Stresemannallee (Frankfurt am Main)

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Stresemannallee
Wappen
Straße in Frankfurt am Main
Stresemannallee
Heimatsiedlung und Tiroler Park
Basisdaten
Ort Frankfurt am Main
Ortsteil Sachsenhausen-Nord, Sachsenhausen-Süd
Angelegt 1890–1930
Anschlussstraßen Friedensbrücke (Norden)
Querstraßen Schaumainkai, Kennedyallee, Mörfelder Landstraße
Bauwerke Hippodrom (†), S-Bahnhof Stresemannallee, Riedhof (†), Heimatsiedlung, Fritz-Kissel-Siedlung
Technische Daten
Straßenlänge 1,7 Kilometer[1]

Die Stresemannallee (bis 1929 Wilhelmstraße, 1935–1945 Saarallee[2]) ist eine wichtige Ein- und Ausfallstraße im Süden Frankfurts. Sie verbindet die Friedensbrücke in Sachsenhausen-Nord mit der Fritz-Kissel-Siedlung im Sachsenhausen-Süd. Sie ist Teil der Bundesstraße 44 und wird auf der kompletten Länge von der Straßenbahn Frankfurt am Main befahren.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedensbrücke – Kennedyallee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nördliche Teil der Stresemannallee ist für das hohe Verkehrsaufkommen sehr breit ausgebaut. Sie verfügt pro Richtung über vier Fahrstreifen. In der Mitte befindet sich eine Grünanlage, die die Gleiskörper der Straßenbahn aufnimmt. Auf diesem Abschnitt, der die südliche Verlängerung des Frankfurter Alleenrings darstellt, verläuft die Bundesstraße 44, die nach Südwesten in die Kennedyallee übergeht. Der Knotenpunkt mit der Kennedyallee ist einer der verkehrsreichsten Punkte Frankfurts.

Die Linien 12, 19 und 21 der Straßenbahn Frankfurt am Main zweigen nach der Haltestelle Stresemannallee/Gartenstraße Richtung Westen in Richtung Niederrad ab und die Linien 16 und 19 nach Osten in Richtung Südbahnhof. Für die Linie 15 ist die Haltestelle Stresemannallee/Gartenstraße der einzige Kontaktpunkt mit der Stresemannallee. Die Linie fährt hier von Niederrad kommend in Richtung Südbahnhof bzw. aus Richtung Südbahnhof in Richtung Niederrad. Die Straßenbahnlinie 17 schließlich folgt dem weiteren Verlauf der Stresemannallee in Richtung Süden.

Kennedyallee – Mörfelder Landstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum gleichnamigen S-Bahnhof ist die Stresemannallee weiterhin sehr breit und verfügt über einen Grünstreifen in der Mitte. In diesem Abschnitt werden die Straßenbahnschienen östlich des Grünstreifens als Rasengleis geführt. Danach verengt sich die Straße und unterquert den Bahndamm mit der obenliegenden S-Bahn-Station und einer Station der Straßenbahn. Hinter den Bahnanlagen beginnt auf der westlichen Straßenseite die Heimatsiedlung, östlich liegt der Tiroler Park und einige Punkthochhäuser sowie ein Abenteuerspielplatz. Am Ende dieses Abschnittes befindet sich ein Gleisdreieck, auf dem die Straßenbahngleise aus der Mörfelder Landstraße (Linie 14) ebenfalls in den südlichen Teil der Stresemannallee einmünden.

Fritz-Kissel-Siedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südliche Teil der Straße ist von den Wohnhochhäusern der Fritz-Kissel-Siedlung geprägt. Beide Fahrspuren verlaufen nach wenigen Metern auf der Ostseite der Straßenbahngleise bis die Stresemannallee schließlich nach Osten in die Gablonzer Straße einmündet. Als Fußweg führt sie noch einige Meter weiter bis zur S-Bahn-Station Louisa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trasse der Stresemannallee war in ihrem nördlichen Bereich ursprünglich Bestandteil der Main-Neckar-Bahn. Diese führte einst von Süden, vom Bahnhof Louisa kommend, über die damalige Main-Neckar-Brücke (heutige Friedensbrücke) zum Main-Neckar-Bahnhof am heutigen Willy-Brandt-Platz. Bis die Brücke fertiggestellt und ab dem 15. November 1848 befahren werden konnte, wendeten die Züge zwei Jahre lang im Bahnhof Mainspitze und fuhren zum alten Bahnhof Sachsenhausen (später: Lokalbahnhof) weiter. Der Bahnhof Mainspitze befand sich etwa in dem Bereich der heutigen Straßenbahnhaltestelle Stresemannallee/Gartenstraße.

Nach dem Bau des Hauptbahnhofs im Jahr 1888 wurden die gesamten Bahnanlagen um etwa einen Kilometer nach Westen verschwenkt. Die Main-Neckar-Brücke und der nördliche Teil der alten Bahntrasse wurden von der Stadt Frankfurt gekauft und für den Straßenverkehr umgebaut.

Der südliche Teil der Stresemannallee wurde erst in den 1930er Jahren zusammen mit der Heimatsiedlung angelegt[3] und sollte ursprünglich bis zur Isenburger Schneise führen.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Stresemannallee liegen die zwei S-Bahn-Stationen Stresemannallee und Louisa, die von den S-Bahn-Linien S3 und S4 nach Langen/Darmstadt bzw. Bad Soden/Kronberg angefahren werden. Während Louisa schon lange vorher als Regionalbahnhof in Betrieb war, wurde Stresemannallee erst 1990 eingerichtet.

Im Zeitraum von Dezember 2013 bis Dezember 2014 wurde eine Neubaustrecke im Abschnitt zwischen der Mörfelder Landstraße und der Paul-Ehrlich-Straße errichtet [4]. Es gab hier Anwohnerproteste wegen der dafür erforderlichen Eingriffe in den Baumbestand und in das Gelände eines Abenteuerspielplatzes.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Hrsg.): DVD Amtliche Stadtkarten Frankfurt am Main 2009. Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2009. (online)
  2. Institut für Stadtgeschichte
  3. DAS NEUE FRANKFURT
  4. Broschüre VGF zur neuen Linie 17

Koordinaten: 50° 5′ 32,6″ N, 8° 40′ 16,5″ O