Starship (Band)

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Starship
Starship (2010)
Starship (2010)
Allgemeine Informationen
Herkunft Vereinigte Staaten
Genre(s) Rock
Gründung 1985
Website www.starshipcontrol.com
Aktuelle Besetzung
Mickey Thomas
Stephanie Calvert
Phil Bennett
Darrell Verdusco
Jeff Adams
John Roth

Starship ist eine 1985 gegründete amerikanische Rockband. Durch die Änderung der musikalischen Stilrichtung sowie den Verlust wichtiger Mitglieder schuf sich die Band Jefferson Starship, vormals Jefferson Airplane, mit der Namensänderung eine neue Identität.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1984 verließ Paul Kantner, das letzte verbliebene Gründungsmitglied von Jefferson Airplane bzw. Jefferson Starship und unternahm rechtliche Schritte wegen des Namens gegen seine ehemaligen Bandkollegen. Man einigte sich außergerichtlich und es wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, dass weder die Bezeichnungen „Jefferson“ noch „Airplane“ verwendet werden durften.

Die Band musste daraufhin 1985 ihren Namen ändern, es wurde das „Jefferson“ weggelassen; übrig blieb „Starship“. Der Keyboarder David Freiberg blieb nach der Gerichtsverhandlung noch bei der Band und besuchte die Studioaufnahmen für das erste Album. Er war unzufrieden mit den Sessions, weil die ganze Keyboard-Arbeit im Studio von Peter Wolf (er spielte bei den Sessions für das Album Nuclear Furniture von Jefferson Starship und unterstützte die Band während der darauffolgenden Tour) erledigt wurde. Freiberg verließ die Band und das Album wurde mit den fünf übrigen Mitglieder abgeschlossen, bestehend aus Sängerin Grace Slick, Sänger Mickey Thomas, Gitarrist Craig Chaquico, Bassist Pete Sears und Schlagzeuger Donny Baldwin. Im selben Jahr stieß Gabriel Katona zur Band und spielte Keyboard sowie Saxophon bis zum Ende des Jahres 1986.

Das erste Album Knee Deep in the Hoopla wurde im September 1985 veröffentlicht und beinhaltet zwei US-Nummer-Eins-Hits. Der erste ist We Built This City, von Bernie Taupin, Martin Seite, Dennis Lambert und Peter Wolf geschrieben und von Grammy-Gewinner Bill Bottrell und Jasun Martz produziert; der zweite ist das Lied Sara. Das Album selbst erreichte in den USA Platz 7, dort wurde es mit Platin ausgezeichnet, außerdem wurden mit Tomorrow Doesn’t Matter Tonight (Platz 26) und Before I Go (Platz 68) zwei weitere Singles veröffentlicht.

Im Januar 1987 kam ihr Song Nothing’s Gonna Stop Us Now durch den Film Mannequin direkt auf Platz 1. Mit 47 Jahren war Sängerin Grace Slick die älteste Frau, die je einen Nummer-Eins-Song in den USA gesungen hatte. Sie hielt diesen Rekord, bis die damals 52-jährige Sängerin Cher ihn 1998 mit ihrem Song Believe brach.

Als im Juli 1987 das zweite Album No Protection veröffentlicht wurde, hatte Bassist Pete Sears die Band bereits verlassen. Er spielte danach mit den ehemaligen Jefferson-Airplane-Mitgliedern Jorma Kaukonen und Jack Casady zehn Jahre zusammen. No Protection wurde erst sechs Monate nach Nothing’s Gonna Stop Us Now herausgebracht und kam in den Charts bis auf Platz 12. Danach erschienen mit It’s Not Over (’Til It’s Over) (Platz 9) und Beat Patrol (Platz 46) noch zwei weitere Singles. Der letzte Song auf dem Album, Set the Night to Music, wurde später ein großer Hit, neu aufgenommen als Duett zwischen Roberta Flack und Maxi Priest. Für die darauffolgende „No Protection-Tour“ wurde Brett Bloomfield als neuer Bassist und Mark Morgan als neuer Keyboarder eingestellt.

1988 verließ Grace Slick Starship, um mit den neu reformierten Jefferson Airplane ein Album aufzunehmen, bevor sie ankündigte, musikalisch in den Ruhestand zu gehen. Nachdem Kantner, Sears und Freiberg die Band verlassen hatten, waren alle neuen und übrigen Mitglieder mehr als ein Jahrzehnt jünger als sie. Bis zum heutigen Tag meint Slick, dass alte Menschen nicht mehr auf eine Rock’n’Roll-Bühne gehören. Danach erschien die Single Wild Again, die trotz Mithilfe des Films Cocktail nur Platz 73 in den amerikanischen Charts erreichte.

Mit Mickey Thomas als nun einzigem Sänger der Band wurde im August 1989 das Album Love Among the Cannibals veröffentlicht, und sie gingen auf Tour, um das Album zu promoten, aber die Tour lief nicht gut. Das Album erreichte nur Platz 64 der Charts. Ende September 1989, während sich die Band in Scranton, Pennsylvania für eine Show aufhielt, gerieten Donny Baldwin und Mickey Thomas in einen heftigen Streit, in dem Thomas schwer verletzt wurde, woraufhin ihm zwei Titanplatten in den Schädel implantiert werden mussten. Baldwin wurde unmittelbar danach von der Band gefeuert. Der Rest der Tour wurde verschoben, bis sich Thomas erholt hatte und in der Lage war, wieder aufzutreten.

Nachdem es Thomas wieder gut ging, setzte die Gruppe ihre Tour fort. Es erschien mit It’s Not Enough eine zweite Single, die Platz 12 der US-Charts erreichte, während die dritte, I Didn’t Mean to Stay All Night, es nur auf Platz 75 schaffte. Mit Kenny Stayripolous wurde ein neuer Schlagzeuger eingestellt, ferner wurden zwei weibliche Backgroundsängerinnen, Christina Marie Saxton und Melisa Kary, hinzugenommen. Nach dem Ende der „Cannibals-Tour 1990“ teilte Craig Chaquico, das letzte verbliebene Jefferson-Starship-Originalmitglied mit, dass die Band Verluste einfuhr. Thomas machte unter anderem die Unterbrechung der Tour dafür verantwortlich, dennoch blieb Love Among the Cannibals sein Lieblingsalbum von Starship.

Im Mai 1991 brachte die Plattenfirma RCA ein Greatest-Hits-Album auf den Markt. Greatest Hits (Ten Years and Change 1979-1991) beinhaltet zwei neue Tracks, einen mit Thomas und Chaquico aufgenommen, der andere nur mit Thomas sowie einigen Studiomusikern. Mit Good Heart (Platz 81) wurde die einzige Single ausgekoppelt. Für eine kurze Zeit dachte man, dass Starship und Mickey Thomas weiter machen würden, aber Manager Bill Thompson entschied, dass es vorbei sei, und zusammen mit RCA beschloss man, dass die Band genug Musik gemacht habe. Doch Thomas ging ab 1992 unter dem Namen Starship featuring Mickey Thomas mit unterschiedlichem Personal regelmäßig auf Tour. Währenddessen wurde Jefferson Starship durch Paul Kantner wieder ins Leben gerufen.

2006 schloss sich mit Stephanie Calvert wieder eine weibliche Sängerin der Band an. Im November 2010 kündigte Mickey Thomas auf seiner Webseite an, dass ein neues Starship-Album mit dem Namen Loveless Fascination im Sommer oder Herbst 2011 veröffentlicht werde. Das Album kam schließlich erst im September 2013 heraus. Es konnte sich, ebenso wie die Single-Auskopplung It’s Not the Same as Love, nicht in den Charts platzieren.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] VÖ-Datum
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1985 Knee Deep In The Hoopla 45
(14 Wo.)
29
(2 Wo.)
7 Platin
(50 Wo.)
10. September 1985
1987 No Protection 20
(9 Wo.)
11
(3 Wo.)
26
(5 Wo.)
12 Gold
(25 Wo.)
27. Juli 1987
1989 Love Among The Cannibals 64
(18 Wo.)
15. August 1989
2013 Loveless Facination 17. September 2013

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2] VÖ-Datum
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1985 We Built This City
Knee Deep In The Hoopla
10
(12 Wo.)
21
(6 Wo.)
8
(10 Wo.)
12 Gold
(16 Wo.)
1 Gold
(24 Wo.)
1. August 1985
1985 Sara
Knee Deep In The Hoopla
15
(12 Wo.)
15
(10 Wo.)
9
(7 Wo.)
66
(7 Wo.)
1
(20 Wo.)
Dezember 1985
1986 Tomorrow Doesn’t Matter Tonight
Knee Deep In The Hoopla
26
(13 Wo.)
1986
1986 Before I Go
Knee Deep In The Hoopla
68
(7 Wo.)
1986
1987 Nothing’s Gonna Stop Us Now
No Protection
3
(20 Wo.)
3
(16 Wo.)
4
(18 Wo.)
1 Gold
(20 Wo.)
1 Gold
(22 Wo.)
30. Januar 1987
1987 It’s Not Over (’Til It’s Over)
No Protection
57
(6 Wo.)
86
(4 Wo.)
9
(16 Wo.)
1987
1987 Beat Patrol
No Protection
46
(10 Wo.)
1987
1988 Wild Again
Love Among The Cannibals
73
(8 Wo.)
1988
1989 It’s Not Enough
Love Among The Cannibals
87
(2 Wo.)
12
(16 Wo.)
1989
1989 I Didn’t Mean To Stay All Night
Love Among The Cannibals
75
(8 Wo.)
1989
1991 Good Heart
Greatest Hits (Ten Years And Change 1979-1991)
81
(4 Wo.)
19. April 1991
2013 It’s Not The Same As Love
Loveless Facination
2013

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK, US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]