Sintmannsbuch

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Sintmannsbuch
Gemeinde Gerhardshofen
Koordinaten: 49° 36′ 17″ N, 10° 45′ 17″ O
Höhe: 347 m ü. NHN
Einwohner: (7. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 91466
Vorwahl: 09163

Sintmannsbuch (umgangssprachlich: „Simersbuch“[2]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einöde liegt inmitten der Seebachweiher, die den Seebach speisen, der ein linker Zufluss der Regnitz ist. Im Norden gibt es einen Modellflugplatz. Noch weiter nördlich liegt das Waldgebiet Sixtenhaid. Ca. 0,5 km südöstlich erhebt sich der Wolfberg (355 m ü. NHN) inmitten des Waldgebietes Langenlohe. Im Südwesten grenzt das Langholz an.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 1348 als „Sigmanspuech“ erstmals urkundlich erwähnt,[4] 1506 als „Simerspuch“. Zu dieser Zeit gehört die Mehrzahl der Anwesen der Dompropstei Bamberg, die Reichsstadt Nürnberg war dort auch begütert.[2]

Im 17. Jahrhundert ließ sich eine Familie aus Siebenbürgen in Sintmansbuch nieder.[5] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Sintmannsbuch 3 Haushalte. Das Hochgericht übte das Amt Büchenbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das Centamt Herzogenaurach des Hochstifts Bamberg auszuliefern.[6] Das Hochgericht wurde vom brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach teilweise angefochten.[7] Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Büchenbach inne. Alle Anwesen hatten das Amt Büchenbach als Grundherrn.[6]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Sintmannsbuch dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Weisendorf zugeordnet, ab 1813 gehörte es dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Birnbaum an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es der neu gebildeten Ruralgemeinde Kästel zugewiesen.[8] Am 1. Juli 1971 wurde Sintmannsbuch im Zuge der Gebietsreform nach Gerhardshofen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002016
Einwohner 6 36 20 25 35 21 8 15 16 6 11 9
Häuser[9] 1 4 5 4 1 2 2 2
Quelle [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die Bewohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach Weisendorf gepfarrt,[6] spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind sie nach St. Peter (Gerhardshofen) gepfarrt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße unmittelbar östlich von Emelsdorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohnerzahlen auf der Website gerhardshofen.de
  2. a b Ortsteile auf der Website gerhardshofen.de
  3. Sintmannsbuch im BayernAtlas
  4. H. Sponholz (Hrsg.), S. 104.
  5. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978.) S. 269.
  6. a b c H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 84.
  7. H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 131.
  8. H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 186f.
  9. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 86 (Digitalisat).
  11. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 199 (Digitalisat).
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1056, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1222, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1156 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1228 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1266 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1098 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 805 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 339 (Digitalisat).