Tag der Heimat

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Der Tag der Heimat ist ein Gedenktag, der in der Bundesrepublik Deutschland jährlich begangen wird. Er geht zurück auf die Kundgebung vor dem Stuttgarter Schloss am 6. August 1950, bei der die Charta der deutschen Heimatvertriebenen verkündet wurde. Die Verkündung der Charta erfolgte bewusst in zeitlicher Nähe zum fünften Jahrestag des Potsdamer Abkommens vom 2. August 1945. Der Beschluss zur jährlichen Durchführung des Tages der Heimat wurde im November 1949 in Göttingen gefasst; er geht auf eine Initiative von Paul Wagner, des früheren Bürgermeisters von Neidenburg in Ostpreußen, zurück.

Seither findet meistens am ersten Sonntag im September eine zentrale Auftaktveranstaltung des Bundes der Vertriebenen (BdV) zum „Tag der Heimat“ in Berlin statt. In den folgenden Wochen finden zahlreiche dezentrale Veranstaltungen der Regionalverbände des Bundes der Vertriebenen zum Thema Vertreibung statt.

Offizieller Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tag der Heimat hat in der Bundesrepublik Deutschland offiziellen Charakter. Auf den zentralen Kundgebungen sprechen regelmäßig hochrangige Repräsentanten von Staat und Regierung,[1] in mehreren Bundesländern – darunter Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg und Hessen – werden zum Tag der Heimat die öffentlichen Gebäude beflaggt.

Mottos (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhänger mit den Veranstaltungsmottos von 1975 bis 1984
  • 1975: Auch nach 30 Jahren: Heimat – Freiheit – Menschenrecht
  • 1977: Menschenrechte auch für die Deutschen
  • 1978: Freies Deutschland. Freies Europa
  • 1979: Gegen die Mauer des Schweigens – ganz Deutschland verpflichtet
  • 1980: Politik für ganz Deutschland
  • 1981: Deutschland – Erbe und Auftrag
  • 1982: 10 Jahre Ostverträge. Die Deutsche Frage bleibt offen!
  • 1983: Einheit. Freiheit. Frieden.
  • 1984: Heimat, Vaterland, Europa.
  • 2007: Heimat ist Menschenrecht
  • 2013: Unser Kulturerbe – Reichtum und Auftrag
  • 2014: Deutschland geht nicht ohne uns!
  • 2015: Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute[2]
  • 2016: Identität schützen – Menschenrechte achten[3]
  • 2017: 60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung[4]
  • 2018: Unrechtsdekrete beseitigen – Europa zusammenführen[5]

Grußworte von Päpsten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Tagen der Heimat des Jahres 2003 und 2006 schickten die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Grußworte, in denen sie die Gewaltlosigkeit der deutschen Vertriebenen sowie ihr Eintreten für die Völkerverständigung würdigten.

Tag der Heimat 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 stand der Tag der Heimat unter dem MottoHeimat ist Menschenrecht[6]. Prominenteste Rednerin der Auftaktkundgebung in Berlin war Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vertriebene entschuldigen sich bei Herzog, Artikel vom 10. September 1996 auf Welt Online
  2. BdV fordert mehr Empathie für Flüchtlinge. In: Tagesschau.de. 30. August 2015, archiviert vom Original am 31. August 2015; abgerufen am 18. Februar 2018.
  3. Leitworte zum Tag der Heimat seit 1954. (Nicht mehr online verfügbar.) Bund der Vertriebenen, Vereinigte Landsmannschaften, Landesverband Bayern e. V., archiviert vom Original am 9. August 2016; abgerufen am 15. August 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bdv-bayern.de
  4. Tag der Heimat 2017
  5. Tag der Heimat 2018
  6. vgl. Presse (pars pro toto: Bonner Kreisverband versammelte sich zum Tag der Heimat. In: Bonner General-Anzeiger. 6. September 2007, abgerufen am 29. August 2014.) und Meldung (Memento des Originals vom 25. Oktober 2006 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sozialministerium.hessen.de des Hessischen Sozialministeriums