Strauch (Overath)

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Strauch
Stadt Overath
Koordinaten: 50° 58′ 38″ N, 7° 15′ 51″ O
Höhe: 188 m ü. NN
Eingemeindung: 1975
Strauch (Overath)
Strauch

Lage von Strauch in Overath

Strauch ist ein Ortsteil von Brombach in der Stadt Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Vor 1975 gehörte der Wohnplatz zur Gemeinde Hohkeppel. Im Zuge einer kommunalen Neugliederung wurde Strauch 1975 Teil der Stadt (damals Gemeinde) Overath.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Strauch liegt nordwestlich des Kerngebiets von Overath an der Grenze zum Oberbergischen Kreis und nahe der Grenze zu Bergisch Gladbach. Er ist über die Sülztaler Straße (Landesstraße 284) zu erreichen, die über längere Strecken entlang der Sülz verläuft. Ab den 1970er Jahren wuchsen Strauch, Brombacherberg, Ufer, Hagen und Unterbrombach zu einem geschlossenen Ortsbereich zusammen, der heute den Kern des Stadtteils Brombach bildet. Weitere Orte in der Nähe sind Unterbilstein, Kalkofen, Obersteeg und Klefhaus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Charte des Herzogthums Berg des Carl Friedrich von Wiebeking aus dem Jahr 1789 geht hervor, dass der Ortsbereich zu dieser Zeit Teil der Honschaft Tüschen im Kirchspiel Hohkeppel des bergischen Amts Steinbach war.[1]

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1817 als Strauch verzeichnet. Die Preußische Uraufnahme von 1845 zeigt den Wohnplatz unter dem Namen Brombach. Auf der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist der Ort auf Messtischblättern regelmäßig unbeschriftet verzeichnet, von der Ausgabe 1933 bis zur Ausgabe 1971 der Topografischen Karte 1:25.000 erscheint der Ort unter dem Namen Strauch.

1822 lebten vier Menschen im als Haus kategorisierten Ort, der nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Administration und deren Ablösung zur Gemeinde Hohkeppel der Bürgermeisterei Engelskirchen im Kreis Wipperfürth gehörte.[2] Für das Jahr 1830 werden für den als Strauch bezeichneten Ort zusammen mit Löffelsende, Lenneferberg, Luttersiefen und Westen 46 Einwohner angegeben.[3] Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zwei Wohngebäude mit acht Einwohnern, alle katholischen Bekenntnisses.[4] Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Strauch 1871 mit zwei Wohnhäusern und 13 Einwohnern auf.[5] Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Strauch zwei Wohnhäuser mit elf Einwohnern angegeben.[6] 1895 besitzt der Ort zwei Wohnhäuser mit fünf Einwohnern,[7] 1905 werden zwei Wohnhäuser und sechs Einwohner angegeben.[8]

Aber den 1970er Jahren wuchsen Strauch, Hagen, Brombacherberg und Unterbrombach zu einem geschlossenen Ortsbereich zusammen, der den Kern des Stadtteils Brombach bildet.

Aufgrund § 10 und § 14 des Köln-Gesetzes wurde 1975 die Gemeinde Hohkeppel aufgelöst und in Lindlar eingemeindet. Dabei wurden einige Ortsteile Hohkeppels in die Gemeinde Overath umgemeindet, darunter auch Strauch.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
  2. Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 4. Karl August Künnel, Halle 1823.
  3. Friedrich von RestorffTopographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830
  4. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  5. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.
  6. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  7. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  8. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.
  9. Das Köln-Gesetz im Wortlaut. Abgerufen am 7. Juni 2016.