Silopi

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Silopi
Wappen fehlt
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Silopi (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Şırnak
Koordinaten: 37° 15′ N, 42° 28′ OKoordinaten: 37° 14′ 56″ N, 42° 28′ 6″ O
Einwohner: 87.839[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 486
Postleitzahl: 73400
Kfz-Kennzeichen: 73
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Emine Esmer & Seyfettin Aydemir (BDP)
Webpräsenz:
Landkreis Silopi
Einwohner: 121.110[1] (2014)
Fläche: 730 km²
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Kaymakam: Ali Arıkan
Webpräsenz (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Silopi ist eine türkische Kreisstadt in der Provinz Şırnak in Südostanatolien. Die Stadt hat 87.839 Einwohner und der Landkreis 121.110 (Stand 2014). Silopi liegt im Süden der Provinz und grenzt an die Länder Syrien (20 km) und Irak (51 km). Der Großteil der Bevölkerung sind Kurden.

50 Kilometer südöstlich der Stadt Silopi befindet sich der Grenzübergang Ibrahim Khalil zum Irak. Der Handel mit Erdöl und Waren der Autonomen Region Kurdistan läuft über diesen Grenzübergang. Die Pipeline Kirkuk-Ceyhan läuft durch Silopi.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet stand eine Zeit lang unter der Herrschaft der Fürsten von Botan. Einer der Regenten war Süleyman (kurdische Abkürzung Silo), der das heutige Silopi verwaltete. Die Ebene, in der der Ort lag, wurde daher Silopi (Silos Ebene) genannt.

1991 wurden in Silopi Tausende von kurdischen Flüchtlingen aus Irak, die vor den Truppen von Saddam Hussein geflüchtet sind, aufgenommen und versorgt.[2]

Im Dezember 2015 kam es in und um Silopi zu Kämpfen zwischen der türkischen Armee und Einheiten der PKK.[3] Am 14. Dezember wurde für Silopi eine 24-Stunden Ausgangssperre verhängt.[4] Am 19. Januar 2016 wurde die Ausgangssperre tagsüber von 5.00 bis 18.00 ausgesetzt.[5] Am 5. April 2018 galt die Ausgangssperre noch von 21.30 bis 4.30.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bie den Kommunalwahlen 2014 wurden Emine Esmer und Ahmet Tolog von der Baris ve Bölgeler Partisi zu Co-Bürgermeistern gewählt. Am 23. Februar 2016 wurde Esmer verhaftet.[7] Es wurde ein Zwangsverwalter für Silopi eingesetzt.[8] Am 3. September 2016 wurde Ahmet Tolog verhaftet. Am 20. Februar wurde Tolog wieder frei gelassen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 14. Juni 2015 im Internet Archive); abgerufen 12. Juni 2015
  2. Blaine Harden: TURKEY TO MOVE IRAQI REFUGEES. In: Washington Post. 16. April 1991, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 10. August 2018]).
  3. Luisa Seeling: Vergessene Front. Im Schatten von Syrien-Krieg und IS-Terror flammt im Südosten der Türkei mit voller Wucht der Kampf zwischen Ankara und den Kurden wieder auf. In: Süddeutsche Zeitung, 21. Dezember 2015, S. 7.
  4. Curfew Declared in Şırnak. In: Bianet - Bagimsiz Iletisim Agi. (bianet.org [abgerufen am 10. August 2018]).
  5. Document. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  6. Curfew in Silopi Reduced to Half Day. In: Bianet - Bagimsiz Iletisim Agi. (bianet.org [abgerufen am 10. August 2018]).
  7. Co-mayor of Silopi taken into custody. In: ANF News. (anfenglish.com [abgerufen am 10. August 2018]).
  8. HDP: We Will Not Concede to the Trustee Coup on Municipalities. Abgerufen am 10. August 2018.
  9. HDP: Detained Kurdish Co-Mayors. 14. Februar 2018, S. S. 8, abgerufen im 10. August 2018.