Sinola

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Filmdaten
Deutscher Titel Sinola
Originaltitel Joe Kidd
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Sturges
Drehbuch Elmore Leonard
Produktion Sidney Beckerman
Robert Daley
Musik Lalo Schifrin
Kamera Bruce Surtees
Schnitt Ferris Webster
Besetzung

Sinola (Originaltitel: Joe Kidd) ist ein US-amerikanischer Western des Regisseurs John Sturges aus dem Jahr 1972.

Handlung[Bearbeiten]

Ende des 19. Jahrhunderts in der US-amerikanischen Kleinstadt Sinola in New Mexico steht der Pferdezüchter Joe Kidd wegen Wilderei vor Gericht. Am selben Tag sollen die Landansprüche der mexikanischen Kleinbauern verhandelt werden, deren Besitzurkunden bei einem Brand vernichtet worden sind. Während Joe Kidd vor dem Richter steht, stürmt der politische Aktivist Luis Chama mit einer Gruppe von mexikanisch-amerikanischen Bauern den Gerichtssaal. Chama verkündet einen Aufstand der Bauern gegen die Großgrundbesitzer und den geplanten Eisenbahnbau. Kidd kann eine geplante Geiselnahme des Richters verhindern, wandert dann jedoch wieder zurück in seine Zelle. Chama flieht mit seinen Gefolgsleuten derweil in die Berge. Die Verfolgung durch Bob Mitchell, den Sheriff von Sinola, wird ergebnislos abgebrochen, woraufhin ein Kopfgeld auf Chama ausgesetzt wird. Kurz darauf tauchen Kopfgeldjäger in der Kleinstadt auf.

Der Großgrundbesitzer Frank Harlan tritt an den noch in seiner Zelle sitzenden Joe Kidd heran. Er hat eine Gruppe von Kopfgeldjägern um sich geschart, um Chama zu jagen, benötigt jedoch Kidd als Führer, da sich dieser in den Bergen auskennt. Harlan geht es nicht um die Durchsetzung des Rechtes, sondern um die Beseitigung Chamas, da er einen großen Teil seines Landes verlieren würde, wenn die Landansprüche der Kleinbauern tatsächlich durchgesetzt würden. Harlan zahlt die Kaution für Kidd, dieser lehnt eine Teilnahme an der Suche nach Chama jedoch ab und reitet zurück auf seine Ranch. Diese wurde zwischenzeitlich überfallen und seine Pferde von Chama gestohlen. Daraufhin schließt sich Kidd doch Harlan und dessen Männern an.

Als Harlan mehrere Mexikaner erschießt wird Kidd klar, worum es diesem wirklich geht. Während ihrer Suche treffen sie auf die Frau von Chama, Helen Sanchez. Sie nehmen sie mit und Kidd verliebt sich in der Folge in sie. Als sie das mexikanische Bergdorf erreichen in dem sie Chama vermuten, werden sie von den umliegenden Bergen aus beschossen. Harlan lässt daraufhin die Dorfbewohner in die Kirche zusammentreiben und stellt Chama ein Ultimatum. Falls er sich nicht bis zum Morgengrauen ergibt, werden die Geiseln erschossen. Auch Kidd, der sich gegen Harlan gestellt hat, wird in der Kirche gefangen gehalten. Als es ihm gelingt an eine Waffe zu kommen, tötet er seine Bewacher und flieht mit Helen Sanchez in die Berge. Er findet Chama schließlich und versucht diesen zu überreden, sich dem Sheriff zu stellen und die Landansprüche vom Richter klären zu lassen. Dies gelingt ihm schließlich durch Mithilfe von Helen und von Waffengewalt. Kidd lässt Harlan wissen, dass Chama auf dem Weg nach Sinola ist, woraufhin dieser mit seinen Männern das Bergdorf verlässt und die Geiseln gerettet sind.

Harlan gelingt es, den Zug nach Sinola anzuhalten, wodurch er als erster die Stadt erreicht. Als Kidd und Chama versuchen zum Gericht von Sinola vorzudringen, werden sie von den Kopfgeldjägern beschossen. Um trotzdem in die Stadt zu gelangen, fährt Kidd den Eisenbahnzug direkt in den Saloon der Stadt hinein. Es kommt zu einem Feuergefecht, bei dem Kidd zunächst die Gefolgsleute Harlans und zuletzt diesen selbst tötet. Chama ergibt sich dem Sheriff und Joe Kidd packt seine Sachen und verlässt Sinola mit Helen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch schrieb Elmore Leonard, der zuvor bereits Vorlagen zu den Western Um Kopf und Kragen, Zähl bis drei und bete, Man nannte ihn Hombre und Valdez verfasst hatte und dessen Bücher später unter anderem in Schnappt Shorty, Jackie Brown und Out of Sight verfilmt wurden. Sinola war der vorletzte Western von Regisseur John Sturges, der mit Die glorreichen Sieben 1960 einen Westernklassiker geschaffen hatte. Die Musik wurde von Lalo Schifrin komponiert, der vor allem durch seine Titelmusik zu Mission Impossible bekannt ist.

Kritik[Bearbeiten]

„John Sturges (…) has made infinitely better films than this one. (…) The photography is undeniably beautiful, but there comes a point when we’ve had too many mountains and too little plot.“

„John Sturges (…) hat unendlich bessere Filme als diesen gemacht. (…) Die Aufnahmen sind unbestreitbar schön, aber es kommt der Punkt, an dem wir zu viele Berge und zu wenig Handlung haben.“

Roger Ebert[1]

„Spätwestern von Hollywoodroutinier Sturges, der seinem Hauptdarsteller Clint Eastwood ausgiebig Gelegenheit zur Imagepflege gibt: Die Figur des einsamen Rächers ist eine veredelte Django-Variante. In seiner teilweise recht zynischen Glorifizierung von Faustrecht und Selbstjustiz gibt sich der gut gestaltete Film sichtlich Mühe, mit den Vorgaben des Italowesterns Schritt zu halten.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik (englisch)
  2. Sinola im Lexikon des internationalen Films