Deutsch-Griffen

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Deutsch-Griffen
Wappen von Deutsch-Griffen
Deutsch-Griffen (Österreich)
Deutsch-Griffen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 71,5 km²
Koordinaten: 46° 51′ N, 14° 4′ O46.85514.073888888889847Koordinaten: 46° 51′ 18″ N, 14° 4′ 26″ O
Höhe: 847 m ü. A.
Einwohner: 949 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9572
Vorwahl: 0 42 79
Gemeindekennziffer: 2 05 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Deutsch-Griffen 23,
9572 Deutsch-Griffen
Website: www.deutsch-griffen.at
Politik
Bürgermeister: Hans Prodinger (FPK)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
9 FPK, 4 ÖVP, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Deutsch-Griffen im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Althofen Brückl Deutsch-Griffen Eberstein Frauenstein Friesach Glödnitz Gurk Guttaring Hüttenberg (Kärnten) Kappel am Krappfeld Klein Sankt Paul Liebenfels Metnitz Micheldorf Mölbling Sankt Georgen am Längsee Sankt Veit an der Glan Straßburg Weitensfeld im Gurktal KärntenLage der Gemeinde Deutsch-Griffen im Bezirk Sankt Veit an der Glan (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Deutsch-Griffen ist eine Gemeinde mit 949 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Deutsch-Griffen liegt im Norden Kärntens rund 30 km nordwestlich von Klagenfurt in einem linken Seitental des Gurktales am Griffnerbach. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Gurkfluss bis zur kärntnerisch-steirischen Landesgrenze in den östlichen Nockbergen. Am nördlichen Rand der Gemeinde befindet sich der Talschluss des Paalbaches, der in die Mur entwässert. Dieser kaum bewohnte Teil der Gemeinde ist von der Flattnitz aus erschlossen und von Deutsch Griffen aus nur mit großem Umweg erreichbar und wird daher umgangssprachlich auch zur Flattnitz gezählt. Die Nachbargemeinden in Kärnten sind Glödnitz und Albeck. Im Norden grenzt die Gemeinde an die Steiermark.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Deutsch-Griffen. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 25 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Albern (18)
  • Arlsdorf (11)
  • Bach (44)
  • Bischofsberg (15)
  • Brunn (19)
  • Deutsch Griffen (383)
  • Faulwinkel (2)
  • Gantschach (0)
  • Göschelsberg (30)
  • Graben (9)
  • Gray (15)
  • Hintereggen (19)
  • Hochrindl (2)
  • Leßnitz (39)
  • Meisenberg (13)
  • Messaneggen (15)
  • Mitteregg (68)
  • Oberlamm (3)
  • Pesseneggen (10)
  • Ratzendorf (2)
  • Rauscheggen (67)
  • Sand (21)
  • Spitzwiesen (83)
  • Tanzenberg (50)
  • Unterlamm (2)

Geschichte[Bearbeiten]

Griffen wurde 927 erstmals urkundlich als „Grivinne“ erwähnt. Um 1043 wurde eine Kirche genannt. Die heutige Pfarrkirche wurde 1157 erstmals genannt, als der Gurker Bischof in ihren Besitz kam.

Die Gemeinde konstituierte sich im Jahr 1850, wobei sich der heutige Name erst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte. 1920 gab es gegenüber der Nachbargemeinde Albeck Grenzkorrekturen, 1973 wurde Deutsch-Griffen in die neu gebildete Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz integriert, verselbständigte sich aber 1991 nach einer Volksbefragung wieder.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Deutsch-Griffen hat 1023 Einwohner (2001), davon sind 97,8 % österreichische und 1,6 % deutsche Staatsbürger. 93,9 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 2,5 % zur evangelischen Kirche, 3,2 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 gibt es 82 Beschäftigte in der Gemeinde und 271 Auspendler. Wirtschaftlich dominierend ist die Land- und Forstwirtschaft. Es gibt 96 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 38 im Haupterwerb), die zusammen 5169 ha bewirtschaften (1999). Im Norden des Gemeindegebietes liegt das Schigebiet Hochrindl, das auch die Gemeinde Albeck umfasst.

Deutsch-Griffen hat über die Landesstraße L 64 Anbindung an die an der südlichen Gemeindegrenze vorbeiführende Gurktal Straße (B 93).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Deutsch-Griffen

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Deutsch-Griffen zählen die Pfarrkirche Hl. Jakobus der Ältere, ein im Kern romanischer und später erweiterter und zur Wehrkirche ausgebauter Bau aus dem 12. Jahrhundert, das Krippenmuseum im Pfarrstadel, der Mühlenwanderweg und das Fastentuch. Auf der Flattnitz steht auf Gemeindegebiet von Deutsch Griffen ein Kalkofen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[2]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Hans Prodinger (FPK).[3]

Wappen[Bearbeiten]

Der Gemeinde Deutsch-Griffen wurde am 12. September 1995 ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: „In Grün ein silberner Schrägrechtsbalken in Form eines mit Schindeln gedeckten und zwischen gemauerten Pfeilern über einem Geländer von Holzlatten schwarz durchbrochenen Ganges, oben begleitet von einer silbernen gotischen Kreuzblume, unten von einer silbernen entwurzelten Fichte.“[4] Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Die Gestaltung des Schrägrechtsbalkens ist einem Wahrzeichen der Gemeinde nachempfunden, dem langen Stiegenaufgang zu der über dem Dorf gelegenen Pfarrkirche St. Jakob dem Älteren. Die Kreuzblume deutet die Verzierungen an, die auf den Fialen der Triumphbogenwand links vom Chor der Kirche angebracht sind. Die Fichte steht für den Waldreichtum und dessen Bedeutung sowohl für die Forstwirtschaft als auch für den Tourismus.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsch-Griffen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 19. März 2009
  3. Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 19. März 2009
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 70