The Duc Ngo

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The Duc Ngo (* 12. Juli 1974 in Hanoi[1]) ist ein deutscher Koch und Gastronom vietnamesischer Abstammung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Duc Ngo kam im Jahr 1979 als Flüchtling nach Spandau in West-Berlin.[2] Die Familienmitglieder väterlicherseits waren Chinesen. Sie hatten ein kleines Haushaltswarengeschäft im Markt von Hanoi. Aufgrund der Vertreibung chinesischstämmiger Menschen aus Vietnam floh die Familie nach Hongkong, nachdem der Vater kurz zuvor bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Dort ergab sich eine Ausreisemöglichkeit nach Deutschland. In West-Berlin heiratete die Mutter später einen Deutschen und zog im Jahr 1987 mit den drei Kindern zu ihm. Im Jahr 1994 machte Duc auf dem Friedrich-Ebert-Gymnasium in Wilmersdorf sein Abitur.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Duc jobbte bereits in seiner Jugend bei McDonald’s und interessierte sich für die japanische Küche, weshalb er begann, Japanologie an der Freien Universität Berlin zu studieren und nebenbei bei Tillmann Zorn im „Sachiko Sushi Berlin“ zu arbeiten.[4] Im Jahr 1998 arbeitete er für zwei Monate als Sushikoch in Moskau. Die Verdienste aus seinen Anstellungen setzte er nach seiner Rückkehr zur Finanzierung eines eigenen Restaurants ein. Dieses, das „Kuchi“, eröffnete er im Januar 1999, anschließend das „Next to Kuchi“ und das „Kuchi II“. Im Winter 2005 eröffnete er das Feinschmeckerrestaurant „Shiro i Shiro“, das im Jahr 2006 zu den weltweit 50 besten Neueröffnungen gewählt wurde, drei Jahre später jedoch geschlossen werden musste. Anschließend kochte er in der „Bar Tausend“ am Schiffbauerdamm in seiner „Cantina“ spanische Tapas, peruanische Ceviche und japanische Gerichte. Außerdem betreibt er das „Moriki“ in Frankfurt am Main, zwei „Cocolo“-Restaurants in Berlin, wie auch das „Madame Ngo“ an der Kantstraße und seine neue „Cantina“ sowie das „893“. Mittlerweile betreibt er elf Restaurants in Berlin und Frankfurt am Main. Insgesamt beschäftigt er rund 100 Mitarbeiter.[5][3]

Mediale Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 war er als Kochgegner von Tim Mälzer in der zweiten Folge der dritten Staffel Kitchen Impossible zu sehen.[1] Des Weiteren auch in Knife Fight Club, ebenfalls bei VOX und an der Seite von Mälzer.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 wurde er von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berlin Partner als „Gastronomischer Innovator des Jahres 2017“ ausgezeichnet.[7][8][9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kitchen Impossible 2018: The Duc Ngo.
  2. Tina Hüttl: Koch über Gastro-Ideen: „Als Asiate bist du Zigarettenmafia, Imbiss oder Nagelstudio“. In: berliner-zeitung.de. 11. Februar 2018, abgerufen am 22. Februar 2018 (Ausführliches Interview).
  3. a b Franz Michael Rohm: Vom Flüchtling zum Gastronom: Der Herzog von der Kantstraße.
  4. Deutschlands 17 beste Sushi-Chefs. In: docplayer.org. Global Sushi Challenge, 2017, abgerufen am 22. Februar 2018 (PDF; S. 17).
  5. Franz Michael Rohm: Der elfte Streich des The Duc Ngo.
  6. DWDL.de GmbH: Vox startet "Knife Fight Club" mit Mälzer und Raue - DWDL.de.
  7. Elmar Schütze: Auszeichnung: Das sind die besten Köche Berlins. In: berliner-zeitung.de. 6. September 2017, abgerufen am 29. Januar 2018.
  8. Berliner Meisterköche. In: berlin-partner.de. Abgerufen am 29. Januar 2018.
  9. „The Duc Ngo bei Gala Berliner Meisterköche als „Gastronomischer Innovator“ geehrt“ FAZ vom 24. Oktober 2017