TK Hannover

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TKH ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum ehemaligen britischen Automobilhersteller siehe TKH Venom Services.
Historische Turnhalle des Vereins von 1865 im neugotischen Stil der Hannoverschen Architekturschule

Der Turn-Klubb zu Hannover (in Hannover bekannt als TKH, auswärts oft auch als TK Hannover) ist ein Sportverein in Hannover.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TK Hannover ist in Hannover der Verein mit der größten Zahl sportlich aktiver Mitglieder, im Jahr 2010 ca. 5000 Personen. Hannover 96 hat den TKH in den 2000er Jahren als mitgliederstärkster Verein der Stadt durch eine neu geschaffene Fan-Mitgliedschaft überholt, von den ca. 20.000 Mitgliedern (2015) sind aber nur 2.200 als aktive Vollmitglieder in den einzelnen Sparten gemeldet.

Der TKH betreibt derzeit etwa 50 verschiedene Sportarten, wozu Fußball traditionell nicht gehört. Schwerpunkte sind neben dem Wettkampfsport vor allem der Freizeit- und Gesundheitssport.

In den Wettkampfsportarten bringt der TKH seit vielen Jahren Mannschaften und Einzelsportler in höheren Spielklassen und internationalen Wettkämpfen, Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen etc. hervor. Dies vor allem im Bereich Gerätturnen/Gymnastik, aber auch in den Sportarten Leichtathletik, Fechten, Faustball und Basketball.

Der schon 1858 gegründete Verein mit seiner historisch bedeutenden Turnhalle von 1865 hat sein Zentrum mit heute mehreren eigenen Hallen und Studios in der Innenstadt Hannovers nahe dem Aegidientorplatz, in der Maschstraße 16. Daneben unterhält der TKH weitläufige Sportplatzanlagen für Leichtathletik, Rasensport und Tennis sowie eine Vereinsgaststätte in Hannover-Kirchrode am Hermann-Löns-Park.

Die TKH-Zentrale ist gleichzeitig Landesstützpunkt des Niedersächsischen Turnerbundes. Außerdem ist dem Verein eine Schule für Gymnastiklehrerinnen angegliedert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1858 von unzufriedenen Mitgliedern des „Männer-Turnvereins Hannover von 1848“ gegründet.[1]

1865 wurde eine erste eigene Turnhalle eingeweiht. Das Gebäude im neugotischen Stil zählte zu einer der ersten Vereinsturnhallen überhaupt und gilt als bedeutender Meilenstein der Turnerbewegung im 19. Jh. Durch die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinszentrum zum Teil zerstört und nach dem Krieg mit einem zusätzlichen dritten Geschoss versehen.[2]

Kunstturnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1894 gewann Georg Weitz beim Deutschen Turnfest. Die Bundesligamannschaft der Kunstturner war seit 1984 dreimal deutscher Meister, zuletzt 1997. Der TKH ist seit 1982 ununterbrochen in der 1. Kunstturn-Bundesliga vertreten.

Das bekannteste Mitglied war die Olympiasiegerin von 1936 Gertrud „Trudi“ Meyer.

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften 1917 siegte Heinrich Fricke im Stabhochsprung.

Tischtennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tischtennis-Damenmannschaft wurde 1960 deutscher Meister. Jutta Kruse, Inge Müser, Landwehr, Möller, Bauer und Rosemarie Rabitz gewannen das Endspiel gegen den TTC Blau-Gold Berlin. Ein Jahr später wurde das Team deutscher Vizemeister hinter dem Kieler TTK Grün-Weiß, gewann aber den DTTB-Pokal. Ende der 1990er Jahre wurde die Wettkampf-Tischtennissparte geschlossen, der benachbarte Verein Schwalbe Döhren nahm die Spielberechtigungen für die einzelnen Ligen und meisten Ligaspieler auf, der TKH betrieb für über ein Jahrzehnt ausschließlich Freizeit-Tischtennis ohne Liga-Teilnahme. Die reine Freizeit-Sparte war ein Unikum in der Stadt und erhielt auch einigen neuen Zulauf von nicht am Ligabetrieb interessierten Spielern. Mit der Saison 2013/14 nahm der TKH den Wettkampfbetrieb wieder neu auf und startete in der 2. Kreisklasse.

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl-Heinz Grotjahn M.A.: Turn-Klubb zu Hannover (TKH), in: Stadtlexikon Hannover, S. 631
  2. Helmut Knocke, Hugo Thielen: Maschstraße 16, in: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon S. 171
  3. Peter Schulze: BLANCK, Julius, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 57; online über Google-Bücher
  4. Arnd Krüger (Verantw.): Adolf Grahn auf der Seite des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte, zuletzt abgerufen am 24. Dezember 2013