions Galerie «zem Specht», Basel 1983, S.217-225.
  • Annemarie Monteil: Serge Brignoni: Der Wille zur Form, in: Basler Magazin (= Wochenendbeilage der Basler Zeitung), Nr. 22, 3. Juni 1978, S. 9 («Composition, Plage», Farbabb.).
  • Giuseppe Curonici: Serge Brignoni, Basel 1980, S. 102, («Composition sur la plage», Farbabb. 10).
  • Katalog zur Ausstellung: Hans Arp, Serge Brignoni, Hans Schiess, Kurt Seligmann, Jacques Düblin, Kunsthalle Basel 1932, Nr. 45 («Personnes ä la plage»).
  • Katalog zur Ausstellung: Serge Brignoni, Kunsthaus Zug 1981, Nr. 18 («Composition sur la plage»).
  • Steffan Biffiger und Manuela Kahn-Rossi: Serge Brignoni. Maler und Plastiker. Benteli Verlag, Bern 2003 (Monografie in zwei Sprachausgaben: deutsch und italienisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Serge Brignoni. In: Sikart