Silopi

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Silopi
Wappen fehlt
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Silopi (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Şırnak
Koordinaten: 37° 15′ N, 42° 28′ OKoordinaten: 37° 14′ 56″ N, 42° 28′ 6″ O
Einwohner: 94.174[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 486
Postleitzahl: 73400
Kfz-Kennzeichen: 73
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 11 Mahalle
Bürgermeister: Adalet Fidan (HDP)
Website:
Landkreis Silopi
Einwohner: 134.754[1] (2018)
Fläche: 831 km²
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Kaymakam: Ali Arıkan
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Silopi ist eine Stadt im gleichnamigen Landkreis der türkischen Provinz Şırnak in Südostanatolien. Die Kreisstadt beherbergt 70 Prozent der Landkreisbevölkerung. Silopi liegt im Süden der Provinz und grenzt an die Länder Syrien (20 km) und Irak (51 km). Der Großteil der Bevölkerung sind Kurden.

50 Kilometer südöstlich der Stadt Silopi befindet sich der Grenzübergang Ibrahim Khalil zum Irak. Der Handel mit Erdöl und Waren der Autonomen Region Kurdistan läuft über diesen Grenzübergang. Die Pipeline Kirkuk-Ceyhan läuft durch Silopi.

Der Landkreis entstand 1960 durch Abspaltung vom Landkreis Cizre und hat neben der Kreisstadt (Merkez) noch drei weitere Gemeinden (Belediye): Başverimli (8.990), Çalışkan (5.181) und Görümlü (5.101 Einw.) sowie 23 Dörfer (Köy, Mehrzahl Köyler), von denen acht über 1.000 Einwohner haben. Çİftlİkköy (3.011) und Bostanci (2.707 Einw.) sind davon die größten. Durchschnittlich leben 926 Menschen in jedem der 23 Dörfer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet stand eine Zeit lang unter der Herrschaft der Fürsten von Botan. Einer der Regenten war Süleyman (kurdische Abkürzung Silo), der das heutige Silopi verwaltete. Die Ebene, in der der Ort lag, wurde daher Silopi (Silos Ebene) genannt.

1991 wurden in Silopi Tausende von kurdischen Flüchtlingen aus Irak, die vor den Truppen von Saddam Hussein geflüchtet sind, aufgenommen und versorgt.[2]

Im Dezember 2015 kam es in und um Silopi zu Kämpfen zwischen der türkischen Armee und Einheiten der PKK.[3] Am 14. Dezember wurde für Silopi eine 24-Stunden Ausgangssperre verhängt.[4] Am 19. Januar 2016 wurde die Ausgangssperre tagsüber von 5:00 bis 18:00 ausgesetzt.[5] Am 5. April 2018 galt die Ausgangssperre noch von 21:30 bis 4:30.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bie den Kommunalwahlen 2014 wurde Emine Esmer von der Barış ve Demokrasi Partisi erneut zur Bürgermeisterin gewählt. Ahmet Toloğ fungierte als Co-Bürgermeister. Am 4. März 2016 wurde Esmer verhaftet.[7] Es wurde ein Zwangsverwalter für Silopi eingesetzt.[8] Am 3. September 2016 wurde Ahmet Toloğ verhaftet. Am 20. Februar wurde Toloğ wieder frei gelassen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkiye Nüfusu İl ve İlçelere Göre Nüfus Bilgileri (Nufusune.com), abgerufen am 23. April 2019
  2. Blaine Harden: TURKEY TO MOVE IRAQI REFUGEES. In: Washington Post. 16. April 1991, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 10. August 2018]).
  3. Luisa Seeling: Vergessene Front. Im Schatten von Syrien-Krieg und IS-Terror flammt im Südosten der Türkei mit voller Wucht der Kampf zwischen Ankara und den Kurden wieder auf. In: Süddeutsche Zeitung, 21. Dezember 2015, S. 7.
  4. Curfew Declared in Şırnak. In: Bianet - Bagimsiz Iletisim Agi. (bianet.org [abgerufen am 10. August 2018]).
  5. Document. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  6. Curfew in Silopi Reduced to Half Day. In: Bianet - Bagimsiz Iletisim Agi. (bianet.org [abgerufen am 10. August 2018]).
  7. Milliyet vom 4. März 2016
  8. HDP: We Will Not Concede to the Trustee Coup on Municipalities. Abgerufen am 10. August 2018.
  9. HDP: Detained Kurdish Co-Mayors. 14. Februar 2018, S. S. 8, abgerufen am 10. August 2018.