Teuffel von Birkensee

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Wappen der Teuffel von Birkensee

Die Teuffel von Birkensee (auch Teufel von Pirkensee bzw. von Pirckensee genannt) sind ein ursprünglich aus Nürnberg stammendes, bayerisches und badisches Adelsgeschlecht. Sie gehören dem ritterbürtigen Uradel an und werden 1250 das erste Mal urkundlich erwähnt bei der Heirat des Eberhard Ebner von Eschenbach mit einer geborenen Teuffel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Teuffel besaß von 1521 bis 1731 das Schloss Pirkensee in der Oberpfalz. Danach nannte sich eine Linie Teuffel von Pirkensee (heute: Birkensee). Familienmitglieder werden noch heute in der Bayrischen Adelsmatrikel geführt.

Christoph Teufel heiratete im 16. Jahrhundert die Tochter und Erbin des Freiherrn Johann von Weisspriach auf Schloss Guntersdorf in Niederösterreich. Andreas Teuffel (1515–1592) war oberster Stallmeister und Kaiserlicher Rat und wurde 1566 mit dem Prädikat „zu Guntersdorf“ in den Freiherrenstand erhoben[1]. Die Freiherren Teufel zu Guntersdorf waren aktive Protestanten, das Schloss spielte in der Reformationszeit als religiöses Zentrum eine Rolle. Otto Christoph Teufel, Freiherr zu Guntersdorf, verkaufte die Grundherrschaft 1688.

Schloss Teublitz und Burg Leonberg gingen 1603 von Georg Leo von Sinzenhof an Wolfgang Teufel von Pirkensee über. Die Burg wurde bald verkauft, Schloss Teublitz ab 1750 durch einen Neubau ersetzt und fiel 1795 im Erbweg an Verwandte. Kurzzeitig war auch Schloss Hochdorf (1708-1735) im Besitz der Familie und 1610-17 verwaltete Wolf Baltahsar vormundschaftlich das Schloss Heitzenhofen.

Eine Nebenlinie setzte sich im Großherzogtum Baden fort, als die Hauptlinie bereits ausgestorben war und wurde im Freiherrenstand durch den badischen Großherzog bestätigt. Anfang des 18. Jahrhunderts waren sie Besitzer des Rittergutes in Oberredwitz und verfügten über das Kirchenpatronat der Annakirche, wovon Wappendarstellungen zeugen.

Neben Bayern und Baden setzt sich eine Linie infolge der Erbschaft von Schloss Tatenhausen 1995 nun in Westfalen fort, weitere Familienmitglieder wohnen in Berlin.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von Rot über Gold geteilte Wappen zeigt einen gehörnten und feuerspeienden Drachenrumpf in verwechselten Farben. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken der wachsende Drache.

Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erasmus von Teufel (Erasmus von Teu(f)fel, Freiherr von Gundersdorff; † um 1552), Offizier in habsburger Diensten
  • Philipp Wolfgang Teuffel von Birkensee (1722–1795), königlich preußischer Generalmajor
  • Karl Wilhelm Teuffel von Birkensee († 22. Juni 1742 in Gunzenhausen), von 1714 bis 1742 markgräflich brandenburg-ansbachischer Oberamtmann in Gunzenhausen
  • Karl Wilhelm Teuffel von Birkensee († 27. Dezember 1793 in Gunzenhausen), von 1758 bis 1793 markgräflich brandenburg-ansbachischer, ab 1792 preußischer Oberamtmann in Gunzenhausen
  • Gisbert von Teuffel (1881–1970), deutscher Architekt und Hochschullehrer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Siebmachers Wappenbuch
  • Edmund Becke-Klüchtzner: Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogthums Baden: ein neu bearbeitetes Adelsbuch. Baden-Baden 1886, S. 484–485, S.485

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://peoplecheck.de/link.php?q=maximilian+freiherr+teuffel+von+birkensee&url=http%3A%2F%2Fwww.geneall.net%2FD%2Falfam.php%3Falfa%3DT