Tatort: Tod auf dem Rastplatz

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelTod auf dem Rastplatz
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Länge62 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 135 (Liste)
Erstausstrahlung12. April 1982 auf ARD
Stab
RegieWilm ten Haaf
DrehbuchFrank Laemmel
MusikErich Ferstl
KameraPeter Barthel
SchnittKarin Fischer,
Susi Gogel
Besetzung

Tod auf dem Rastplatz ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Beitrag wurde am 12. April 1982 im Ersten Programm der ARD erstgesendet. Es ist der zweite Einsatz von Kommissar Lenz, gespielt von Helmut Fischer.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Student Bruno Harkort übernimmt gelegentlich Fahrten für die Spedition „Oberkirchner“. Eines Tages soll er kurzfristig für den ausgefallenen Fahrer Werner Latsche einspringen und macht sich wie gewohnt auf den Weg. Abends stoppt er an einer Autobahnraststätte, und als er nach seiner Pause wieder zum LKW zurückkommt, erwartet ihn eine unangenehme Überraschung. Ein Fremder hat sich in das Auto geschlichen und erschießt Harkort ohne Vorwarnung von hinten.

Hauptkommissar Lenz wird gerufen und erscheint mit Faltermayer und Brettschneider. Zunächst versucht Lenz in Harkorts WG jemanden zu erreichen, trifft aber zunächst niemanden an. Brettschneider befragt indessen Josef Oberkirchner, der nicht sagen kann, ob Harkort Feinde hatte, denn die Obduktion zeigt, dass der Tote sich vor zwei Tagen eine Rippe gebrochen hatte, was auf einen Streit deutet. Somit verdächtigt Lenz einen der Mitbewohner, doch scheinen die junge Leute ehrlich überrascht und auch schockiert zu sein vom plötzlichen Tod Harkorts. Nina Friedrich war mit dem Opfer enger befreundet und berichtet dem Kommissar, dass Rolf Wiederberg in letzter Zeit immer häufiger Streit mit Harkort gehabt hatte. Sie waren beide in einer politischen Weltverbesserer-Gruppe, aus der Harkort aussteigen wollte, weil ihm die Aktionen zu heftig wurden. So befragt Lenz Wiederberg, doch leugnet dieser, seinen Freund umgebracht zu haben.

Der Fahrer Werner Latsche wird vorgeladen und kann sich nicht vorstellen, wer seinen Kollegen hätte umbringen sollen. Er hatte ihn selber angerufen und gebeten, für ihn einzuspringen, da er die letzten sieben Tagen ununterbrochen unterwegs war und sich übermüdet fühlte. Er hatte vor kurzem einen schweren Verkehrsunfall mit drei Toten miterleben müssen und, obwohl er das Unglück nicht verschuldet hat, so hätte er es vielleicht verhindern können, wenn er nicht übermüdet gewesen wäre. Aus diesem Erlebnis heraus sei er vorsichtiger geworden. Dennoch hatte er Schuldgefühle und in den letzten Wochen den bei dem Unfall verletzten Familienvater im Krankenhaus besucht, dessen Frau und zwei Kinder ums Leben gekommen sind. Dieser Bernd Hellweg ist seltsamerweise vor sechs Tagen aus dem Krankenhaus verschwunden. Lenz geht dieser Spur nach und erfährt so, dass er ein schwieriger Patient war. Der Kommissar lässt nach Hellweg fahnden und versucht, auch Latsche zu erreichen, da es offensichtlich ist, dass der Mordanschlag ihm galt und er somit in großer Gefahr schwebt. Latsche befindet sich gerade auf der Autobahn München-Salzburg und macht an genau der Raststätte halt, an der Harkort erschossen wurde. Die Polizei versucht Latsche über den Verkehrsfunk zu erreichen, was auch seine Fahrerkollegen mithören und ihm so zu Hilfe kommen, als Hellweg Latsche erschießen will. Lenz und Brettschneider treffen ein und nehmen Hellweg fest.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gehört mit nur 62 Minuten Laufzeit zu den kürzeren der Krimireihe und wurde vom November bis Dezember 1981 in München und Umgebung gedreht.[2]

Kommissar Ludwig Lenz übernahm die Kommissarstelle von Hauptkommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der sich im April 1981 mit dem München-Tatort Tatort: Usambaraveilchen in den Ruhestand verabschiedet hatte. Bis dahin war er der Assistent, der dem Kriminalrat Schubert beweisen möchte, dass er der neuen Aufgabe gewachsen ist. Lenz ermittelte in den Jahren 1981 bis 1987 in insgesamt sieben Fällen.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Tod auf dem Rastplatz am 12. April 1982 wurde in Deutschland von 18,56 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 46,0 Prozent für die ARD.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV-Spielfilm bewerten diesen Film aus der heutigen Sicht und meinen: „Nr. 2 der sieben Lenz-Fälle ist der einzige ‚Tatort‘, der nur 60 Minuten dauert. Erst kritisiert Charmeur Fischer die Arbeitsbedingungen der LKW-Fahrer, dann stolpert er in eine krude Terroristen-Mär.“ Fazit: „Obskurer Krimi um böse Polit-Buben.“[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Tod auf dem Rastplatz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Tod auf dem Rastplatz bei tatort-fans.de, abgerufen am 26. März 2015.
  3. Tatort 161: Heißer Schnee bei tatort-fans.de, abgerufen am 26. März 2015.
  4. Tod auf dem Rastplatz Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 26. März 2015.