Stephen Malkmus

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Stephen Joseph Malkmus (* 30. Mai 1966 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Musiker, der als Frontmann der Indie-Rock-Band Pavement bekannt wurde und jetzt bei Stephen Malkmus and the Jicks spielt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephen Malkmus wurde in Santa Monica als Sohn eines Versicherungsmaklers geboren und wuchs ab seinem 8. Lebensjahr im nordkalifornischem Stockton auf. Er besuchte die Tokay High School im nahegelegenem Lodi. Als Jugendlicher brachte er sich anhand von Musikaufnahmen von Jimi Hendrix selbst das Gitarrespielen bei[1] und spielte in mehreren lokalen Punkbands; zu seinen Jugendfreunden gehörte der spätere Pavement-Gitarrist Scott Kannberg. Malkmus studierte an der University of Virginia Geschichte. Während des Studiums war er als DJ bei der Collegeradiostation WTJU tätig und lernte u.a. seinen späteren Mitmusiker David Berman und den späteren Yo La Tengo-Bassisten James McNew kennen. Durch eine Beschäftigung als Wachmann im Whitney Museum of American Art lernte er den späteren Pavement-Schlagzeuger Bob Nastanovich kennen[2]. Nach seinem Abschluss gründete er mit Scott Kannberg 1989 Pavement sowie mit David Berman die Gruppe The Silver Jews. 1996 war er an der Seite von Janeane Garofalo in dem Film Sweethearts zu sehen.[3] 1997 veröffentlichte Malkmus mit Mitgliedern der Band Silkworm unter dem Namen The Crust Brothers das Live-Coveralbum Marquee Mark, auf dem unter anderem fünf Bob-Dylan-Songs zu hören sind.

Nach der Trennung von Pavement spielte Malkmus ab 1999 mit Kim Gordon, Ikue Mori, Thurston Moore und Jim O’Rourke kurze Zeit unter dem Namen Kim’s Bedroom zusammen, allerdings veröffentlichte die Gruppe keine Tonträger.

Im Jahr 2000 nahm Malkmus sein erstes Soloalbum auf. Er wurde dabei vom Decemberists-Schlagzeuger John Moen und der Bassistin Joanna Bolme unterstützt, die anschließend auch in der Band Stephen Malkmus and the Jicks spielten. Es folgten zwei weitere Alben, die jeweils überwiegend positive Kritiken in Medien wie Pitchfork Media erhielten. Beide Alben schafften es in die Billboard Charts, wobei die Pig Lib auf Platz 97 der die Top-100 gelangte. Am 7. März 2008 erschien Malkmus’ Album Real Emotional Trash, auf dem statt John Moen die Schlagzeugerin Janet Weiss Sleater-Kinney zu hören ist.

Malkmus heiratete 2006, hat zwei Töchter und lebt in Portland (Oregon). Seit August 2011 lebte Malkmus mit seiner Familie zeitweise in Berlin.[4] Während dieser Zeit führte er das Album Ege Bamyasi der Band Can zusammen mit Sebastian Blume (Synthesizer), Felix Hedderich (Bass), Jan Philipp Janzen (Schlagzeug) und Phillip Tielsch (Gitarre) von der Band Von Spar auf.[5][6]

Equipment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner Zeit bei Pavement verwendete Malkmus vorwiegend eine Fender Stratocaster. Des Weiteren spielte er eine Fender Jazzmaster, eine Gibson Les Paul, eine Gibson SG und eine bauähnliche Guild S-100. Er spielte zudem eine Danelectro Silvertone.

An Verstärkern setzt er vor allem einen 1970s Marshall 4x12 Cabinet und einen Orange Amplifiers Retro 50 50-Watt Vintage Tube Guitar Amp Head ein. Des Weiteren benutzt er live diverse Verstärker der Marken Fender und Marshall sowie zahlreiche Effektpedale.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephen Malkmus live in N.Y., 2005
  • 1989–1999: Pavement, siehe die Diskografie dort
  • 1994: The Silver Jews: Starlite Walker (Album)
  • 1996: Beitrag zum Soundtrack von SubUrbia – Sixpacks, Sex + Supermarkets (Regie: Richard Linklater): Stephen Malkmus & Elastica: Unheard Music (Cover des gleichnamigen Songs der Band X)[3]
  • 1998: The Crust Brothers: Marquee Mark[7]
  • 1998: The Silver Jews: American Water (Album) mit 2 Songs von David Berman und Stephen Malkmus: Federal Dust und Blue Arrangements
  • 1997: Beitrag zum Soundtrack von Sweethearts (Regie: Aleks Horvath): Stephen Malkmus: Agony of the Stars[3]
  • 2000-jetzt: Stephen Malkmus and the Jicks, siehe die Diskografie dort
  • 2001: Beitrag zur Compilation All Tomorrow's Parties 1.1 - A compilation of artists from the Sonic Youth edition of the ATP festival: Stephen Malkmus - Good Kids Egg[8]
  • 2002: Beitrag zum Flying-Nun-Tribute-Album "Under the Influence - 21 years of Flying Nun Records": Stephen Malkmus: Death & the Maiden (Cover des gleichnamigen Songs der Band Verlaines)[9]
  • 2005: The Silver Jews: Tanglewood Numbers (Album), mit dem Song The Farmer's Hotel, Kollaboration von David Berman, Stephen Malkmus, Gate Pratt und Jeff Grosfeld
  • 2007: Beiträge zum Soundtrack von I’m Not There (Regie: Todd Haynes): Stephen Malkmus & The Million Dollar Bashers - Ballad Of A Thin Man, Maggies Farm; Stephen Malkmus & Lee Ranaldo - Can't Leave Her Behind
  • 2013: Stephen Malkmus And Friends: Can's Ege Bamyasi, Album auf dem Label Matador in grünem Vinyl (OLE 1030-1) und auf dem Label Domino Records in rotem Vinyl Domino – (WIG-LP311), Live-Cover des gleichnamigen Albums der Band Can auf dem Kölner Weekend-Festival vom November/Dezember 2012 zusammen mit Sebastian Blume (Synthesizer), Felix Hedderich (Bass), Jan Philipp Janzen (Schlagzeug) und Phillip Tielsch (Gitarre) von der Band Von Spar[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Dear Superstar: Stephen Malkmus (Memento vom 10. Juli 2010 im Internet Archive)
  3. a b c Stephen Malkmus. The Internet Movie Database. Abgerufen am 29. August 2011.
  4. Thomas Weiland: Stephen Malkmus gastiert in Berlin.. Tip Berlin. 25. August 2011. Abgerufen am 30. August 2011.
  5. Thomas Vorreyer: WEEK-END FEST 2012 IN KÖLN In: Spex, 19. November 2012
  6. Conor Dillon: US rockstar Stephen Malkmus talks Krautrock In: DW, 4. Dezember 2012
  7. Crust Brothers, The – Marquee Mark. Discogs. Abgerufen am 29. August 2011.
  8. VARIOUS ARTISTS - ALL TOMORROW'S PARTIES 1.1 CURATED BY SONIC YOUTH. All Tomorrows Partie's Festival. Abgerufen am 29. August 2011.
  9. Various – Under The Influence - 21 Years Of Flying Nun Records. Discogs. Abgerufen am 29. August 2011.
  10. CAN'S EGE BAMYASI PLAYED BY STEPHEN MALKMUS AND FRIENDS. In: Website von Domino Records, 20. Februar 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stephen Malkmus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien