Kreis Wipperfürth

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Lage des Kreises Wipperfürth (1905)

Der Kreis Wipperfürth war ein von 1816 bis 1932 bestehender Kreis im preußischen Regierungsbezirk Köln. Mit jenem gehörte er zunächst zur Provinz Jülich-Kleve-Berg, ab 1822 schließlich zur Rheinprovinz. Kreisstadt war Wipperfürth. Das ehemalige Kreisgebiet liegt heute zum überwiegenden Teil im Oberbergischen Kreis und zu einem kleineren Teil im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Wiener Kongress wurde das Großherzogtum Berg am 31. Mai 1815 Preußen zugesprochen. 1816 wurde preußische Verwaltungseinteilung in Provinzen, Regierungsbezirke und Kreise eingeführt. Dabei wurde auch der Kreis Wipperfürth gegründet, der im Wesentlichen aus dem Gebiet der Kantone Lindlar und Wipperfürth bzw. dem Gebiet des alten bergischen Amtes Steinbach bestand. Der Kreis war in die sechs Bürgermeistereien Engelskirchen, Klüppelberg, Cürten, Lindlar, Olpe und Wipperfürth gegliedert, die während der Franzosenzeit als Mairien gegründet worden waren. Durch die Gemeindeordnung für die Rheinprovinz erhielten 1845 alle Orte, die einen eigenen Haushalt führten, den Status einer Gemeinde.[1] Wipperfürth erhielt außerdem 1856 die Rheinische Städteordnung. Seitdem war der Kreis Wipperfürth wie folgt gegliedert:

Bürgermeisterei Gemeinden (1865)
Cürten Bechen, Cürten
Engelskirchen Engelskirchen, Hohkeppel
Klüppelberg Klüppelberg
Lindlar Lindlar
Olpe Olpe, Wipperfeld
Wipperfürth Wipperfürth (Stadt)

Das Gebiet des Kreises umfasste 1885 eine Fläche von 311,57 km².[2] Wie in der gesamten Rheinprovinz wurden 1927 die Bürgermeistereien des Kreises in Ämter überführt. Die beiden Gemeinden des Amtes Olpe wurden am 1. Juli 1929 in das Amt Kürten eingegliedert.[3] Am 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Wipperfürth aufgelöst und mit dem Kreis Mülheim am Rhein zum Rheinisch-Bergischen Kreis mit Sitz in Bergisch Gladbach zusammengeschlossen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1816 19.836[4]
1828 22.146[4]
1871 27.592[2]
1880 28.289[2]
1890 27.971[5]
1900 28.251[5]
1910 29.600[5]
1925 29.341[5]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Schröder: Zwischen französischer Revolution und Preußens Gloria, Heimatverein Eitorf, 1989

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreis Wipperfürth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeordnung für die Rheinprovinz 1845, § 1
  2. a b c Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885
  3. Geschichte der Gemeinde Kürten
  4. a b Beiträge zur Statistik der Königl. Preussischen Rheinlande. 1829, S. 22, abgerufen am 11. November 2014.
  5. a b c d Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 2. November 2014.

Koordinaten: 51° 7′ 1″ N, 7° 23′ 55″ O