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Anatol Herzfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Anatol, 2014
Anatols Werkstatt, Ausbau 1982, Museum Insel Hombroich, 2006

Anatol Herzfeld (Künstlername Anatol), bürgerlich Karl-Heinz Herzfeld (* 21. Januar 1931 in Insterburg, Ostpreußen; † 10. Mai 2019[1] in Moers[2], Nordrhein-Westfalen), war ein deutscher Bildhauer, Maler und Aktionskünstler. International bekannt wurde der Beuys-Schüler und dreimalige documenta-Teilnehmer vor allem mit Großplastiken aus Holz, Stein und Eisen. Anatols langjährige Wirkungsstätte, ein von ihm seit 1982 genutztes Holzhaus mit Atelier, befindet sich auf dem Gelände des Museum Insel Hombroich in Neuss-Holzheim.

Anatol wurde als Karl-Heinz Herzfeld 1931 in Insterburg, Ostpreußen als uneheliches Kind einer jungen Mutter geboren und wuchs bei bibelfesten Pflegeeltern auf. Der Pflegevater war überzeugter Sozialdemokrat. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs flüchtete die Familie vor den polnischen und sowjetischen Truppen nach Westdeutschland.[3] Im Rheinland begann Karl-Heinz Herzfeld zunächst eine Lehre zum Schmied[4]. Von 1953 bis zur Pensionierung 1991 war er als Verkehrspolizist in Düsseldorf und schließlich in der Verkehrserziehung mit einem selbst gestalteten Puppenspiel-Programm tätig.

Anatol selbst definierte sich über eine lose Liste von Berufen, Mitgliedschaften, Qualifikationen, Hobbys und Eigenschaften:

„Anatol ist gelernter Hufschmied; deshalb / trägt er einen Hufnagel in seinem Hut. / Wenn er nach dem Beruf gefragt wird, / gibt er folgendes zu Protokoll: Bildhauer, / Maler, Zeichner, Puppenspieler, Schmied, / Geschichtenerzähler, Angler, Karikaturist, / Haudegen, Meisterschüler durch Beuys, / jetzt Meister, Mitbegründer der ‚Akademie / Oldenburg‘, Kneipenbruder, CDU-Mitglied, / Polizeibeamter.“ – Gerd Winkler: pardon, März 1976[5]

In dieser Beschreibung schwang nicht nur Anatols Unwille mit, sich in Schubladen einordnen zu lassen, sie spiegelte auch sein breites Interessenspektrum wider, das sich sowohl in seinem Lebenslauf als auch in seinem Oeuvre ablesen lässt.

Wächter vor Anatols Haus, Museum Insel Hombroich

Über seine Künstlerfreunde Norbert Tadeusz und Peter Heisterkamp (Blinky Palermo) kam Anatol in Kontakt mit Joseph Beuys[6] und studierte zwischen 1964 und 1972 mit dem Schwerpunkt Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf vorrangig in der Beuys-Klasse.[7] Eigenen Angaben zufolge studierte er zudem einige Semester bei Karl Wimmenauer, dem Lehrstuhlinhaber für Baugeschichte, um über das Bildhauerische hinaus ein näheres Verständnis für den Raum und seine Gestaltung zu bekommen.[8] Um sich neben seiner Tätigkeit als Verkehrspolizist eine zweite Persönlichkeit als Künstler zuzulegen, entschied er sich für den Künstlernamen Anatol, nach einer Figur aus Tolstois Krieg und Frieden.[9]

Als talentierter Redner mit einnehmender Präsenz etablierte Anatol während seiner Studienzeit die heute von dem Beuys-Schüler Johannes Stüttgen geleiteten Ringgespräche.[10]

1972, 1977 und 1982 war Anatol bei der documenta in Kassel vertreten und rückte dort beispielsweise als Ringrichter des Boxkampfes für direkte Demokratie oder mit seinem Traumschiff Tante Olga in den Fokus der Aufmerksamkeit. 1975 war er Mitbegründer der Freien Akademie Oldenburg[11]. Im Sommersemester 1980 und Wintersemester 1980/1981 hatte er Lehraufträge an der Kunstakademie Düsseldorf.[12] Ab 1982 war Anatol auf dem Gelände des Museum Insel Hombroich künstlerisch aktiv.[13] Hier entstand nach seinen Entwürfen im Stil eines ostpreußischen Bauernkaten das von ihm bis zu seinem Tode genutzte Atelier.[14]

Anatol Herzfeld war verheiratet mit Erdmute (Misi) Herzfeld. Im Gedenken an seinen 1976 mit 17 Jahren bei einem Motorradunfall verstorbenen Sohn Heico Herzfeld signierte Anatol – bis weit in die 1980er Jahre – seine Arbeiten mit ANATOL-HEICO[15].

2019 starb Anatol in Moers. Im Mai 2019 wurde er auf dem Nordfriedhof Düsseldorf beerdigt. Anatols gesamter künstlerischer und dokumentarischer Nachlass[16] sowie seine Bibliothek und das Fotoarchiv seiner Frau ging nach deren Tod im Jahr 2021 an die Stiftung Insel Hombroich.[17]

Künstlerische Tätigkeit

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Anatols Œuvre zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Vielfältigkeit aus und reicht von teils sehr filigranen Zeichnungen, Radierungen, Malerei und Multiples über großformatige Gemälde auf Holz und Skulpturen bis hin zu einer Vielzahl von Aktionen. In seinem künstlerischen Schaffen setzte er auf unterschiedliche Materialität, wobei er Stein, Holz, Eisen und Stahl sowie gefundene Materialien bevorzugte. Häufig nahm er mit seinen Werken Bezug auf zeitaktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Viele seiner markanten Skulpturen prägen den öffentlichen Raum, vor allem in Nordrhein-Westfalen. Dazu zählen zum Beispiel der Königsstuhl im Abteigarten Mönchengladbach, der Kopf Joseph Beuys in Meerbusch, die Gedenkstätte Wächter in Selm-Bork, aber auch Die Jade in Oldenburg oder die Wächter der Goitzsche in Bitterfeld.

Als Meisterschüler von Joseph Beuys orientierte Anatol sich eng an den künstlerischen Vorstellungen seines Lehrers. Das Konzept des Erweiterten Kunstbegriffs fand auch in Anatols künstlerischem Schaffen seinen Widerhall.

Inspiriert durch seinen Lehrer an der Kunstakademie, Joseph Beuys, führte Anatol ab Ende der 1960er Jahre eine große Anzahl von Aktionen durch. Diese kennzeichnete von Beginn an ein interaktiver, in der Öffentlichkeit ausgeführter Werkprozess. Für besonders viel Aufsehen sorgte 1973 die Heimholung des Joseph Beuys, in der sich auch Anatols enge Verbundenheit mit seinem Lehrer zeigte. Nachdem Beuys durch den damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau entlassen worden war, wollte Anatol etwas „machen, das auch die Leute aufmerksam macht, die nicht die genauen Zusammenhänge kennen. Wie das ist, wenn man einen guten Lehrer aus einer wichtigen Position drängt.“[18] Anatol besorgte einen 30 Meter langen Pappelstamm, den er mit Helfern im September 1973 auf der Terrasse der Kunsthalle Düsseldorf bearbeitete. So entstand der Einbaum Das Blaue Wunder. Damit überquerte Anatol am 20. Oktober 1973 mit Joseph Beuys und weiteren freiwilligen Helfern den Rhein. Die Heimholung startete am Ufer des Stadtteils Oberkassel und endete an der gegenüberliegenden Rheinseite, nicht wie geplant auf Höhe der Kunstakademie, sondern aufgrund der Strömung auf Höhe des Nordparks. Von dort wurde das Boot zu der Kneipe Ohme Jupp an der Ratinger Straße, eines der Stammlokale der damaligen Düsseldorfer Kunstszene gefahren, wo zusammen mit der „Heimholung“ auch die (inoffizielle) 200-Jahr-Feier der Kunstakademie zelebriert wurde. Der Journalist Heribert Brinkmann spricht in diesem Zusammenhang von einer „Gegendemonstration“.[19]

Grab von Anatol und Heico Herzfeld, Nordfriedhof Düsseldorf (2019)
Anatol 2014, sitzend auf seinem Stuhl der Kreuzblume – ein Thron für die Natur (1985), Remscheid, Alleestraße

Durch seine Aktion Königsstuhl, eine Tonne Stahl (1969) im Museum Abteiberg in Mönchengladbach prägte Anatol den Begriff der Arbeitszeit.[20] Er verstand diesen als Unterkategorie der Aktionskunst und damit als Alternative zur Aktion, zum Happening oder zur Performance (Kunst). Die Idee leitet sich von der von Beuys geforderten Zusammenführung von Kunst und Leben ab. Im Katalog zur documenta 5 in Kassel wurde ein von Anatol verfasster, wie ein Manifest wirkender Text publiziert, der die Arbeitszeit erstmals begrifflich fassen sollte:

„ARBEITSZEIT // Schaut ein Mensch auf einen arbeitenden Menschen, tut er dieses / gezielt und bewußt, so nimmt er einen tiefen Kontakt auf. / Er wird zum Mitarbeiter // zum Mitmenschen // er ist gefangen. // Warum verstecken sich viele Former (Künstler), sind sie wie / Zauberer? Ich meine nicht den guten, wichtigen Zauberer des / frühen Menschen, nein, die späteren, die uns immer so schöne / Stunden des Einlullens schenken! Zeigt Euch mal, kommt heraus / aus den Deuterbuden! // Ist es nicht eine Gemeinheit an dem heutigen, oft verplanten / Menschen, ihm das Bilderlebnis einer entstehenden Form, gleich / welcher Art, vorzuenthalten. // Bei mir darf jeder Mensch dabeisein, ja, sogar anfassen. / Wer gut zeichnen kann, kann und darf auch Zeichen geben. // Arbeit ist Kunst // Kunst ist Arbeit // Das sind die kleinen Gedanken zur Arbeitszeit. // Düsseldorf, den 16. Februar 1972“ – Anatol[21]

Wo Beuys Theoretiker und Metaphysiker war, auch mit einem Hang zur Selbstinszenierung, blieb Anatol der bodenständige Arbeiter. Dabei setzte er Kunst und Arbeit gleich: „Kunst = Arbeit und Arbeit = Kunst“. Das Wirken sei somit über einen definierten Zeitraum (Arbeitszeit) bereits im Prozess (plastischer Prozess)[22] als Kunst zu erachten. Ebenso wichtig war Anatol die Öffentlichkeit und die Beteiligung des Betrachters. In dem Sinne begann Anatol in immer stärkerem Maße, seine eigene Kunst, sein Kunstschaffen in die Öffentlichkeit zu stellen. Kunstwerke wurden von ihm in aller Öffentlichkeit produziert, also im Werkprozess ausgestellt. Der Betrachter erhielt dabei die Möglichkeit, in einen Dialog mit Anatol einzutreten. Zudem wurden zu zahlreichen Arbeitszeiten Anatols gezielt Pressevertreter eingeladen, wodurch viele seiner Aktionen in Bild, Text, Film und Video festgehalten sind.

Freie Akademie Oldenburg

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In Anlehnung an die Freie Internationale Universität von Joseph Beuys gründete Anatol mit Eckart Grenzer, Don Lenzen und Ummo Francksen am 14. Februar 1975 die Freie Akademie Oldenburg.[23] Die Akademie besitzt weder Räumlichkeiten noch eine Verwaltung. Sie wurde auch nie mit dem Ziel erdacht, jemals über Gebäude oder andere feste Strukturen zu verfügen. Vielmehr soll sie nichts weiter als die Vorstellung einer künstlerischen Tätigkeit sein. Anatol sagte dazu, dass jeder frei sei, eine Aktion im Namen der Freien Akademie Oldenburg durchzuführen.[24] In dem Sinne veranstalteten die Mitglieder der Akademie hauptsächlich öffentlichkeitswirksame Aktionen.[25] Auf diese Weise unterscheidet sie sich grundlegend von der Akademie-idee von Joseph Beuys, der eine reale Umstrukturierung des Ausbildungswesens an der Kunstakademie Düsseldorf forderte. Ein Höhepunkt für die Freie Akademie Oldenburg war ihre und Anatols Teilnahme an der documenta 6 im Jahre 1977.

Auszeichnungen/Preise/Ehrungen

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Ausstellungen (Auswahl)

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Arbeiten im öffentlichen Raum

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Arbeiten in Deutschland

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Traumschiff Tante Olga, 1977
Kopf Joseph Beuys, 2008, in Meerbusch-Büderich: Den ursprünglich als Aufstellungsort gewählten Ort am linken Rheinufer in Düsseldorf-Oberkassel hatte der Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf im Jahr 2008 abgelehnt.[31]
  • Königsstuhl (1969), Stahlstuhl im Abteigarten, Mönchengladbach, aufgestellt 1982
  • Das Blaue Wunder (1973), blau gestrichener Einbaum aus Pappelholz zur Durchführung der Performance Heimholung des Joseph Beuys
  • Die Jade (1975), Dangast, Jadebusen, Bleiplatten, farbig gefasst (Diese Plastik wurde infolge von Eisgang unrettbar beschädigt)
  • Traumschiff Tante Olga (1977), Kassel, zur documenta 6 in der Karlsaue aufgestellt, heute vor der Heinrich-Schütz-Schule
  • Die Neue Jade (1979), Dangast, Kunststoff (Diese Version ersetzte die beschädigte Arbeit Die Jade)
  • Ringgespräch (1980), auf dem Gelände der ehemaligen Kartause-Hain-Schule an der Borbecker Straße, Düsseldorf-Unterrath
  • Hören, Sehen, Sprechen (1985), Felsgestein, auf dem Campus der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf vor dem Partika-Saal
  • Stuhl der Kreuzblume ein Thron für die Natur (1985), Remscheid, Alleestraße
  • Eisentafel „Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich“ (1985), überdeckt den steinernen Reichsadler mit Hakenkreuz an der Fassade des Polizeipräsidiums Düsseldorf
  • sog. Die Schule (1986), Gedenkstein für den chinesischen Lehrer Cha Fu, Stein aus dem Maggia-Tal umstellt von nordischen Findlingen, Museum Insel Hombroich, Neuss[32]
  • Die Kirche (1988), 30 Findlinge, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Der Schütze (1990), Neuss-Holzheim am Schützen- und Ständebaum
  • Triptychon (gefesselter Jesu, eingerahmt v. s. Anklägern, Pilatus und Kaiphas), 1991, Krypta in der Kirche St. Agnes, Köln
  • Das Parlament (1991), 27 Stahlstühle, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Eisenmänner/Wächter (1993), 9 Stahlplastiken, Museum Insel Hombroich, Neuss
  • Eisenmänner/Kybernetiker (1996[33]), 12 Stahlplastiken, IFM-GEOMAR, Kiel-Wellingdorf (Ostufer in der Schwentinemündung)
  • Marktredwitz-Tor (1999), Marktredwitz, Engerland-Platz
  • Die Wächter der Goitzsche (2000), Bitterfeld, Goitzsche, 10 Eisenmänner, 2,10 m groß, um einen großen Findling,
  • Gottsucher (2001), Besinnungsort Gott/Transzendenz Besinnungsweg Fellbach
  • Die Wächter der Kinder (2002), Viersen
  • Partnerschaftsstein Calau-Viersen (2003), Calau[34]
  • Kopf Joseph Beuys (2008), Rheindeich Meerbusch-Büderich,
  • Der Wächter (2010/2011), Skulptur in Selm-Bork, Gedenkstätte für NRW-Polizisten, die im Dienst umgekommen sind; errichtet 2011.

Arbeiten im Ausland

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  • Ur-Haus (2004), Südkorea, Busan[35]
  • Heilkunst (2005), Österreich, Graz[36]
  • Demokratie, Suriname, Paramaribo, Gebäude der Nationalversammlung[37][38][39]

Literatur (Auswahl)

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  • Dieter Honisch: Einraum Ausstellungen 1974. (Mit Morales, 24. Januar – 24. Februar 1974; HA Schult, 1. – 31. März 1974; Könitz, 10. April – 5. Mai 1974; Anatol, 18. Juli – 1. September 1974; Kuwayama, 6. September – 6. Oktober 1974; Sandback, 10. Oktober – 10. November 1974; Uecker, 20. Januar – 26. Januar 1975), Essen 1975.
  • Anatol: Besuch bei Tante Olga in Dangast. Oldenburger Kunstverein vom 14. Februar – 2. März 1975 im Kleinen Augusteum, Oldenburger Kunstverein, 1975.
  • Anatol: Anatol – Ausstellung im Kunstforum Rottweil. Rottweil 1980.
  • Manfred Boetzkes (Hrsg.?): Anatol: Bilder 1979–1984. Ausstellung veranstaltet vom Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim 1984.
  • Karl-Heinz Hering: Anatol – Bilder u. Plastiken 1965–1985; Arbeitszeit. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 20. April – 2. Juni 1985, Düsseldorf 1985.
  • Anatol: Mein Leben; neue Bilder auf Blei. 14. März – 30. April 1986. Galerie Vömel, Düsseldorf 1986.
  • Anatol: Arbeitszeit „Das Bleihaus“. Ausstellung „Blei-Arbeiten“ vom 23. April – 31. Mai 1987. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 1987.
  • Michel Ruepp: Anatol – Natur und Technik. Museum Bochum, 21. März – 3. Mai 1987, Bochum 1987.
  • Jacek Barski (Hrsg.?): Lovis-Corinth-Preis 1992 der Künstlergilde: Karl Heinz Herzfeld – Anatol, Friedrich Sieber, Ursula Doerk. Ausstellung der Preisträger, Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg, 14. November 1992 bis 10. Januar 1993, Regensburg 1992.
  • Anatol: Arbeiten 1983 bis 1993 – Jesus Christus muß uns zu Freunden machen. Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf 1994.
  • Anatol: Anatol – Memento mori – Bilder, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier und Pappe. Eine Ausstellung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Ratingen. Katalog zur Ausstellung vom 11. Juni – 20. August 1995. Ratingen 1995.
  • Anatol: Anatol zum 75. Geburtstag. 28. April – 30. Juni 2006. Galerie Alex Vömel, Düsseldorf 2006.
  • Heribert Brinkmann, mit Beiträgen u. a. von Ingeborg Gottschalk: Anatol: Lebenszeiten Arbeitszeiten; Museum Bochum zur Ausstellung SPUREN suchen – legen – lesen ANATOL vom 17. März bis 6. Mai 2001. Stiftung Insel Hombroich, Neuss 2001.
  • Heribert Brinkmann, Gemeinde Jüchen (Hrsg.): Garzweiler – Anatol und sein Schüler (Dieter) Patt zeigen Bilder von Garzweiler. Museum Kunst Palast Düsseldorf, Neuss o. J.
  • Friedhelm Mennekes: „Aus dieser Fremde mache ich Bilder“. Anatol im Gespräch mit Friedhelm Mennekes. In: Kunst und Kirche. 49, 1986, S. 154–158.
  • Günter Meißner: Anatol. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 3, Seemann, Leipzig 1990, ISBN 3-363-00116-9, S. 331.
  • Marie-Luise Otten: Einige Anmerkungen zu Anatol. In: Die Quecke. 65, 1995, S. 80–81.
  • Marie-Luise Otten, Ursula Mildner: Anatol und Ratingen – ein Gespräch. In: Die Quecke. 65, 1995, S. 82–87.
  • Christiane Dressler: Anatol, der Mann, der aus dem Osten kam – zum 70. Geburtstag des Künstlers. In: Kunstzeit. 1. Schuffelen, Pulheim 2001, S. 64–73.
  • Alice von Richthofen: Reduzierte Klarheit der Form – Anatol wird 70. In: Düsseldorfer Hefte. 46, 1, 2001, S. 14–15.
  • Dagmar van Oeffelen: Verkehrskasper mit Zimmermannshut – Anatol, ein Phänomen der Metamorphose. In: Neues Rheinland. 45, 4, 2002, S. 12–13.
  • Heiderose Langer: Das Schiff in der zeitgenössischen Kunst. Eine ikonografische Analyse. Kunstwissenschaft in der Blauen Eule, Bd. 9. Essen 1993.
  • Petra Richter: Mit, neben, gegen; Die Schüler von Joseph Beuys. Düsseldorf 2000.
  • Hans-Ulrich Wiese: Karsamstagsexistenz: Auseinandersetzung mit dem Karsamstag in Liturgie und moderner Kunst. Bild – Raum – Feier : Studien zu Kirche und Kunst, Bd. 1. Regensburg 2002.
  • Renate Buschmann: Chronik einer Nicht-Ausstellung: between (1969–1973) in der Kunsthalle Düsseldorf. Berlin 2006.
  • Maren Ullrich: Geteilte Ansichten: Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze. Berlin 2006
  • Johannes Stüttgen: Der ganze Riemen: der Auftritt von Joseph Beuys als Lehrer; die Chronologie der Ereignisse an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf 1966–1972. Hrsg. vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Köln 2008.
  • Hans-Ulrich Wiese: Leucht in meines Herzens Schrein: Reflexionen und Predigten auf dem Weg zu Gott. Ästhetik – Theologie – Liturgik, Bd. 49. Berlin/Münster 2009.
Commons: Anatol Herzfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Kunstwelt trauert um Bildhauer Anatol, rp-online.de, abgerufen am 12. Mai 2019
  2. Beuys-Schüler Anatol († 88) ist tot: „Meine Arbeitszeit ist beendet“. Abgerufen am 13. Mai 2019.
  3. Brinkmann 2001.
  4. Brinkmann, Heribert: Anatol. Lebenszeiten Arbeitszeiten, Neuss 2001, S. 96ff.
  5. Winkler, Gerd: „Alle Lieben Anatol“, in: pardon, 3, März 1976, S. 114–120, hier S. 120. Eine vergleichbare Auflistung findet sich in Gerresheimer Berichte. Ein Magazin aus und um Oldenburg, Heft 4, Dezember 76-Januar 77, Dezember 1976, S. 27.
  6. Vgl. Brinkmann 2001, S. 102f.
  7. Vgl. Brinkmann 2001, S. 49.
  8. Bezüglich seines Studiums wurde von Anatol gelegentlich auch ein Studium der Philosophie erwähnt. Unklar ist, ob es sich dabei um die Teilnahme an Seminaren und Vorlesungen oder um ein (Aufbau-)Studium gehandelt hatte. Einzige ermittelbare Printquelle stellt ein kurzer Artikel von Horst Morgenbrod dar: Gespräch mit dem Aktionskünstler Anatol Herzfeld. „Jeder von uns ist king“. In: Das Tor. Zeitschrift der Düsseldorfer Jonges. Neuss, Heft 12/1985, S. 40–42; hier S. 40.
  9. Vgl. Brinkmann, 2001.
  10. Anatol / Aktionist. Eine Ankündigung – eiskellerberg. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  11. Freie-Akademie-Oldenburg. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  12. Einstellungsbescheid der Kunstakademie Düsseldorf, 9. April 1980, Archiv Anatol Herzfeld, Stiftung Insel Hombroich.
  13. Stiftung Insel Hombroich – Museum Insel Hombroich – Kulturraum Hombroich. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  14. Brinkmann 2001, S. 21
  15. vgl. dazu die erkennbaren Signaturen z. B. in Katalog Kunstverein Düsseldorf: Anatol – Bilder und Plastiken – 1965–1985 – Arbeitszeit. Düsseldorf 1985.
  16. Stiftung Insel Hombroich – Museum Insel Hombroich – Kulturraum Hombroich. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  17. Natalie Urbig: Forschungsvolontariat in Neuss: Anatol-Nachlass wird auf der Museumsinsel Hombroich erforscht. 6. Februar 2023, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  18. Anatol im Gespräch mit Heribert Brinkmann in: Brinkmann 2001, S. 112.
  19. Vgl. Brinkmann 2001, S. 46. In einer Ausgabe des Kunstforum International von 1973 findet man folgenden Hinweis: „Allenfalls bei Spoerri oder beim Ohme Jupp kann sich heutigentags ein Künstler bedingt sehen lassen.“ (Kunstforum International: Problem Realismus, Band 4–5, Köln 1973, S. 58).
  20. Günter Meißner: Anatol. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 3, Seemann, Leipzig 1990, ISBN 3-363-00116-9, S. 331. und Renate Buschmann: Chronik einer Nicht-Ausstellung: between (1969–1973). in der Kunsthalle Düsseldorf. Berlin, S. 78f.
  21. Katalog Kassel: Documenta 5. Befragung der Realität, Bildwelten heute. Kassel 1972, S. 16, 89. Im Katalog findet sich keine Autorenangabe. Der Text ist in der Spalte unterhalb der Biographie Anatols eingefügt. In späteren Katalogen wird die Autorenschaft stets Anatol zugeschrieben. Die Schrägstriche im Text verdeutlichen die Textsetzung im Katalog. Ein einzelner Schrägstrich markiert einen Zeilenumbruch, und zwei Schrägstriche zeigen einen neuen Absatz an.
  22. Vgl. hierzu die entsprechende Literatur über Joseph Beuys.
  23. Freie-Akademie-Oldenburg. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  24. Eckart Grenzer: Eckart Grenzer - Bildhauer / 1975 · FREIE AKADEMIE OLDENBURG. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2010; abgerufen am 10. Dezember 2025.
  25. Roswitha Schweichel: Die Freie Akademie Oldenburg. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2008; abgerufen am 10. Dezember 2025.
  26. Oeffelen, Dagmar van (2002): „Verkehrskasper mit Zimmermannshut. Anatol – ein Phänomen der Metamorphose“. In: neues rheinland, 2002, Bd. 4, S. 12–13; hier S. 12; Kunstforum International, Nr. 136 1997, S. 18.
  27. Kunstforum International, Nr. 136 1997, S. 18.
  28. «Polizeidienst ist Kunst» – Ausstellung für «Schutzmann Anatol» (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) auf www.artefacti.de vom 1. Februar 2011, abgerufen am 20. Mai 2011.
  29. Frankfurter Kunstverein: Beuys in Frankfurt. In: Frankfurter Rundschau. und Amboß für Frau Maos Messer. In: Frankfurter Stadtanzeiger. Vom 4. Und 6. November 1976 (PDF-Datei).
  30. Museum Ratingen: Anatol. Arbeiten aus der Sammlung Gertz. Vom 16. März bis 24. August 2014.
  31. Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf: Objekte und Denkmäler im Stadtbild (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). Grupello-Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-89978-044-2, S. 14, PDF-Datei im Portal grupello.de, abgerufen am 17. Februar 2013.
  32. Brinkmann 2001, S. 37
  33. GEOMAR Jahresbericht Nr. 61, 1996, S. 7
  34. Partnerschaftsstein Calau-Viersen
  35. @1@2Vorlage:Toter Link/busanbiennale.orghttp://busanbiennale.org/eng/index.php?pCode=MN2000169&mode=view&idx=6391 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2020. Suche in Webarchiven)
  36. LKH-Univ.Klinikum Graz Skulpturengruppe „Heilkunst“ (Memento vom 13. Mai 2019 im Internet Archive)
  37. Moerser auf Kunstreise in Surinam, auf rp-online.de
  38. Kunstenaars overhandigen “Trias Politica” aan voorzitter DNA, auf dna.sr
  39. UNIEKE TENTOONSTELLING „DIE REISE NACH SURINAME“