Tenebrismus

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Heiliger Matthäus und der Engel von Caravaggio (1602)

Tenebrismus (von italienisch tenebroso, „finster, dunkel“) ist ein Begriff aus der Malerei und bezeichnet eine kräftige, besonders kontrastierende Form der Helldunkelmalerei, die sich seit 1600 von Rom aus verbreitete und im zweiten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts zu einer Stilrichtung in der europäischen Malerei wurde.

Um 1590 entwickelte Michelangelo da Caravaggio in seiner Schule diese besonders betonte Form der Malerei, die hartes, gerichtetes Licht einsetzte, um die Figuren aus der Umgebung herauszuheben und somit die inneren Spannungen gesteigert zum Ausdruck zu bringen. Tragende Farben sind dabei Braun-, Grau- und Olivtöne, die besonders in den dunklen Bildpartien vorherrschen und die natürlichen Farben aufheben, während im Lichterteil, den hellen Partien des Gemäldes, die natürlichen Farben wieder mit einbezogen werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nora und Stefan Koldehoff: Alles, was Sie über Kunst nicht wissen. Eichborn-Verlag, ISBN 978-3-8218-5804-3.