Zivilschutzsignale

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Schweizer Zivilschutzsignal: Sirene Ergatec APEX mit Polyalert Steuer­einheit, in Bedretto, Kanton Tessin

Zivilschutzsignale sind Signale, die möglichst schnell eine große Anzahl an Personen auf akute Gefahren aufmerksam machen sollen. Es kann sich im weiteren Sinne um Warnungen, Alarme oder Entwarnungen bei Gefährdung handeln.

Mit einem Zivilschutz-Probealarm wird die Funktionsfähigkeit des Alarmierungssystems getestet.

Aufgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Bevölkerung schnell zu warnen und somit Schaden für Leib und Leben abzuwenden sind Signalschutzsignale ein Teil der erweiterten öffentlichen Daseinsvorsorge. Warnmöglichkeiten sind sowohl für zivile Großschadensfälle (Naturkatastrophen wie Hochwasser, Störfälle wie Chemie- oder Reaktorunfälle, ABC-Alarm) als auch für militärische Fälle (Angriff auf einen Staat) wichtig.

Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland werden verschiedene Möglichkeiten genutzt, um Zivilschutzsignale (insbesondere Katastrophenwarnungen) zu verbreiten.

Dabei unterscheiden sich die Möglichkeiten für großflächige Katastrophenwarnungen im deutschen Bundesgebiet durch ihre Geschwindigkeit, dem erreichbaren Bevölkerungsumfang, der Ausfallsicherung und den fixen und variablen Kosten. Besondere Aufmerksamkeit liegt allerdings auf dem „Weckeffekt“, also der Möglichkeit, die Bevölkerung auf bestimmte Medien und deren Mitteilungen aufmerksam zu machen. Eine automatisierte und personenunabhängige Aktivierung im Katastrophenfall wird seit dem Aufbau des Zivilschutzes in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg favorisiert.

Mechanische Sirene
Sirenen
Ein flächendeckendes, zentral gesteuertes Sirenennetz ist in Deutschland nicht mehr vorhanden. In Westdeutschland wurde das Sirenennetz in den 1950ern aufgebaut, jedoch stellte der Bund in den 1990er Jahren die Finanzierung ein und gab die Sirenen in kommunale Verantwortung. Vielerorts wurden daraufhin die Sirenen abgebaut. Eine zentrale fernauslösende Stelle für die verbliebenen Sirenen auf öffentlichen Gebäuden gibt es in Deutschland nicht.
Dieses Sirenennetz bot eine einfache und kostengünstige Möglichkeit die Bevölkerung zu warnen. Dabei kann eine Alarmierung über Sirenensignale in der Regel rascher erfolgen, als eine Warnung über Rundfunk, Fernsehen oder online-Medien. Dabei lassen sich Sirenenalarmierungen örtlich besser eingrenzen und erreichen auch Personen, die gerade keine Medien empfangen (Weckfunktion). Bei Funkübertragungen der Sirenenauslösung sind auch Netzausfälle ein Problem und wurden teilweise mit Notstromversorgungen (Akkumulatoren) aufgefangen.
Radio und Fernsehen
Bereits angeschlossen an das deutsche modulare Warnsystem (kurz MoWaS, ehemals SatWaS) sind eine Vielzahl der TV- und Radiosender (auch in Verbindung mit RDS und DAB)[1] und einige Internetanbieter, die entsprechend aktuelle Warnungen verbreiten können. Der Weckeffekt fehlt allerdings. Bei Stromausfällen sind Rundfunkdurchsagen faktisch nutzlos, da die wenigsten Haushalte mit netzunabhängigen Empfangsgeräten ausgerüstet sind (von batteriebetriebenen Empfängern wie Autoradios etc. abgesehen). Auch gibt es senderseitig keine Notinfrastruktur und die Sender fallen bei Stromausfall ebenfalls aus. Während des Hochwassers 2021 war das WDR-Studio im stark betroffenen Wuppertal wegen Stromausfalls nicht sendefähig.
Lautsprecherwagen
In einigen Städten wurden Lautsprecherwagen angeschafft, die die Bevölkerung im Ernstfall warnen und informieren sollen. Ein flächendeckende Ausstattung gibt es jedoch nicht. Diese kamen etwa in Bayern im Rahmen der COVID-19-Pandemie in Deutschland zum Einsatz.
Massen-Kurznachrichten
Eine Alarmierung mittels SMS ist in Deutschland wegen mangelnder Kapazitäten nicht möglich. Tests in Deutschland hatten ergeben, dass es bis zu 24 Stunden dauerte, 50.000 Einwohner einer Stadt per SMS zu warnen. Eine Lösung wäre jedoch das Verwenden des Cell Broadcast des GSM-Netzes oder des Service Area Broadcast von UMTS. Hiermit ließen sich 80 % der Bevölkerung kostengünstig, schnell und ortsbezogen vor Gefahren warnen.
Warn-Apps
Mehrere deutsche Behörden betreiben unterschiedliche WarnApps zur Warnung vor verschiedenen Schadensfällen:
  • Als erste bundesweite Warn-App ist seit 2012 ist die Smartphone-App KATWARN erhältlich, welche vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme und den öffentlichen Versicherern entwickelt worden ist. KATWARN bezieht seine Informationen sowohl von den Katastrophenschutzstäben der angeschlossenen Städte, Landkreise und Stadtstaaten als auch vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Darüber hinaus verbreitet KATWARN die Warnungen des modularen Warnsystems des Bundes und wird auch in Österreich eingesetzt.[2] Mit sogenannten Themen-Abonnements besteht die Möglichkeit, aktuelle Informationen zu ausgewählten Anlässen (bspw. Produktrückrufe, Großveranstaltungen) zu erhalten.[3]
  • 2015 erschien mit BIWAPP (kurz für „Bürger Info- & Warn-App“) eine regionale Warn- und Informations-App, über die angeschlossene Katastrophenschutzbehörden, Kommunen und kreisfreie Städte sowie deren Leitstellen direkt Meldungen und Katastrophenwarnungen versenden und das mit dem Deutschen Wetterdienst und dem modularen Warnsystems des Bundes kooperiert.[4] Über BIWAPP werden auch Informationen über häufiger auftretende Besonderheiten (bspw. Großfeuer, Straßensperrungen oder Schulausfall) verbreitet.
  • Seit Juni 2015 bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Warn-App mit dem Namen NINA (kurz für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“) an, welches Warnungen im Bereich des Bevölkerungsschutzes sowohl vom sogenannten Modularen Warnsystem (MoWaS), aus den Warnsystemen BIWAPP und KATWARN als auch vom Deutschen Wetterdienst sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bezieht. Zudem werden konkrete Handlungsempfehlungen bei Eintreten einer Gefahr und Ratschläge zur Vorbereitung auf Gefahrenlagen gegeben.[5]
Sowohl KATWARN als auch BIWAPP und NINA zeigen dem Nutzer standortbezogene Warnmeldungen an. Dieser kann hierbei verschiedene feste Standorte, für die er Warnungen empfangen möchte, angeben oder seinen aktuellen Standort mitteilen. Neben standort- sind auch anlassbezogene Warnungen und Kombinationen beider möglich.
KATWARN geriet 2016 in die Kritik, als die App während des Anschlags in München 2016 wegen Überlastung nicht richtig funktionierte. Daraufhin kündigten die Entwickler an, die Serverkapazitäten verdoppeln zu wollen.[6]
Beim bundesweiten Alarmtag im September 2020 erreichte der Probealarm über die Warnapps KATWARN und NINA die meisten Nutzer erst mit über 30-minütiger Verspätung, häufig ohne Push-Mitteilung. Das BBK räumte technische Pannen ein.[7]
Screenshot von PegelAlarm App für Android
Daneben gibt es weitere Warn-Apps speziell für Unwetter:
  • Die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes meldet Unwetter aller Art.
  • Speziell für Hochwasser wurde 2015 die PegelAlarm-App eingeführt. Sie sammelt und vereinheitlicht Gewässerdaten wie Wasserstand und Abfluss aus Deutschland, aber auch Österreich, Schweiz, Südtirol, Slowakei, Großbritannien, Irland, Slowenien und seit 2019 auch USA. Die Warnung kann dabei vom Benutzer individuell auf einen festlegbaren Wasserstandsgrenzwert eingestellt werden.[8] Wird dieser Wert erreicht oder überschritten, erfolgen Warnsignale. Die Entwicklung und der Betrieb werden durch das österreichische Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

Historische und nicht angewendete Zivilschutzsignale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitzeichensender DCF77
2003 gab es einen kurzlebigen Versuch der damaligen Zentralstelle für Zivilschutz, im Bedarfsfall ein Warnsignal über den deutschen Zeitzeichensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main auszustrahlen.[9] Vom 13. Oktober bis zum 10. Dezember 2003 wurden 39 Alarme innerhalb eines Tests mit 1.000 landesweit verteilten Empfängern gesendet.[10] 2007 wurde das Deutsche Institut für Normierung beauftragt gemeinsam mit der Industrie einen Normentwurf „Bevölkerungswarnung durch Funkalarm mittels DCF77“ zu erstellen.[11] Das Projekt wurde nicht weiter verfolgt.
Festnetz-Telefon
Eine große Reichweite kann über eine Alarmierung mit großem Informationsgehalt kann mittels automatisierter Anrufe erreicht werden. Hierfür gibt es keine Infrastruktur in Deutschland. Eine Installationen von Alarmrechnern in den Vermittlungsstellen wäre für diesen Alarmierungsweg notwendig. Allerdings nimmt die Zahl der Festnetzanschlüsse ab. Die meisten Festnetzanschlüsse laufen mittlerweile über VoIP und funktionieren ohne Netzspannung nicht mehr.

Gleiches gilt für die mittlerweile üblichen DECT-Schnurlostelefone (die Basisstationen benötigen Netzspannung) auf der Privatseite wie die auch auf Netzspannung angewiesenen DSLAMs auf der Straße.

Mobilfunk
Die Technik der drei Mobilfunk-Netzbetreiber (Telekom, O2 und E-Plus) hat nicht die Kapazität für Massenalarmierungen. Die Sender (Funkzellen) verfügen über keine Notstromversorgung und gehen beim Stromausfall vom Netz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sirenenanhänger (SLEA) des Zivilschutzes, Deutschland, ca. 1950

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden Sirenen ausschließlich zum Geben von Fliegeralarm genutzt. Das Signal bestand zunächst aus einem zweiminütigen Heulton, der später auf eine Minute verkürzt und durch einen Voralarm ergänzt wurde.[12]

Anfang der 1950er Jahre bemühte man sich, den Zivil- und Katastrophenschutz neu zu organisieren. Dazu gehörte auch der Aufbau von Warnämtern in der Bundesrepublik sowie der Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Alarmierungssystems, um vor Katastrophen zu warnen. Die Möglichkeit der flächendeckenden Warnung und Alarmierung erreichte man mit der Installation von Sirenen.[13] Dazu zählten unter anderem das elektromechanische Sirenenmodell Einheitssirene 1957 (E57), aber auch sogenannte pneumatische Hochleistungssirenen, die in größeren Städten wie beispielsweise in Saarbrücken oder Kassel aufgestellt wurden.

Bis zum Ende des Kalten Krieges wurden (auf westdeutschem Gebiet) die Sirenen zweimal jährlich bei einem Probealarm getestet. Dieser fand jeweils an einem Mittwoch im März und September gegen 10 Uhr statt. Dabei wurde zuerst ein einminütiger Dauerton, danach Luftalarm oder ABC-Alarm und schließlich noch einmal ein Dauerton ausgelöst.

In der DDR wurden Sirenen jeden Mittwoch um 13 Uhr getestet sowie bei Feueralarm verwendet. Die Sirenensignale waren in allen Schulen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen auf Schautafeln dargestellt. Die Standard-Motorsirene der DDR war das Modell VEM DS977.

Sirenenrückbau 1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung bestanden zwei getrennte Sirenenwarnnetze in den alten und neuen Bundesländern, die ab 1993 aus Kostengründen stark ausgedünnt wurden. Von 80.000 Sirenen wurden letztlich 40.000 abgebaut und die Warnämter des Zivilschutz-Warndienstes aufgelöst. Begründet wurde der Abbau mit der veränderten Sicherheitslage durch das Ende des Kalten Krieges.[14] Die Städte übernahmen teilweise die Sirenen vom Bund und mussten seitdem den Unterhalt der Sirenen selbst tragen. Mancherorts wurden Sirenen zum Gebrauch für die Feuerwehr-Alarmierung belassen. Seitdem gibt es kein flächendeckendes System zur Alarmierung der Bevölkerung mit Weckfunktion mehr.

Sirenen (Stand 2021)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland verfügt über kein flächendeckendes Sirenennetz. Städte und Kommunen betreiben uneinheitlich Sirenen; die Alarmierungswege sind regional unterschiedlich. Es gibt auf Bundes-, Länder- und Kreisebene keine zentrale Stelle, die Sirenen auslösen kann. Dazu schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK):

„Sirenensignale sind deutschlandweit nicht einheitlich geregelt. Dies kann in der Bevölkerung zu Verwirrung führen. Ein Sirenensignal kann somit von Kommune A zur Warnung genutzt werden, während Kommune B das gleiche Signal zur Entwarnung verwendet.[15]

Gemäß einer Abfrage des BBK konnten 2015 bundesweit ca. 15.000 Sirenen einen 1-minütigen Heulton zur Warnung der Bevölkerung wiedergeben.[14] Über ihre Ausfallsicherheit (Notstrombetrieb) gibt es keine Daten. Das Vorhandensein von Sirenen ist je nach Landkreis bzw. Gemeinde sehr unterschiedlich. In einigen Städten und Kreisen wurden die stationären Sirenennetze in den 1990er Jahren in kommunale Verwaltung überführt und bestehen bis heute, wenn auch teils ausgedünnt. Manchmal sind die Sirenen jedoch nur zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr vorgesehen und werden nicht mehr zur Warnung der Bevölkerung verwendet. Die verwendeten stationären Sirenentypen setzen sich aus elektromechanischen Motorsirenen, wenigen noch vorhandenen pneumatischen Hochleistungssirenen und elektronischen Lautsprechersirenen zusammen.

Zu den Städten, die noch oder wieder über ein intaktes Sirenennetz verfügen, gehören unter anderem Aachen, Augsburg, Bonn, Darmstadt, Dresden,[16] Duisburg, Düsseldorf, Erlangen, Hagen, Hamm,[17] Karlsruhe, Kassel,[18] Köln, Krefeld, Mannheim,[19] Mainz, Moers, Mönchengladbach,[20] Norderstedt, Pforzheim, Solingen, Saarbrücken, Wiesbaden und Wuppertal. Die Hansestadt Hamburg verfügt über ein Sirenennetz speziell zur Warnung vor Sturmfluten.[21] In den einzelnen Landkreisen ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Zum Beispiel gibt es im Kreis Steinfurt nach wie vor ein zusammenhängendes Sirenennetz sowie auch ein mobiles System,[22] das jeweils einmal im Monat getestet wird. Im Saarland existieren in vielen Gemeinden Sirenen, die vor allem der Alarmierung der Feuerwehr dienen. In Bayern sind in einem Umkreis von 25 Kilometern um alle Kernkraftwerke in allen Orten Sirenenwarnanlagen installiert, um in einem ernsten Störfall die Bevölkerung zu alarmieren. Sie werden mindestens zweimal im Jahr getestet.

In anderen Kreisen und Städten wurden wiederum alle Sirenen abgebaut. Meist erfolgte der Rückbau oder die Stilllegung des jeweiligen Netzes schon in den 1990er Jahren. Es sind jedoch auch jüngere Beispiele bekannt; so erfolgte der Abbau des stationären Sirenennetzes in Braunschweig um das Jahr 2010.[23] Teilweise werden Sirenen auch nach Defekten außer Betrieb genommen oder nach Umbauten an den Gebäudestandorten nicht ersetzt. Ausschlaggebend für den Verzicht auf Sirenen sind vor allem die laufenden Kosten für Betrieb und Wartung.

Inzwischen installieren viele Kommunen wie z. B. die Kreise Recklinghausen[24], Minden-Lübbecke[25] und die Städte Dortmund,[26] Münster[27] und Osnabrück[28] wieder ein Sirenensystem, um die Bürgerinnen und Bürger im Gefahrengebiet zuverlässig mit einer Warnung zu erreichen. Beim Neuaufbau oder dem Austausch von Sirenen werden in den meisten Fällen elektronische Sirenen installiert. Diese sind aufgrund der fehlenden mechanischen Teile wartungsärmer und können „still“ auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Außerdem kann bei ihnen bei Bedarf die Schallausbreitung in eine Richtung gelenkt werden. Ihre Leistung kann modular gewählt werden und sie können, sofern die entsprechende Übertragungstechnik verbaut ist, Sprachdurchsagen wiedergeben. Die in Deutschland installierten elektronischen Sirenen haben überwiegend Leistungen von 300 bis 3.600 Watt.

Funktionstests der Sirenen werden von den Städten und Gemeinden unterschiedlich gehandhabt, beispielsweise wird in Düsseldorf einmal jährlich getestet, in Dresden am zweiten Mittwoch eines jeden Quartals.[29] Mechanische Sirenen müssen dabei grundsätzlich häufiger getestet werden als elektronische Sirenen, um Beeinträchtigungen wie Festrosten und dem Einnisten von Vögeln vorzubeugen. Aus diesem Grunde findet in einigen Kommunen bis heute jede Woche ein Sirenentest statt.

Bundesweiter Warntag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. September 2020 wurde – erstmals nach der Wiedervereinigung – wieder ein bundesweiter Probealarm durchgeführt. Der Warntag wurde allerdings von einer technischen Panne überschattet. Die für 11:00 Uhr vorgesehene Warnmeldung wurde bei den ersten Nutzern erst rund eine halbe Stunde später über die offiziellen Warn-Apps wie z. B. NINA oder KATWARN ausgespielt – bei anderen Nutzern gar nicht. Zudem wurden keine Push-Benachrichtigungen versendet. Das BBK nannte als Grund für die verzögerten Warnungen eine teilweise Überlastung des modularen Warnsystems.[30][31] Weitere Medien verbreiteten die Warnmeldung online auf ihren Webseiten. In einer Stellungnahme des Bundesinnenministeriums wurde die Aktion als „Fehlschlag“ aufgrund eines „technischen Problems“ bewertet.[32]

Am 30. Juni 2021 haben sich die Innenminister von Bund und Ländern darauf verständigt, den ursprünglich für September 2021 geplanten Warntag ausfallen zu lassen. Zur Begründung wurde mitgeteilt, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) baue derzeit eine „umfassende Testlandschaft auf“. Diese werde im ersten Quartal 2022 zur Verfügung stehen. Der nächste Warntag ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums am 8. September 2022 vorgesehen.[33]

Der Warntag soll zukünftig unter Einbindung aller Warnwege (MoWaS, Warn-Apps, Sirenensignale, Rundfunk etc.) jeweils am zweiten Donnerstag im September eines jeden Jahres um 11 Uhr stattfinden.[34][35]

Mit dem einheitlichen bundesweiten Warntag soll die Bevölkerung für mögliche Gefahrenlagen wie Natur- oder Umweltkatastrophen und Großbrände sensibilisiert und vorbereitet werden. In ganz Deutschland sollen dann Warn-Apps anschlagen, Sirenen heulen und Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen.[36]

Zusätzlich zum bundesweiten Warntag gibt es noch landesweite Warntage. Beispiel: am 11. März 2021 um 11 Uhr in Nordrhein-Westfalen.

Genutzte Zivilschutzsignale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutiger Alarmton
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Auf- und abschwellender Heulton (1 Minute lang)
Weitere Signaltöne
Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr (dreimaliger Dauerton von 12 Sekunden)
Entwarnung (1 Minute Dauerton)
Zivilschutzalarm bis ca. 1975

Bundeseinheitliche Sirenensignale gibt es seit dem Rückbau des alten Zivilschutznetzes offiziell nicht mehr. Die Festlegung von Sirenensignalen obliegt derzeit den Katastrophenschutzbehörden der Bundesländer. Allerdings gleichen sich die Signale inzwischen weitestgehend.[37]

In Deutschland wird nur ein Katastrophenwarn- und -alarmsignal verwendet. Bis etwa 1975 war dies ein zwei Minuten dauerndes Signal aus dreimal 12 Sekunden Dauerton mit 12 Sekunden Pause, gefolgt von 60 Sekunden Dauerton. Da der Anfang dieser Signalfolge dem der Freiwilligen Feuerwehren gleicht und Verwechslungen vermieden werden sollen, wird in Deutschland seither als Signal „Warnung der Bevölkerung“ ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton (vormals als Fliegeralarm bekannt) verwendet. Das Signal bedeutet im Allgemeinen „Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten“.[38] Über das Radiogerät werden dann auf bestimmten Sendern (meist dem öffentlich-rechtlichen Programm mit Verkehrsfunk oder auch regionalen Sendern) genauere Verhaltenshinweise für die Bürger ausgegeben. Des Weiteren wird zumeist empfohlen, dass geschlossene Räume aufzusuchen sind, Fenster und Türen geschlossen und Klimaanlagen abgeschaltet werden sollen.

Als zweites Sirenensignal ist mitunter noch ein einminütiger Dauerton zur Entwarnung eingerichtet, das nach Ende der Gefährdungslage gegeben wird. Des Weiteren wird mitunter ein dreimaliger auf- und abschwellender Heulton mit anschließender Pause als spezifischer ABC-Alarm (etwa bei einem Atomunfall) verwendet.

Bayern
Information des Bayerischen Staatsministerium des Innern – Sirenen- und Lautsprecherwarnung[39]
Verordnung über öffentliche Schallzeichen, Vom 15. Juli 1998, (GVBl. S. 509) BayRS 2011-2-5-I[40]
Thüringen[41]
Sirenenprobe: einmaliger Ton von 12 Sekunden Dauer
Feueralarm: 3 Töne von je 12 Sekunden Dauer mit je 12 Sekunden Pause zwischen den Tönen
Warnung der Bevölkerung vor einer Gefahr: 1 Minute Heulton (6 Töne von je 5 Sekunden Dauer mit je 5 Sekunden Pause zwischen den Tönen)
Entwarnung: einminütiger Dauerton

Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belgien verfügt über 550 elektronische Sirenen. Diese befinden sich in der Nähe von Industriebetrieben und kerntechnischen Anlagen. Sie werden von den Bereitschaftseinheiten des Zivilschutzes ausgelöst.

Alle Sirenen werden zweimal täglich getestet, indem sie einen für den Menschen unhörbaren Ton abgeben. Auf diese Weise können die verschiedenen Elemente der Sirenen geprüft werden. An jedem ersten Donnerstag eines Quartals wird zwischen 11:45 und 13:15 Uhr eine Minute lang ein akustischer Test durchgeführt.[42]

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sirenennetz in Dänemark besteht aus 1078 Sirenen, die ungefähr 80 % der Bevölkerung warnen können. Sie werden jede Nacht stumm getestet. Ein Test mit Signal findet jeden ersten Mittwoch im Mai um 12:00 Uhr statt.[43]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Venedig warnte bis 2007 ein einfaches Sirenensystem vor Hochwasser Acqua alta. Seit Dezember 2007 ist ein differenziertes Signalsystem im Betrieb. Hierbei ist je nach zu erwartender Wasserstandshöhe mehrfach ein Sirenenton von den insgesamt acht Sirenen im Stadtgebiet zu hören. Bei einer zu erwartende Höhe von 110 cm über dem Normalstand hört man einen einfachen Ton, bei 120 cm mit einem zusätzlich höheren, bei 130 cm mit zwei jeweils höheren und bei 140 cm mit drei jeweils höheren Tönen.[44]

In Südtirol wurde im Jahr 2002 das Alarmsystem von Österreich teilweise übernommen. Der Systempunkt Warnung wurde nicht übernommen.[45] Ausgelöst werden können sie von der Landesnotrufzentrale in Bozen.[46]

Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesweit gibt es in Luxemburg 338 Sirenen, die einzeln, pro Ort, Gemeinde, Region oder landesweit ausgelöst werden können. Außerhalb der Stadt Luxemburg wird jeden ersten Montag im Monat um 12:00 Uhr ein Sirenentest durchgeführt.

Diese Informationen sind auf den Deckelinnenseiten der luxemburgischen Telefonbücher nachzulesen.

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden gibt es landesweit 3800 Sirenen, die jeden ersten Montag im Monat um 12:00 Uhr getestet werden. Die Sirenen ertönen ohne Unterbrechung 1 Minute und 26 Sekunden lang. Sie werden nie an einem nationalen oder religiösen Feiertag oder Gedenktag getestet.[47]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreich verfügt über ein flächendeckendes, betriebsbereites Netz von 8.212 Sirenen (Stand 6. Oktober 2018).

System der Sirenenwarnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind drei verschiedene allgemeine Signale vorgesehen: Warnung, Alarm, Entwarnung. Nicht erkennbar ist aus den Warn- und Alarmzeichen, um welche Art einer Katastrophe es sich handelt. Diese erfährt man nur aus den gleichzeitig ausgesendeten Sondernachrichten des ORF und Verhaltensmaßnahmen, die über Massenmedien (Rundfunk, Fernsehen und Internet) bekanntgegeben werden. Bei nur lokal auftretenden Alarmierungen kann die Mitteilung auch durch Lautsprecherdurchsagen, beispielsweise durch die Feuerwehr, erfolgen.

Außerdem kann der Feuerwehralarm über das System gegeben werden. Die Verwendung des Alarmsignals hängt von der einzelnen Feuerwehr ab. Wenn beispielsweise eine Feuerwehr hauptsächlich mittels Funkmeldeempfänger ihre Mitglieder alarmiert, so wird das Sirenensignal (Audio-Datei / Hörbeispiel Feuerwehralarmton einer Motorsirene?/i Audio-Datei / Hörbeispiel Alarmton einer Hochleistungssirene?/i) nur selten verwendet, so in vielen Städten und großen Orten. In vielen Feuerwehren wird allerdings auch unterschieden, dass bei Bränden oder Menschenrettung mit beiden alarmiert wird, bei technischen Einsätzen hingegen nur mit den Funkrufempfängern. Dies ist abhängig von den örtlichen Alarmplänen.

Es gibt eine wöchentliche Sirenenprobe (ein 15-sekündiger Dauerton) mit dem Signal Sirenenprobe jeden Samstag gegen 12 Uhr; dabei werden auch die unterschiedlichen Auslösewege – Bundeswarnzentrale (BWZ), Landeswarnzentralen (LAWZ), Bezirks-Alarm- und Warnzentralen (BAWZ) oder Direktauslösung – abwechselnd getestet.

Seit 1998 findet einmal jährlich am ersten Samstag im Oktober zwischen 12:00 und 13:00 Uhr eine österreichweite Sirenenprobe mit allen Katastrophensignalen statt.[48] Dies wird vorher in den Massenmedien bekanntgegeben. Dabei wird einerseits die Funktionstüchtigkeit, andererseits die Hörbarkeit überprüft. Gleichzeitig ist auch das Ziel der Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung. Obwohl zentral ausgelöst, sind alle Feuerwehren mit eingebunden, die die Rückmeldungen durchführen.

Auch hier wechselten sich Bundeswarnzentrale (BWZ), Landeswarnzentralen (LAWZ), sowie die jeweilige Bezirksfeuerwehrzentrale ab, so dass die Probealarmzeiten österreichweit nicht auf die Minute einheitlich sind. Zusätzlich werden gemeinsam mit der bundesweiten Sirenenprobe auch der "Flutwellenalarm" unterhalb der großen Talsperren wie Malta, Kaunertal, oder Sellrein-Silz getestet. Hierbei werden mittels eigens dafür installierte Typhone das Signal "Flutwellenalarm" mit einem 33-mal auf- und abschwellender Hornton mit einer Dauer von ca. 3 Minuten und "Flutwellenentwarnung" mit einem Hornton mit einer Dauer von 1 Minute getestet.[49]

Genutzte Zivilschutz- und Probesignale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samstäglicher Probealarm einer Motorsirene der Feuerwehr in Österreich
  • Die Sirenenprobe ist nur ein 15 Sekunden dauernder Dauerton (ein besonders kurzer Alarmton). Sie findet österreichweit (außer in Wien)[50] jeden Samstag je nach Ort etwa um 12:00 statt.
  • Der Feuerwehralarm besteht aus dreimal 15 Sekunden Dauerton mit dazwischen zweimal 7 Sekunden Pause.
Warnung in Österreich 3 Minuten Dauerton (Sirenprobe im Oktober 2019)
  • Herannahende Gefahr (Warnung) wird mit einem dreiminütigen Dauerton angekündigt. Die Bevölkerung wird damit aufgefordert, Radio- oder Fernsehgerät einzuschalten und dort bekanntgegebene Anordnungen zu beachten.
Alarm in Österreich 1 Minute auf und ab (Probe Oktober 2019)
  • Das Signal Gefahr (Alarm) besteht aus einem auf- und abschwellenden Ton von einer Minute Dauer und bedeutet unmittelbare Gefahr: schützende Räumlichkeiten aufsuchen (ein Auto bietet keinen ausreichenden Schutz), über Medien durchgegebene Verhaltensmaßnahmen befolgen und Radio einschalten.
Entwarnung in Österreich 1 Minute Dauerton (Probe Oktober 2019)
  • Das Ende der Gefahr (Entwarnung) wird mit einem einminütigen Dauerton angezeigt. Mögliche Einschränkungen für den normalen Tagesablauf werden über die Medien verbreitet.

Weitere Möglichkeiten der Alarmierung der Zivilbevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2017 bietet das Innenministerium die Möglichkeit der individuellen Alarmierung orts- oder Ereignisbezogen über eine installierte Mobile App, SMS, Mail oder anderen IT-Möglichkeiten des Systems KATWARN Österreich/Austria.[51]

Schweiz und Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) mit der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) für die Alarmierung zuständig.[52] Es verbreitet Warnungen über Radio, Fernsehen, Sirenen und bei Naturgefahren über naturgefahren.ch im Internet.[53][54]

Sirenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhaltensregeln beim Allgemeinen Alarm
Alarmsignal Audio-Datei / Hörbeispiel wiedergeben?/i
Verhaltensregeln beim Wasseralarm
Alarmsignal Audio-Datei / Hörbeispiel wiedergeben?/i

Die Schweiz verfügt über rund 7200 Sirenen des Zivilschutzes, von denen 5000 fest installiert sind (600 davon auch gleichzeitig für Wasseralarm) und 2200 auf Fahrzeugen befestigt werden können.[55] 23 Sirenen[56] befinden sich in Liechtenstein.[57]

Die Sirenen werden durch die kantonalen oder lokalen Behörden ausgelöst. Die stationären Sirenen können ferngesteuert aktiviert werden.[55] Die Sirenen werden jedes Jahr am ersten Mittwoch im Februar zwischen 13:30 und 15:00 Uhr mit dem Signal „Allgemeiner Alarm“ getestet.[58][57]

Seit dem 1. April 2004 gibt es in der Schweiz nur noch zwei Alarmierungszeichen: der allgemeine Alarm und der Wasseralarm. Die früheren Zeichen C-Alarm und Strahlenalarm wurden aufgehoben. Zudem ist die Alarmierung der Feuerwehren (Cis-Gis-Signal) mit Zivilschutzsirenen nicht mehr gestattet.

Allgemeiner Alarm
Regelmäßig auf- und absteigender Ton der Sirenen mit einer Dauer von einer Minute. Nach einer Unterbrechung von zwei Minuten wird der Alarm wiederholt. Bei Ertönen des allgemeinen Alarms soll die Bevölkerung das Radio einschalten und die Anweisungen der Behörden befolgen.
Wasseralarm
Der Wasseralarm ertönt nur in gefährdeten Gebieten unterhalb von Stauanlagen. Er besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden Dauer in Abständen von je 10 Sekunden. Bei Ertönen des Wasseralarms soll die Bevölkerung das gefährdete Gebiet verlassen, und anschließend das Radio einschalten und die Anweisungen der Behörden befolgen.

Massenmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die behördlichen Warnungen werden über die TV- und Radioprogramme der SRG SSR verbreitet. Diese verfügt über ein Notdispositiv (Information Catastrophe Alarme Radio Organisation, ICARO) und über mehrere geschützte Radiosendeanlagen mit verstärkter Sendeleistung, deren Signale auch im Falle eines Schutzraumbezugs empfangen werden können.[59]

Polyalert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Projekt Polyalert des BABS wurden 2015 die Sirenen und deren Steuerung erneuert. Zudem ermöglicht es, Alarme auch über Anrufe und Kurznachrichten an die Mobiltelefonbenutzer im Gefahrengebiet, über Lautsprecher in öffentlichen Verkehrsmitteln und über die Computerbildschirme in Unternehmen auszulösen.[60][61] Polyalert ist auch in Liechtenstein aktiv.[62]

Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Tschechien wird das landesweit einheitliche Alarm- und Warnsystem jeden ersten Mittwoch im Monat getestet. Um 12:00 Uhr ertönen dann die Sirenen mit einem 2 Minuten langen ununterbrochenen Heulton. In der Hauptstadt Prag werden die Bewohner und ausländische Gäste kurz vorher über elektronische „sprechende Sirenen“ in tschechischer und englischer Sprache über den bevorstehenden Probealarm aufmerksam gemacht. Zuständig ist das Operative Informationszentrum des Feuerwehrrettungskorps in Prag.[63]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten wurde nach dem Zweiten Weltkrieg das Emergency Broadcast System (EBS), 1997 in Emergency Alert System (EAS) umbenannt, als nationale Warnsystem eingeführt. Das System ermöglicht dem Präsidenten der Vereinigten Staaten im Falle einer akuten Lage innerhalb von 10 Minuten über alle Verbreitungswege zur amerikanischen Bevölkerung zu sprechen. Zusätzlich kann die Bevölkerung vor extremen Naturkatastrophen (Tornados, Wirbelstürmen, starken Schneefällen mit Blitzeis und Sturmfluten etc.) gewarnt werden.

Europäische Angleichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt auch innerhalb Europas noch unterschiedliche Bedeutungen für gleich klingende Signale. So ist der an- und abschwellende Heulton während einer Minute in Luxemburg ein Voralarm, in Österreich und der Schweiz der Hauptalarm bei akuter Gefahr. Das deutsche Bundesamt für Zivilschutz empfahl 1999 eine „Untersuchung zur Entwicklung eines einheitlichen Sirenensignals und daran anknüpfender Verhaltensempfehlungen“.

In der englischen Sprache werden auch die Begriffe Reverse 112 oder Public Warning Service (PWS) für Zivilschutzsignale verwendet, insbesondere solche, die an Handys gesendet werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Zivilschutzsignale nach Ländern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Im Katastrophenfall schnell informieren / Sofortige Notfall - Alarmierung über Digitalradio dank „Emergency Warning Functionality“ (EWF) (Memento vom 27. August 2014 im Internet Archive) (PDF)
  2. Katwarn - Unterstützte Orte. Abgerufen am 10. September 2020.
  3. Katwarn - Themen-Abonnements. Abgerufen am 10. September 2020.
  4. BIWAPP - Bürger Info & Warn App. Abgerufen am 10. September 2020.
  5. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe - Warn-App NINA. Abgerufen am 10. September 2020.
  6. Lena Greiner: Katwarn verdoppelt nach Münchener Panne Serverkapazitäten - DER SPIEGEL - Netzwelt. In: DER SPIEGEL. Abgerufen am 10. September 2020.
  7. Bundesweiter Warntag: Probealarm mit Haken. In: tagesschau.de. 10. September 2020, abgerufen am 10. September 2020.
  8. PegelAlarm - Warnung bei Hochwasser. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  9. Bevölkerungswarnung mit der Funk-Alarmuhr, Kurzinformation zum System und zum Feldversuch. (PDF; 218 kB) In: mikrocontroller.net. Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für Zivilschutz, 1. Oktober 2003, abgerufen am 17. Mai 2016.
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