Otto Charles Bänninger

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Otto Charles Bänninger (* 24. Januar 1897 in Zürich; † 15. Mai 1973 ebenda) war ein Schweizer Steinbildhauer, Bronzeplastiker und Zeichner. Er gehört zu den wichtigsten Bildhauern der Zwischen- und Nachkriegszeit in der Schweiz.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Charles Bänninger absolvierte von 1913 bis 1918 eine Bildhauerlehre bei Franz Wanger in Zürich. 1920 bis 1921 war er an der Académie de la Grande Chaumière in Paris, wo er bei Antoine Bourdelle studierte. 1928 reiste Bänninger nach Florenz, Rom, Neapel und Pompeji, um sich mit der Antike und der Renaissance auseinanderzusetzen. Nach Bourdelles Tod 1929 vollendete Bänninger in den folgenden zwei Jahren einige dessen Werke. Bis 1932 arbeitete er in Paris, dann ging er nach Zürich zurück, wo er bis zu seinem Tod blieb. Allerdings reiste immer wieder für ein paar Monate nach Paris zurück. 1936 wurde Bänninger Mitglied der Pariser Kunstausstellungs-Gesellschaft Société du Salon d’Automne. Von 1929 bis 1951 war Bänninger mit der französischen Bildhauerin Germaine Richier verheiratet, die er in Paris im Atelier Bourdelles als Mitschülerin kennengelernt hatte.

Bänninger arbeitete ausschliesslich figürlich. Im Vordergrund standen Menschenfiguren, das Bildnis und das Pferd. Seine Werke stellte er in Paris am Salon des Tuileries und am Salon d’Automne sowie in Genf, Basel und Zürich aus. Die meisten seiner Skulpturen stehen im Musée des Beaux Arts in Lausanne und im Kunsthaus Zürich.

Zu Bänningers bekanntesten Werken gehören die Samariter-Gruppe beim Zürcher Limmathaus (1931), das Denkmal von Heinrich Bullinger am Grossmünster (1939–1940) oder das Reiterstandbild Henri Guisans in Lausanne-Ouchy (1967). Vor dem Opernhaus Zürich steht seit 1946 die Schreitende. Während der Umgestaltung des Sechseläutenplatzes wurde sie mehrere Jahre in einem Werkhof aufbewahrt. Auffallend ist die golden schimmernde Figur Der Genesende vor dem Zürcher Universitätsspital. Für die Schweizerische Landesausstellung 1939 schuf Bänninger die monumentale Gipsskulptur «Knabe mit Pferd».[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strassenschild

Nach Bänninger ist im Zürcher Quartier Hirslanden der «Otto C. Bänninger-Weg» benannt, wo der Künstler sein Atelier hatte.[4]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charles-Albert Cingria: Otto Charles Bänninger. Graphis, Zürich 1949.
  • Franz Müller: Reiner Statuaire. Otto Charles Bänninger – Porträts und Denkmäler. In: Neue Zürcher Zeitung, 18./19. Januar 1997, S. 68.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto Bänninger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sikart
  2. ETH Zürich
  3. rRtro Seals
  4. alt-Züri