Der letzte Zug von Gun Hill

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Filmdaten
Deutscher Titel Der letzte Zug von Gun Hill
Originaltitel Last Train from Gun Hill
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1959
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Sturges
Drehbuch James Poe
Produktion Hal B. Wallis für Paramount
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Charles Lang
Schnitt Warren Low
Besetzung

Der letzte Zug von Gun Hill ist ein Western von John Sturges aus dem Jahr 1959 mit Kirk Douglas und Anthony Quinn in den Hauptrollen. Er basiert auf der Erzählung Showdown von Les Crutchfield. Deutschland-Premiere hatte der Filmklassiker am 19. Februar 1960.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matt Morgan ist US-Marshal in einer kleinen Stadt und mit einer Indianerin verheiratet, mit der er einen Sohn hat, den neunjährigen Petey. Mutter und Sohn werden eines Tages von zwei übermütigen Cowboys überfallen. Petey kann mit einem Pferd der Männer zu seinem Vater fliehen. Als der am Tatort eintrifft, ist seine Frau bereits tot; zudem wurde sie vergewaltigt. Es gibt zwei Hinweise: Petey hat beobachtet, dass einer der Täter von der Mutter mit der Peitsche im Gesicht schwer verletzt wurde, und das von Petey genommene Pferd trägt einen seltenen, kostbaren Sattel mit den Initialen CB. Morgan weiß, wem der Sattel gehört: seinem alten Freund Craig Belden, mit dem er einst zusammengearbeitet hat.

Matt macht sich mit dem Zug auf den Weg nach Gun Hill, wo Belden ein reicher und mächtiger Rancher ist. Er bringt Belden den Sattel zurück und konfrontiert ihn mit dem Geschehenen. Der entsetzte Belden muss erkennen, dass sein Sohn Rick beteiligt war, denn er trägt eine tiefe Narbe im Gesicht. Der andere Verdächtige ist demnach dessen Freund Lee Smithers.

Für Belden ist die Freundschaft zu Matt Morgan beendet; denn obwohl er die Tat verabscheut, will er nicht zulassen, dass der Marshal seinen einzigen Sohn mitnehmen und vor Gericht stellen will. Morgan indes ist entschlossen, mit dem letzten Zug und mit Rick Gun Hill zu verlassen. Er kehrt in die Stadt zurück, kann Rick dort durch einen Glücksfall festnehmen und verschanzt sich mit ihm in einem Hotelzimmer. Belden ist mit seinen Männern Morgan hinterhergeritten, um Rick zu befreien. Es kommt zu Schusswechseln, bei denen Morgan einige Männer von Belden tötet.

Auf Unterstützung kann Morgan in Gun Hill nicht zählen, da alle, den Sheriff eingeschlossen, unter Beldens Macht stehen. Nur dessen frühere Geliebte Linda, die mit Morgan zusammen mit dem Zug in Gun Hill eingetroffen ist und ihn insgeheim bewundert, ist von Ricks Tat so angewidert, dass sie Morgan hilft, indem sie ein Gewehr in sein Hotelzimmer schmuggelt.

Kurz vor dem Abfahrtstermin des Zuges setzt der betrunkene Lee das Hotel in Brand, um Morgan herauszuzwingen, doch dieser kann das Gebäude unbeschadet mit seinem Gefangenen verlassen. Morgan sichert sich seinen Weg zum Bahnhof, indem er Rick als Geisel benutzt. Belden muss seine Männer daher zurückhalten. Als der Zug einfährt, versucht Lee, seinen Freund Rick zu befreien. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Morgan Lee erschießt und auch Rick erschossen wird. Belden fordert Morgan daraufhin zum Duell und wird auch tödlich getroffen. Mit seinen letzten Worten fordert er Morgan auf, aus seinem Sohn Petey einen richtigen Mann zu machen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Hervorragend gespielter und inszenierter Star-Western mit beachtlicher Spannung, dessen wirkungsvolle Inszenierung besticht.“

„Spannender Edelwestern, für Erwachsene sehenswert.“

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedreht wurde der Film in Vistavision und Technicolor und nahezu dem gleichen technischen Stab, mit dem Wallis und Sturges ein Jahr zuvor den Western Zwei rechnen ab hergestellt hatten.
  • Drehort für die Außenaufnahmen war Tucson, Arizona.
  • Drehbuchautor Poe gewann 1957 einen Oscar für In 80 Tagen um die Welt; Kameramann Lang war schon 1934 für In einem andern Land ausgezeichnet worden, Art Director Hal Pereira 1956 für Die tätowierte Rose, sein Kollege Walter H. Tyler 1951 für Samson und Delilah. Set-Dekorateur Sam Comer kam sogar mit vier Statuetten ans Set (1946, zweimal 1951, 1956).
  • Mit bereits drei Oscars war Komponist Tiomkin erschienen: 1953 wurde er zweimal geehrt (für die beste Musik und den besten Song), 1955 einmal; ein weiterer Oscar kam 1959 hinzu. Set-Dekorateur Ray Moyer gewann 1951 zwei Oscars, ein weiterer folgte 1964.
  • Für die Kostüme war die achtfach oscarprämierte Edith Head zuständig, für die Spezialeffekte Farciot Edouart, der zwei Oscars gewann und mit sieben Spezial- und Ehren-Oscars geehrt wurde. Edouarts Kollege John P. Fulton konnte ebenfalls drei Oscars gewinnen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Quinn war 1960 als Top Action Performer für den Golden Laurel nominiert. Er belegte den vierten Platz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der letzte Zug von Gun Hill. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. München, Kritik Nr. 161/1960