Städtische Galerie im Park Viersen

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Skulptur Position im Schwerpunkt von Wolfgang Nestler vor dem Gebäude der Galerie im Park

Die Städtische Galerie im Park Viersen ist eine für Ausstellungen genutzte repräsentative Villa in Viersen mit einer wertvollen Druckgrafik-Sammlung, umgeben vom Viersener Skulpturenpark.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude wurde 1869 als repräsentative Fabrikantenvilla im Neorenaissance-Stil errichtet und gelangte 1899 in den Besitz der Firma Kaisers Kaffeegeschäft, die in Viersen ihren Stammsitz hatte. Seit 1973 gehört die Gründerzeit-Villa der Stadt Viersen. 1976 wurde sie zum Baudenkmal erklärt, 1980 umgestaltet und 1981 als Städtische Galerie im Park für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen eröffnet[1]. Sie ist zentral im Gelände der Neubauten der Kreisverwaltung und des Forum in der Nähe des Busbahnhofs gelegen.

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Galerie im Park enthält mehrere Sammlungen, von denen eine wichtige die bereits zu Beginn der Sechziger Jahre vom damaligen Oberstadtdirektor van Kaldenkerken begonnene Grafische Sammlung ist. Zu den mehr als 1000 Blättern vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart gehören beispielsweise kostbare Einzelblätter von Rembrandt, Rubens und Albrecht Dürer, aber auch von Marc Chagall, Picasso (La Poule), Braque, Fernand Léger und Joan Miró, grafische Arbeiten der deutschen Expressionisten (z. B. von Lyonel Feininger, Kokoschka, Paul Klee und Emil Nolde), eine Sammlung rheinischer Künstler sowie zeitgenössische Kunst aus Ankäufen der jeweiligen Ausstellungen. Auch 40 Fotografien von August Sander gehören zur Sammlung.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hohe Qualität der mehrmals im Jahr stattfindenden Ausstellungen locken Besucher vom Niederrhein und aus den benachbarten Niederlanden an. Begann die erste Ausstellung 1981 mit dem Realisten Dieter Asmus, so wurden im Laufe der Jahre diverse Kunstrichtungen berücksichtigt bis hin z. B. zur kinetischen Kunst von Günter Haese (2007). Zu den Künstlern mit herausragenden Ausstellungen, zu denen oft aufwändige Begleitpublikationen erschienen, zählen zum Beispiel Hans Brög (1983), Christoph Meckel (1987), Hermann Schmitz (1987),[3] Henry Moore (1989), Erwin Heerich (1990), Fritz Koch (1993), Tony Cragg (1996), Lothar-Günther Buchheim (1997), Heinz Lanser (1998), Werner Schriefers (1999), Anatol (2002), Matta (2002), Georg Ettl (2003), Ewald Mataré (2004), ZEBRA (2005), Martin Lersch (2006), Günter Haese (2007)[4], Herbert Zangs (2008) und Wang Du (2010)[5].

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Autorenlesungen und Konzerten bietet die Städtische Galerie ein museumspädagogisches Programm mit Führungen für Schulklassen und andere Gruppen. Eine Besonderheit ist der Kunst-Imbiss, eine Kurzführung in der Mittagszeit am 1. Dienstag im Monat, wobei in 30 Minuten beispielhaft ausgewählte Kunstwerke der aktuellen Ausstellung vorgestellt werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Mellen: Städtische Galerie im Park Viersen. Die wechselvolle Geschichte des Hauses. In: Albert Pauly (Hrsg.): Viersen – Beiträge zu einer Stadt. Bd. 4. Viersen 1983
  • Angelika Pack, Helmut Heißenbüttel: 10 Jahre Städtische Galerie im Park Viersen. Kulturamt der Stadt Viersen 1992
  • Jutta Pitzen: Die Graphische Sammlung der Stadt Viersen. Band 1-4. Herausgeber: Stadt Viersen, Fachbereich Schule, Kultur und Sport. Viersen 1996/97

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner Mellen: Städtische Galerie im Park Viersen. Die wechselvolle Geschichte des Hauses. Viersen 1983
  2. Jutta Pitzen: Die Graphische Sammlung der Stadt Viersen. Band 1-4. Viersen 1996/97
  3. Angelika Pack: Hermann Schmitz. Ein rheinischer Maler. (Monographie). „Viersen. Beiträge zu einer Stadt. 12“. Viersen 1987
  4. Joachim Peter Kastner: Günter Haese. Skulpturensammlung Viersen. Viersen 2007. ISBN 978-3-9808779-6-1
  5. Joachim Peter Kastner: Wang Du. China Daily, Services top task for Games. Viersen 2010, ISBN 978-3-9813463-1-2

Koordinaten: 51° 15′ 30″ N, 6° 23′ 29″ O