Marihuana

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Marihuana (Begriffsklärung) aufgeführt.
Marihuana
6 Gramm Marihuana der Sorte Skunk
In voller Blüte geerntete weibliche Hanfpflanzen zum Trocknen aufgehängt
Marihuana verkauft als Arzneimittel

Das Marihuana (umgangssprachlich auch Gras, Weed, Ganja, in bestimmten Fällen auch Sinsemilla) sind die getrockneten, meist zerkleinerten harzhaltigen Blüten und die blütennahen, kleinen Blätter der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis).[1][2]

Verwendung

Hauptartikel: Hanf als Rauschmittel
Hauptartikel: Hanf als Arzneimittel

Marihuana, dessen Bestandteil mit berauschender Wirkung hauptsächlich auf den psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) zurück zu führen ist, wird als Rauschmittel und als Arzneimittel genutzt. Es wird meist nach unvollständiger Verbrennung oder Vaporisierung inhaliert, selten auch oral aufgenommen.[3]

Begriffe

Das Wort marihuana, teilweise auch mariguana geschrieben, stammt aus dem mexikanischen Spanisch. Die weitere Herleitung ist ungewiss, möglicherweise stammt das Wort aus einer Indianersprache. Die häufig kolportierte Herleitung vom spanischen Vornamen María Juana („Mary Jane“) ist eine irrige Volksetymologie, die nach der Entlehnung des Wortes ins Englische wohl in den USA aufkam. So erklärt sich auch die Schreibvariante marijuana, die erst im englischen Sprachraum entstand und im spanischen nur selten anzutreffen ist.[4] Oft wird Marihuana auch mit dem Anglizismus „Mary Jane“ bezeichnet. Der Blütenstand der weiblichen Hanfpflanze ist traubenförmig. Gras ist eine der geläufigsten umgangssprachlichen Bezeichnungen für Marihuana. Weed ist ein auch in deutschsprachigen Ländern benutzter Begriff. In Jamaika und der restlichen Karibik wird Marihuana nach der aus der Sprache Sanskrit stammenden Bezeichnung für Hanf auf Hindi und Urdu[5] auch als Ganja bezeichnet.[6] Sinsemilla, fälschlicherweise auch Sensimilla (span. sin semilla ‚ohne Samen‘), besteht ausschließlich aus weiblichen, unbestäubten Blütenständen, die keine Samen enthalten. Sinsemilla gewinnt man, indem die männlichen Pflanzen entfernt werden, sobald das Geschlecht erkennbar ist. Man kann dafür aber auch Stecklinge einer weiblichen Mutterpflanze heranziehen.

Umgangssprachlich ist oft auch fälschlicherweise die gesamte Hanfpflanze gemeint, wenn von Marihuana die Rede ist. Ebenso werden Hasch, Haschisch, Marihuana und Cannabis oft fälschlicherweise synonym verwendet. Cannabis ist der lateinische Name der Gattung Hanf.

Rechtliche Situation

Hauptartikel: Rechtliche Aspekte von Hanf

Der Besitz, Handel und Konsum von Marihuana und anderen Cannabisprodukten wie Haschisch und Haschöl ist in den meisten Ländern verboten.

Literatur

  • Hainer Hai: Das Definitive Deutsche Hanf Handbuch. Der Grüne Zweig ISBN 3-922708-73-0, S. 143–144
  • Sinsemilla – Königin des Cannabis. Raymond Martin Verlag, Markt Erlbach, 1995. ISBN 3-88631-219-4

Weblinks

 Commons: Marihuana – Bilder und Mediendateien
 Wiktionary: Marihuana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. A. Thierbach: Lexikon der Notfallmedizin. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-56305-8, S. 287.
  2. Dudenredaktion: Duden - Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. Bibliographisches Institut GmbH, 2014, ISBN 978-3-411-90267-5, S. 484 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Hans-Dieter Klimm: Allgemeinmedizin. Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 978-3-13-155424-6, S. 86.
  4. Dudenredaktion: Das Herkunftswörterbuch: Etymologie der deutschen Sprache. Bibliographisches Institut, S. l. 2015, ISBN 978-3-411-90539-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ganja. In: merriam-webster.com. Merriam-Webster, abgerufen am 16. November 2013 (englisch).
  6. Report of the National Commission on Ganja (Jamaika). In: cannabislegal.de. Verein für Drogenpolitik, abgerufen am 4. August 2016 (englisch).
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