Sozialdemokratische Liga Mazedoniens

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Социjалдемократски сојуз на Македонија

Socijaldemokratski sojuz na Makedonija

sozialdemokratische Liga Mazedoniens

Partei­vorsitzender Zoran Zaev
General­sekretär Oliver Spasovski
Stell­vertretender Vorsitzender Muhamed Zeqiri
Ehren­vorsitzender Kiro Gligorov
Gründung 17. April 1991
Gründungs­ort Skopje
Haupt­sitz Skopje
Aus­richtung Sozialdemokratie,
Linksliberalismus
Farbe(n) Blau Gelb
Parlamentssitze
49/120
Mindest­alter 18
Internationale Verbindungen Progressive Allianz, Sozialistische Internationale (Beobachter)
Europapartei Sozialdemokratische Partei Europas (assoziiert)
Website www.sdsm.org.mk//

Die Sozialdemokratische Liga Mazedoniens (mazedonisch Socijaldemokratski Sojuz na Makedonija Социјалдемократски сојуз на Македонија; Akronym: SDSM) ist eine politische Partei in Mazedonien mit sozialdemokratischer Orientierung. Die SDSM ist Vollmitglied der Progressiven Allianz, Beobachter (früher Vollmitglied) der Sozialistischen Internationale und assoziiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SDSM wurde am 20. April 1991 als Nachfolgepartei des Bundes der Kommunisten Mazedoniens (maz. Sojuzot na Komunistite na Makedonija) gegründet.

Die SDSM regierte Mazedonien von 1992 bis 1998 und von 2002 bis 2006 sowie erneut seit 2017 in verschiedenen Koalitionen und war jeweils stärkste bzw. zweitstärkste Partei im Parlament. Bei den Parlamentswahlen 2006 musste die Partei eine schwere Niederlage hinnehmen und trat den Gang in die Opposition an. Auf dem Parteitag am 5. November 2006 wurde Radmila Šekerinska zur neuen Parteivorsitzenden gewählt, nachdem die Parteiführung den bisherigen Vorsitzenden Vlado Bučkovski das Misstrauen nach dem schlechten Wahlergebnis ausgesprochen hatte. Zwischen 2004 und 2009 war Branko Crvenkovski Staatspräsident Mazedoniens. Nachdem er bei den Präsidentschaftswahlen 2009 nicht mehr kandidierte, wurde er Parteivorsitzender der Sozialdemokraten und hatte dieses Amt bis April 2013. Bei den Parlamentswahlen 2016 verbuchte die SDSM starke Zugewinne. Ihr gelang es jedoch knapp nicht, die VMRO-DPMNE als stärkste Partei abzulösen. Nach einer schwierigen Regierungsbildung infolge der Weigerung des Staatspräsidenten Gjorge Ivanov, Zaev den Auftrag zur Regierungsbildung zu erteilen, nahm am 31. Mai 2017 eine SDSM-geführte Koalition mit zwei Albanerparteien ihre Arbeit auf und Zoran Zaev wurde zum Regierungschef gewählt.

Parteivorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arno Weckbecker und Frank Hoffmeister, Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien, 1997 (ISBN 3-486-56336-X), S. 117ff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]