Peter Wolf (Komponist)

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Ray Reach, Chuck Leavell und Peter Wolf bei den Birmingham Area Music Awards, Alabama am 17. April 2008

Peter Wolf (* 26. August 1952 in Wien) ist ein österreichisch-amerikanischer Musikproduzent und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Peter Wolf gab im Alter von neun Jahren sein erstes Beethoven-Klavier-Konzert und wurde mit 16 von Fatty George in dessen Band geholt. Nebenbei machte er Matura. Später spielte er mit Karl Ratzer in der Band Gipsy Love.

Er schrieb Lieder und Arrangements für André Heller und Erika Pluhar.

1973 ging Wolf in die USA. In Atlanta/Georgia spielte er in einer Jazz-Band, mit der er von einem Hotel zum anderen tourte. In Birmingham/Alabama stieg er aus, spielte in einem Club namens „Courtyard“ und wurde als Lehrer an die University of Montevallo engagiert, wo er ein Jahr lang die Studenten-Big-Band unterrichtete.

1978 ging er nach Los Angeles, wo er Keyboarder in der Band von Frank Zappa wurde, mit dem er mehrere Alben aufnahm und bis 1981 untwerwegs war.[1]

Peter Wolf und Ina Wolf waren von 1979 bis 1995 ein Paar. Die Eheschließung wurde aber rückwirkend annulliert.[2] Ina Wolf nahm als Christina Simon mit dem Lied Heute in Jerusalem am Eurovision Song Contest 1979 teil,[3] wo es allerdings nur einen geteilten letzten Platz erreichte. Mit ihr bildete er das Duo Wolf & Wolf, das zwischen 1982 und 1984 zwei Alben herausbrachte.[4]

Wolf schrieb die Filmmusik zu den Filmen Wieder Ärger mit Bernie, Peanuts – Die Bank zahlt alles, Die unendliche Geschichte 3 – Rettung aus Phantasien und Irren ist männlich. Ferner war er für den Soundtrack zu der TV-Serie Tanz auf dem Vulkan verantwortlich.[5]

1999 und 2004 gestaltete Peter Wolf die Visualisierte Linzer Klangwolke. 2002 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Peter Wolf lebt in Malibu und ist mit Lea Wolf-Millesi, Lyrikerin und Fashion Model, verheiratet. Im September 2015 starteten Lea und Peter Wolf-Millesi das Internet-Projekt Whamslam, das sich an Kinder richtet.[6]

Alben mit Frank Zappa[Bearbeiten]

  • Sheik Yerbouti (1979)
  • Joe's Garage 1 (1979)
  • Joe's Garage 2 & 3 (1979)
  • Tinsel Town Rebellion (1981)
  • Shut Up 'n Play Yer Guitar (1981)

Discographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Solo

  • 1969: A Change In My Life (Jazz)
  • 1972: Gorilla-Gorilla (Jazz, Rock)

Gipsy Love

  • 1970: Gipsy Love (The White Album) (Jazz, Rock, Funk / Soul)
  • 1972: Here We Come (Jazz, Rock, Funk / Soul)

Mitarbeit[Bearbeiten]

  • 1988: Frank Zappa ("Baby Snakes")
  • 1988: Frank Zappa ("You Can't Do That On Stage Anymore Vol. 1")
  • 1989: Wang Chung ("The Warmer Side Of Cool")
  • 1990: Go West ("The King Of Wishful Thinking")
  • 1990: Santana ("Who's That Lady")
  • 1990: Santana ("Gypsy Woman")
  • 1992: Go West ("Indian Summer")
  • 1998: Nick Kershaw (Greatest Hits)
  • 2000: Michael McDonald ("On My Own")
  • 2001: Jeff Richman & Friends ("Let This Be The One")
  • 2002: Joe Sample ("The Pecan Tree")
  • 2004: Frank Zappa ("In Poughkeepsie")
  • 2005: Big Country ("Classic")
  • 2006: Sergio Mendes ("Surfboard")
  • 2009: DoubleYouSee ("Playing In Tongues")
  • 2010: Survivor ("Vital Signs")
  • 2011: Gussie Millner ("What More Can I Say")
  • 2014: Georg Danzer ("Der Tschik")

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

  • 1981: Der Feenprinz (Tündér Lala)
  • 1981: Wuk, der Fuchs (Vuk)
  • 1993: Wieder Ärger mit Bernie (Weekend at Bernie's II)
  • 1996: Peanuts - Die Bank zahlt alles
  • 1996: Irren ist männlich
  • 1994: Die unendliche Geschichte III - Rettung aus Phantasien (The Neverending Story III: Escape from Fantasia)
  • 1997: Die furchtlosen Vier (The Fearless Four)
  • 1998: Widows - Erst die Ehe, dann das Vergnügen
  • 1999: St. Pauli Nacht
  • 2001: Der Himmel von Hollywood (The Hollywood Sign)
  • 2004: Nussknacker und Mäusekönig (The Nutcracker and the Mouseking)
  • 2004: Das allerbeste Stück
  • 2007: Molly & Mops
  • 2007: Die Vampirprinzessin
  • 2009: Kommissar Rex - Ein tödliches Match
  • 2010: Molly & Mops - Das Leben ist kein Guglhupf
  • 2011: Molly & Mops - Ein Mops kommt selten allein
  • 2011: Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel

Fernsehserien[Bearbeiten]

  • 1981: Pityke (13 Episoden)
  • 1993 - 1995: Öregberény (16 Episoden)
  • 1996: Tanz auf dem Vulkan
  • 2000 - 2009: Kommissar Rex (44 Episoden)
  • 2006: 8x45 - Austria Mystery (1 Episode)
  • 2006 - 2007: SOKO Wien (3 Episoden)
  • 2009: Universum (1 Episode)
  • 2012: Österreich-Bild (1 Episode)
  • 2013 - 2014: Wilde Reise

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. spiegel.de: Besuch bei Peter Wolf: "Das Orchester bin ich!"
  2. Whamslam: Österreicher startet "Youtube für Kinder", Der Standard, 9. September 2015
  3. Sommer-Special 2013 – Gute Reise! – Teil 6: Von Wien nach Jerusalem bei blog.prinz.de, abgerufen am 1. April 2015
  4. Wolf & Wolf Discography bei discogs.com, abgerufen am 27. März 2015
  5. Tanz auf dem Vulkan (TV-Serie)
  6. Whamslam: Österreicher startet "Youtube für Kinder", Standard, 9. September 2015