Burglengenfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Burglengenfeld
Burglengenfeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Burglengenfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 93,28 km²
Einwohner: 12.862 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93133
Vorwahlen: 0 94 71
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 119
Stadtgliederung: 48 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2-6
93133 Burglengenfeld
Webpräsenz: www.burglengenfeld.de
Bürgermeister: Thomas Gesche (CSU)
Lage der Stadt Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf
Altendorf Bodenwöhr Bruck in der Oberpfalz Burglengenfeld Dieterskirchen Fensterbach Gleiritsch Guteneck Maxhütte-Haidhof Nabburg Neukirchen-Balbini Neunburg vorm Wald Niedermurach Nittenau Oberviechtach Östlicher Neubäuer Forst Pfreimd Schmidgaden Schönsee Schwandorf Schwarzach Schwarzenfeld Schwarzhofen Stadlern Steinberg am See Stulln Teublitz Teunz Thanstein Trausnitz Wackersdorf Weiding Wernberg-Köblitz Winklarn Wolferlohe Bayern Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Regensburg Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Cham Tschechien Landkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

Burglengenfeld ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Ostbayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burglengenfeld liegt an der Naab zwischen Regensburg, Schwandorf und Amberg. Gemeinsam mit Maxhütte-Haidhof und Teublitz bildet die Stadt ein Mittelzentrum, das sogenannte Städtedreieck.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbarstädte und -gemeinden sind im Uhrzeigersinn: Schwandorf, Teublitz, Maxhütte-Haidhof, Regenstauf, Holzheim am Forst, Kallmünz, Hohenfels, Schmidmühlen und Rieden.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Dietldorf in gleichnamigen Ortsteil der Stadt Burglengenfeld

Zu Burglengenfeld gehören 48 Stadtteile[2]:

Die Kernstadt selbst gliedert sich in fünf Stadtteile: Altstadt, Wölland, Sand, Neubruch und Vorstadt (westlich der Naab).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Älteste Funde weisen auf erste Siedlungen zwischen 3000 und 1800 v. Chr. hin. Erste urkundliche Erwähnung findet der Ort Lengenfeld 1123 in einer Urkunde des Klosters Ensdorf als „Lengenfelt“. Bereits 817 wird mit dem Almenhof eine Siedlung im heutigen Stadtbereich von Burglengenfeld genannt. Älteste Reihengräberfunde des frühen 7. Jahrhunderts verweisen auf eine Siedlungskontinuität des Platzes bis in die Zeit um 600 n. Chr. (Breitsaxe [Hiebschwerter] der Zeit um 600).

Blick von der Vorstadt über die Naab
Am Ende der Pithiviers-Brücke die Alte Kanzlei, darüber die Burg, in der Bildmitte die Pfarrkirche St. Vitus mit der Altstadt

Das Toponym mit Sekundärumlaut „a“ zu „e“ (aus *Langinvelt) und dem Grundwort -feld spricht für ein vergleichsweise hohes Alter des heutigen Ortes. Die Burg, die der heutigen Stadt ihren Namen gab, wurde um 900 als Schutz vor den einfallenden Ungarn gebaut. 1542 erhielt Burglengenfeld seine Stadtrechte und sein Wappen.

Alte historische Formen lauten: 1123 Lengenfelt (Kopie aus dem 15. Jahrhundert), ca. 1133 Lenginuelt, 1205 castrum (Burg) Lengenvelt, 1356 Purcklengefelt, 1484 Burcklengfeld, 1546 Burcklengenfelldt und 1702 Burglengenfeld. 1621 begegnet die gräzisierte Bezeichnung Pyrgomacropedius. Als ursprüngliche Bezeichnung kann man das althochdeutsche ze demo langin velde, d. h. beim langen Feld, erschließen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Augustenhof der damaligen Gemeinde Saltendorf wurde am 1. Januar 1972 nach Burglengenfeld umgegliedert. Am 1. Juli des gleichen Jahres wurden Büchheim, Dietldorf und Teile von Höchensee, Lanzenried und See eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Pottenstetten sowie Teile von Fischbach an der Naab.[4]

Landkreis Burglengenfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis Burglengenfeld war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Bis zu seiner Auflösung umfasste der Landkreis (Kfz-Kennzeichen BUL) 50 Gemeinden. Die größten Orte waren Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Burglengenfeld im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und zusammen mit den ehemaligen Landkreisen Oberviechtach, Nabburg und Neunburg vorm Wald sowie der bis dahin kreisfreien Stadt Schwandorf zum Landkreis Schwandorf in Bayern (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Schwandorf) zusammengefasst.

Einige Gemeinden kamen zum Landkreis Regensburg, Schmidmühlen zum Landkreis Amberg.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirchen:

Stadtpfarrkirche St. Vitus
Kreuzbergkirche Burglengenfeld
  • Die katholische Stadtpfarrkirche St. Vitus wurde urkundlich erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt. In den nachfolgenden Jahrhunderten erfolgten zahlreiche Umbauten, Renovierungen und Erweiterungen, die den heutigen uneinheitlichen Charakter des Gebäudes erklären. Die Einweihung des Hochaltars in seiner jetzigen Form erfolgte im Jahr 1941.[5]
  • Die Kirche St. Josef (Fertigstellung 1979, Architekt Franz Kießling) im Viertel „Am Sand“ gilt als radikal moderner Kirchenbau und ist mehrfach preisgekrönt: 1982 Jahrespreis Bund Deutscher Architekten und Deutscher Holzbaupreis, 1983 Deutscher Architekturpreis, als Höhepunkt 1984 der Mies van der Rohe Preis.
  • Die 1714 erbaute Sebastiankirche in Vorstadt an der Naabbrücke verdankt ihre Errichtung einem Gelübde zur Pestzeit. Als 1898 die Eisenbahn Burglengenfeld erreichte, wurde das Gebäude um 60 Meter versetzt und 1902 an der neuen Stelle eingeweiht.
  • Kreuzbergkirche

Evangelische Kirche:

  • Christuskirche

Zeugen Jehovas:

Muslimische Gemeinde:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung 62,44 %
 %
30
20
10
0
27,57
28,58
4,41
7,16
10,37
21,95
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Aktuelle Zusammensetzung des Burglengenfelder Stadtrates (2014 - 2020) mit Veränderung der Sitze im Vergleich zur Wahl 2008.

CSU SPD GRÜNE BfB BWG FWL
6 Sitze 7 Sitze 1 Sitz 2 Sitze 5 Sitze 3 Sitze
- 1 - 3 0 - 1 + 4 + 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Gesche (CSU) setzte sich am 30. März 2014 in der Stichwahl gegen Gerhard Schneeberger (BWG) durch. Er folgt damit Heinz Karg (SPD, ab Januar 2014 BWG) nach.

Ortssprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Auer jun., Pilsheim
  • Jürgen Ehrnsperger, Büchheim
  • Yvonne Feuerer, See

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Unter schwarzem Schildhaupt, darin ein herschauender, rot gekrönter goldener Löwenkopf, die bayerischen Rauten, denen nebeneinander ein rot bedachter silberner Turm und ein grüner Lindenbaum auf einem grünen Dreiberg aufgelegt sind.

Der Burgturm ist ein redendes Element für den Ortsnamen. Der grüne Dreiberg symbolisiert die Lage der Stadt zwischen drei Hügeln, Burgberg, Kreuzberg und Brunnberg. Der Rautenschild und der Löwenkopf verweisen auf die wittelsbachische Ortsherrschaft. Das erste Marktsiegel (nach 1426) zeigt nur Burgturm und Baum auf Dreiberg; diese Figuren sind im zweiten Siegel (ausgehendes 15. Jahrhundert) dem Rautenschild aufgelegt, hinter dem der heilige Georg als Drachentöter steht. Der heilige Georg allein war als Kirchenpatron auch Siegelbild des Pfarrers Hans Weiß, der bis 1425 für den Markt siegelte. Anlässlich der Stadterhebung 1542 erfolgte die Bestätigung des bisherigen Wappens und eine Mehrung durch Hinzufügung des Schildhauptes mit dem pfalzbayerischen Löwen. Die neueren Dienstsiegel zeigen nur den Wappenschild ohne den heiligen Georg als Schildhalter.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burglengenfeld pflegt Partnerschaften zu Pithiviers, Johanngeorgenstadt und Radotín (Prag).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch heute stellt die Burganlage, mit rund 2,4 ha die größte der Oberpfalz, eines der Wahrzeichen der Stadt dar. Die Burg beherbergt heute ein Heilpädagogisches Zentrum. Öffentliche Führungen finden alljährlich zwischen Mai und Oktober statt.

Anti-WAAhnsinns-Festival[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986 wurde über Burglengenfeld auch außerhalb Deutschlands berichtet, als die Demonstrationen gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) ihren Höhepunkt im Anti-WAAhnsinns-Festival am 26. und 27. Juli 1986 erreichten. Drei Monate nach der Katastrophe von Tschernobyl traten vor rund 100.000 Menschen bekannte deutschsprachige Musiker und Bands auf. Der WAA-Bau scheiterte 1989. Auf dem Veranstaltungsgelände Lanzenanger erinnert heute ein Gedenkstein an das Anti-Atom-Festival.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt von Burglengenfeld steht als Ensemble komplett unter Denkmalschutz. Seit Mitte der 1970er Jahre betreibt die Stadt mit enormem finanziellen Aufwand, gefördert durch den Freistaat Bayern und in Teilen durch die Europäische Union, eine Altstadtsanierung. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen: Die Altstadt mit Ackerbürgerhäusern, das historische Rathaus (erbaut um 1600) mit Renaissance-Brautzimmer, das Altmannsche Schlösschen, die Stadtmauer mit Wehrgang, die mittelalterliche Bierkelleranlage, der Zaschkahof, die Große Kanzlei (erbaut um 1540), die katholische Pfarrkirche St. Vitus mit Epitaph (1541) von Loy Hering, die St.-Anna-Friedhofskapelle mit Epitaphen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die evangelische Christuskirche (ehemaliges Kapuzinerkloster, erbaut um 1706), die Kreuzbergkirche mit sehenswerter Innenausstattung, die Burg (im Kern aus dem 12. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert erweitert), sowie die Pfarrkirche und das Schloss in Dietldorf und die Pfarrkirchen in Pottenstetten, Lanzenried, Kirchenbuch und Pilsheim.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naabtalpark
  • Kreuzberg
  • Galgenberg
  • Allee am Kreuzberg
  • Europaplatz
  • Irl
  • Naherholungsgebiet Naabauen
  • Naherholung „Lanzn“
  • Kammerer-Allee

Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Ortsfriedhof erinnert ein Ehrengrab mit Gedenkstein an den Arbeiterführer Josef Schmid, der als ehemaliger Vorsitzender eines Arbeiterrats in der Novemberrevolution 1918 von den NS-Machthabern mehrfach inhaftiert wurde und 1945 im befreiten KZ Dachau an den Folgen einer Injektion durch den SS-Arzt verstarb.[6]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burglengenfeld verfügt über mehrere Turnhallen, Sportplätze, das Ganzjahresbad "Bulmare", Tennis- und Squashhalle, Kunstrasenplatz, und Rad- und Wanderwegen.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ASV Burglengenfeld spielt derzeit (Saison 2016/2017) in der Landesliga Bayern Mitte. In den 1970er und 1980er Jahren war die 1. Mannschaft in die Fußball-Landesliga Bayern aufgestiegen, die damals viertklassig war. Einen der größten Erfolge feierte die 1. Mannschaft im DFB Pokal. Der ASV erreichte die Hauptrunde und verlor im Regensburger Jahnstadion gegen Werder Bremen mit 0:3.

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TV Burglengenfeld hat bereits zahlreiche Bayerische Meisterschaften errungen und zählt damit zu den erfolgreichsten Leichtathletikvereinen Bayerns. Aktuell sind die Männer der 4× 400 m Staffel 3. Bayerische Meister.

Karate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im TV Burglengenfeld ist auch das Shotokan Karate-Dojo Burglengenfeld beheimatet, das zu den ältesten Karatevereinen Bayerns zählt (40-jähriges Jubiläum 2012).[7] Zahlreiche Dan-Träger sind aus ihm hervorgegangen; das Kata-Damen-Team wurde 2012 bei den Bayerischen Meisterschaften 3. und bei den Deutschen Meisterschaften 5.

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Sparte des TV Burglengenfeld ist die Abteilung Basketball. Die Herrenmannschaft der Blizzards Burglengenfeld spielt derzeit in der Bezirksliga Oberpfalz. Des Weiteren bilden 2 erfolgreiche Jugendmannschaften in der Bezirks- beziehungsweise Bezirksoberliga die Nachwuchsabteilung. Stolz ist man auf die kürzlich in die Bezirksoberliga Oberpfalz/Unterfranken aufgestiegene Damenmannschaft.

Freizeiteinrichtungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Erlebnis- und Wohlfühlbad Bulmare gibt es die Stadtbibliothek, den Bürgertreff am Europaplatz, das selbstverwaltete Jugendzentrum, ein DFB-Mini-Spielfeld sowie eine Skaterbahn. Seit November 2011 besitzt Burglengenfeld das sogenannte „Erlebniskino“ Starmexx.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgerfest (alle drei Jahre am dritten Augustwochenende)
  • Hoffest-Open Air im selbstverwalteten Jugendzentrum, jährlich, Ende Juni
  • versch. kulturelle und musikalische Veranstaltungen auf der Piazza der Stadthalle („Kultursommer“)
  • Europafest
  • Italienische Nacht, jährlich, Ende Juni
  • Vorstadtfest
  • Kellergassenfest
  • Irlfest
  • städtisches Kinderfest (in Jahren ohne Bürgerfest)
  • vier Jahrmärkte mit verkaufsoffenen Sonntagen

Lokale Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mittelbayerische Zeitung und Der neue Tag sind die lokalen Tageszeitungen der Region. Darüber hinaus gibt es kostenlose Anzeigenblätter, die ebenfalls Artikel über lokale Ereignisse enthalten.
  • Die Stadt ist Teil des Sendegebietes der lokalen Radiosender Radio Charivari und Gong FM aus Regensburg. Die Regensburger Frequenzen dieser Sender sind in Burglengenfeld nicht überall optimal zu empfangen, daher werden sie u. a. zusätzlich vom Sender Hackelberg bei Pistlwies ausgestrahlt.
  • Burglengenfeld gehört zudem zum Sendegebiet des lokalen Regensburger TV-Senders TVaktuell (kurz: TVA), welcher im örtlichen Kabelnetz eingespeist ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burglengenfeld ist zu erreichen über die Bundesautobahn 93, die Bundesstraße 15 und die Staatsstraße 2235. Nachdem 1899 ein Eisenbahnanschluss gebaut worden war, dient die Bahnstrecke Haidhof–Burglengenfeld seit 1967 nur mehr dem Gütertransport zum Zementwerk. Eine Reaktivierung der Strecke für den SPNV wäre grundsätzlich möglich, jedoch gibt es momentan noch keine Überlegungen hierzu. Die nächsten Bahnhöfe sind in Schwandorf und Maxhütte-Haidhof. Den öffentlichen Personenverkehr besorgen Buslinien nach Regensburg (25 km), Schwandorf (18 km), Maxhütte-Haidhof (5 km), Kallmünz (8 km) und Amberg (40 km). Burglengenfeld liegt im Bedienungsgebiet des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV).

Die Stadt betreibt in Eigenregie eine Stadtbuslinie, eine Friedhoflinie sowie eine Umlandlinie zur Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Asklepios Klinik Burglengenfeld (vormals Kreiskrankenhaus)
  • Polizeiinspektion
  • BRK-Rettungswache
  • Freiwillige Feuerwehr
  • BRK Senioren-Wohn- und Pflegeheim
  • Seniorenresidenz Naabtalpark
  • AWO-Heim
  • Stadtbibliothek
  • Oberpfälzer Volkskundemuseum
  • Bürgertreff am Europaplatz

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Burglengenfeld gibt es mit dem HeidelbergCement-Zementwerk und der Firma Hansa Metallwerke zwei größere Arbeitgeber. Des Weiteren liegt das Logistikzentrum der Firma NBG in Burglengenfeld. Im südlichen Landkreis Schwandorf ist Burglengenfeld der traditionelle Standort von Einzelhandel, Dienstleistern und Kleingewerbe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burglengenfeld bietet sämtliche Schularten sowie Betreuungseinrichtungen:

  • Hans-Scholl-Grundschule
  • Sophie-Scholl-Mittelschule
  • Realschule am Kreuzberg
  • Johann-Michael-Fischer-Gymnasium
  • Kommunaler Musikunterricht
  • Josefine-Haas-Kindergarten
  • kath. Kindergarten Don Bosco
  • Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt
  • Kinderkrippe im Neuen Stadthaus
  • Kinderkrippe „Naabtalzwerge“
  • verlängerte Mittagsbetreuung an der Grundschule
  • offene Ganztagsbetreuung an der Mittelschule, an der Realschule und am Gymnasium

Ehemaliger Bundeswehrstandort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit des Kalten Krieges erhielt Burglengenfeld nach der Gründung der Bundeswehr erstmals eine Garnison. In der 1992 aufgegebenen Naabtal-Kaserne waren Fernmeldeteile der Luftwaffe stationiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ist seit Ende der 1990er Jahre das Schul- und Sportzentrum Naabtalpark mit Stadthalle, Grund- und Mittelschule, eigenen Gebäuden für Mittags- und Ganztagsbetreuung sowie dem Wohlfühlbad Bulmare entstanden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margit Berwing: Burglengenfeld. Die Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile. Buchverlag der Mittelbayerischen Zeitung, Regensburg 1996, ISBN 3-927529-83-4
  • Margit Berwing-Wittl, Gabriele Blechschmid: Burglengenfeld. Eine Geschichte in Bildern. Geiger, Horb 1997, 2. Auflage 2007, ISBN 3-89570-311-7
  • Ludwig Brandl: Heimat Burglengenfeld. Geschichte einer Stadt. Stadt Burglengenfeld, Burglengenfeld 1968
  • Gudula Hoffmann-Kuhnt: Augenblicke am Burgberg. Lokalverlag Max Krempl, Maxhütte-Haidhof 1992, ISBN 978-3-925603-12-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burglengenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/230852&attr=OBJ&val=1045
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 438.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668 und 669.
  5. Homepage der Pfarrgemeinde St. Vitus
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 121
  7. Webseite des Karate-Dojos
  8. Chronik der Burg Lengenfeld auf burgenreich.de