Tatort: Cherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelCherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
SWF
Länge93 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
EinordnungFolge 27 (Liste)
Erstausstrahlung4. März 1973 auf Deutsches Fernsehen
Stab
RegieWilm ten Haaf
DrehbuchDieter Waldmann
ProduktionGig Malzacher,
Peter Wehrand
MusikRolf-Hans Müller
KameraHelmut Stoll,
Immo Rentz
SchnittHelmut Nentwig
Besetzung

Cherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee ist eine Folge der ARD-Krimireihe Tatort. Die vom Südwestfunk produzierte Episode wurde erstmals am 4. März 1973 in der ARD ausgestrahlt. Es ist der erste Fall mit Kommissar Gerber aus Baden-Baden.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Reisegruppe, die größtenteils aus Kiel stammt, ist mit dem Reisebus unterwegs im Dreiländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Auf der Reise sind auch zwei Freundinnen unterwegs, Erna Kern und Martha Turowski.

Als die Reisegruppe nach einer Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße zur Übernachtung in einem Hotel am Mummelsee Halt macht, verbringen die meisten Gäste den Abend im Hotel, einige wenige sind draußen unterwegs. Unter den Mitreisenden wird über Frau Turowski und Frau Kern geredet, die sich im Streit entzweit haben wegen eines mitreisenden Mannes, dem Vertreter Klaus-Dieter Kladde. Plötzlich ertönt ein Schrei, Martha Turowski wird bewusstlos aus dem See geholt. Wiederbelebungsversuche sind jedoch erfolglos, Frau Turowski ist tot.

Kommissar Gerber nimmt die Ermittlungen auf. Er befragt Herrn Kladde, dieser tut sein Verhältnis zu Frau Turowski als Techtelmechtel ab. Die Mitreisenden geben hingegen zu Protokoll, Kladde habe zuerst um Frau Turowski und dann um Frau Kern geworben und beiden nacheinander die Ehe versprochen. Der Reiseleiter Herr Lüdecke sagt aus, dass Frau Turowski sich kurz vor ihrem Tod ziemlich betrunken auf der Bustoilette eingeschlossen habe, und er sie aus der misslichen Lage befreit hätte. Die Situation sei ihr sichtlich unangenehm gewesen. Die Obduktion ergibt währenddessen, dass Frau Turowski ertrunken ist, die Alkoholkonzentration im Blut ist jedoch relativ gering. Im Magen befinden sich außerdem noch Reste von Schlafmitteln.

Gerber findet zudem heraus, dass Herr Kladde sich gewöhnlich in Spielbanken aufhält. Zudem ist er wegen Betrugs und Heiratsschwindel vorbestraft. Frau Turowski hatte ihm ihr gesamtes Geld gegeben, weil er ihr erzählt hatte, er habe in Frankreich Geschäfte und wolle mit ihr in Frankreich ein neues Leben beginnen. Zudem hatte ihm auch Frau Kern einen nicht unerheblichen Geldbetrag überlassen, weil er ihr das gleiche versprochen hatte. Gerber vermutet, dass Kladde Frau Turowski getötet hat, weil sie dahintergekommen ist, dass er sie hintergangen hat und ihn anzeigen wollte. Herr Kladde wird wegen Mordverdachts festgenommen.

Es stellt sich jedoch heraus, dass Frau Kern ihrer ehemaligen Freundin heimlich das Schlafmittel verabreicht hatte, damit sie sich ungestört mit Herrn Kladde nach Frankreich absetzen konnte, ohne dass Martha Turowski davon erfährt. Unterdessen wird Reiseleiter Lüdecke ermordet in Herrn Brödersens Zimmer aufgefunden. Kladde wird daraufhin freigelassen, weil er somit als Täter ausscheidet. Der junge Herr Niebüll verständigt Kommissar Gerber, weil in sein Zimmer eingebrochen und sein Gepäck durchwühlt worden ist.

Bei einem Ausflug zur Burg Hohenbaden sieht Herr Niebüll, wie Frau Lorenz sich an seiner Fotoausrüstung zu schaffen macht und versucht, einen Film zu stehlen. Frau Lorenz flieht und Herr Niebüll geht hinterher. Unterdessen findet das Hotelpersonal unbenutzte Handtücher im Quellhäuschen am See. Die Lehrerin Frau Lorenz hatte am Tatabend nach Handtüchern verlangt, da diese in ihrem Zimmer fehlen würden. Ihre eigenen Handtücher hatte sie zuvor in ihrem Koffer und am folgenden Morgen im Quellhäuschen versteckt und neue verlangt, um sich so ein Alibi zu verschaffen. Daraufhin verständigt das Hotelpersonal die Polizei, da dieses Verhalten Frau Lorenz verdächtig macht. Sie ist Lehrerin in Kiel und hat dort ein Verhältnis mit dem Reiseleiter Herrn Lüdecke begonnen, was die beiden vor der Reisegruppe erfolgreich geheim hielten. Bei einem Schäferstündchen im Reisebus wurden die beiden von Frau Turowski entdeckt, als diese noch einmal zum Reisebus ging, um etwas herauszuholen.

Frau Lorenz ging Frau Turowski hinterher, um sie zum Stillschweigen zu verpflichten. Frau Lorenz verkehrt in Kiel in „besseren Kreisen“, zudem ist eine ihrer Schülerinnen in der Reisegruppe dabei. Doch Frau Turowski verspottete sie nur und beleidigte sie als „Hure“. Daraufhin schlug Frau Lorenz auf Frau Turowski ein, und diese fiel in den See. Frau Lorenz hat auch Herrn Lüdecke ermordet, weil er geahnt hat, dass sie Frau Turowski umgebracht hat. Herr Niebüll hatte sie ahnungslos am Quellhäuschen fotografiert, daher wollte sie ihm den Film stehlen, auf dem das verräterische Negativ zu sehen ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Cherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen