Straßburg (Kärnten)

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Straßburg
Wappen von Straßburg
Straßburg (Kärnten) (Österreich)
Straßburg (Kärnten)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Hauptort: Straßburg-Stadt
Fläche: 97,43 km²
Koordinaten: 46° 54′ N, 14° 20′ OKoordinaten: 46° 53′ 44″ N, 14° 19′ 51″ O
Höhe: 642 m ü. A.
Einwohner: 2.086 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 9341
Vorwahl: 0 42 66
Gemeindekennziffer: 2 05 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
9341 Straßburg
Website: www.strassburg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Pirolt (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
9 FPÖ, 5 ÖVP, 4 SPÖ, 1 BLS
Lage der Stadt Straßburg im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Althofen Brückl Deutsch-Griffen Eberstein Frauenstein Friesach Glödnitz Gurk Guttaring Hüttenberg (Kärnten) Kappel am Krappfeld Klein Sankt Paul Liebenfels Metnitz Micheldorf Mölbling Sankt Georgen am Längsee Sankt Veit an der Glan Straßburg Weitensfeld im Gurktal KärntenLage der Gemeinde Straßburg (Kärnten) im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schloss Straßburg, von der Stadt aus gesehen

Straßburg ist eine Stadtgemeinde mit 2086 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Norden Kärntens im Gurktal inmitten der Gurktaler Alpen an der Gurk. Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden) Metnitz, Friesach, Micheldorf, Althofen, Mölbling, Gurk und Weitensfeld.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich in die drei Katastralgemeinden St. Georgen, Straßburg-Land und Straßburg-Stadt. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 50 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bachl (9)
  • Buldorf (0)
  • Dielach (0)
  • Dobersberg (19)
  • Dörfl (0)
  • Drahtzug (9)
  • Edling (8)
  • Gassarest (6)
  • Glabötsch (8)
  • Gruschitz (16)
  • Gundersdorf (30)
  • Hackl (20)
  • Hausdorf (20)
  • Herd (25)
  • Hohenfeld (17)
  • Höllein (5)
  • Kraßnitz (19)
  • Kreuth (17)
  • Kreuzen (17)
  • Kulmitzen (1)
  • Langwiesen (31)
  • Lees (13)
  • Lieding (2)
  • Machuli (53)
  • Mannsdorf (18)
  • Mellach (80)
  • Mitterdorf (15)
  • Moschitz (6)
  • Olschnitz (19)
  • Olschnitz-Lind (13)
  • Olschnögg (20)
  • Pabenberg (0)
  • Pöckstein-Zwischenwässern (59)
  • Pölling (13)
  • Ratschach (10)
  • Sankt Georgen (52)
  • Sankt Jakob (7)
  • Sankt Johann (31)
  • Sankt Magdalen (8)
  • Sankt Peter (19)
  • Schattseite (35)
  • Schmaritzen (22)
  • Schneßnitz (33)
  • Straßburg-Stadt (1.251)
  • Unteraich (11)
  • Unterfarcha (13)
  • Unterrain (9)
  • Wildbach (29)
  • Wilpling (6)
  • Winklern (25)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 864 erstmals urkundlich erwähnt, als König Ludwig der Deutsche dem Salzburger Erzbistum hier einen Besitz schenkte. Die Burg Straßburg wurde 1147 unter dem vierten Gurker Bischof Roman I. errichtet, im 15. Jahrhundert als Schloss ausgebaut und diente bis ins 18. Jahrhundert als Sitz der Gurker Bischöfe. Als Bischofssitz wurde der Ort der wichtigste Ort im Gurktal und so wurde 1229 Straßburg zum Markt erhoben und bereits 1382 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Das Stadtrecht wurde 1402 von Fürstbischof Konrad III. von Helfenberg bestätigt.

Nachdem die Straßburg 1767 durch ein Erdbeben stark beschädigt worden war, wurde die Residenz der Bischöfe zunächst auf Schloss Pöckstein und schließlich 1787 nach Klagenfurt verlegt. Die Ämter der bischöflichen Gutsverwaltung blieben noch bis 1858 in Straßburg. Durch die Verlegung des Bischofssitzes und der Gutsverwaltung verlor die Stadt zusehends an Bedeutung.

Das Gebiet der 1850 neu konstituierten Stadtgemeinde umfasste den Sprengel des ehemaligen Landgerichts Straßburg (ohne Gurk), und hat sich mit Ausnahme einer Gebietsabtretung eines Teils der KG Straßburg-Land an Gurk (1924/25) seither nicht verändert.

Verkehrlich wurde die Stadtgemeinde insbesondere durch die Gurktalbahn ab 1898 erschlossen und durch sie an die Südbahn angebunden, deren Betrieb in Straßburg allerdings 1972 endgültig eingestellt wurde; die gesamte Strecke wurde im Bereich der Gemeinde demoliert.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Straßburg 2.335 Einwohner, davon sind 95,0 % österreichische und 1,3 % bosnische Staatsbürger. 90,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, 1,0 % zur evangelischen Kirche und 2,2 % sind islamischen Glaubens. 3,3 % der Bevölkerung ist ohne religiöses Bekenntnis.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Straßburg (Kärnten)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Straßburg hat fünf Mitglieder. Direkt gewählter Bürgermeister ist Franz Pirolt (FPÖ).[2]

Bürgermeister seit 1850
Johann Vincenz Gorton 1850–1861
Peter Martin 1861–1864
Thomas Krall 1864–1867
Johann Vincenz Gorton 1867–1879
Heinrich Kaßegger 1880–1883
Thomas Krall 1883–1886
Heinrich Kaßegger 1886–1892
Alois Strauß 1892–1895
Heinrich Kaßegger 1895–1896
Wilhelm Gorton 1896–1922
Franz Ruhdorfer 1924–1926
Michael Stromberger 1926–1931
Jakob Leitgeb 1931–1932
Josef Truppe 1932–1935
Wilhelm Gorton 1935–1936
Wilhelm Freidl 1937
Matthias Sagl 1937–1938
Wilhelm Rothenpieler 1938–1939
Franz Truppe 1939–1945
Eduard Dietrich 1945
Hans Mitteregger 1945–1950
Hans Trocker 1950–1951
Franz Truppe 1951–1953
Hans Trocker 1953–1959
Hans Aichern 1959–1964
Wilhelm Gorton 1964–1991
Ferdinand Wachernig 1991–2009
Franz Pirolt seit 2009

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2015
Wahlbeteiligung: 79,67 %
 %
50
40
30
20
10
0
48,07 %
24,41 %
20,48 %
7,03 %
BLS

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzte sich nach der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Führung eines Siegels ist für ca. 1346 (aufgrund der vermuteten Verleihung von Stadtrechten) erschlossen, in einer Urkunde vom 17. Februar 1382 ausdrücklich genannt, aber erst an einer Urkunde vom 12. Februar 1504 erhalten. Für Anlass und Grund der Motivwahl einer roten Rosette gibt es keine Hinweise.

Eine Bescheinigung der Wappenführung und die Neuverleihung der Flagge erfolgte am 19. Dezember 1969. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold eine achtblättrige rote Rosette, deren Kelch von einer silbergefassten blauen Scheibe gebildet wird, aus deren Mitte acht goldene Strahlen sternförmig zum Rand auf die silbernen Mittelrippen der Rosettenblätter zulaufen.“[3] Die Flagge ist Rot-Gelb-Blau mit eingearbeitetem Wappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Gorton (* 8. Dezember 1864; † 6. Januar 1922), Politiker und Großgrundbesitzer; Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Straßburg
  • Wilhelm Gorton (* 1. Dezember 1922; † 25. August 2016), Industrieller, Politiker (ÖVP) und Großgrundbesitzer; Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Straßburg
  • Nik P. (* 6. April 1962 in Friesach, Kärnten), Schlagersänger und -komponist
  • Hermann Pischelsberger (* 7. April 1913 in Kreuth; † 23. Februar 1945), Widerstandskämpfer gegen das NS Regime, im LG Wien hingerichtet
  • Hans Riedl (* 4. Februar 1919 in Straßburg in Kärnten; † 22. April 2007), Offizier des Österreichischen Bundesheeres

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Straßburg (Kärnten) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Straßburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. a b Amt der Kärntner Landesregierung, aufgerufen am 19. März 2015.
  3. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 278.