Tim Mälzer

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Tim Mälzer (2010)

Tim Mälzer (* 22. Januar 1971 in Elmshorn) ist ein deutscher Fernsehkoch, Unternehmer und Kochbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mälzer wurde 1971 in Elmshorn als Sohn eines Kaufmanns geboren.[1] Nach dem Abitur 1990 an der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg leistete Mälzer Zivildienst im Kreiskrankenhaus von Pinneberg und absolvierte anschließend von 1992 bis 1995 eine Ausbildung zum Koch im Hamburger Hotel InterContinental. Anschließend war er von 1995 bis 1997 als Koch im Londoner Hotel Ritz beschäftigt. Nach weiteren Stationen jobbte er im Londoner Neal Street Restaurant, wo zur gleichen Zeit auch der damals noch unbekannte Koch Jamie Oliver angestellt war.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1997 arbeitete er in den Hamburger Restaurants Tafelhaus (Christian Rach), Café Engel und Au Quai. Mit Christian Senkel als Partner übernahm er im August 2002 Das Weiße Haus am Museumshafen Övelgönne, das er im Mai 2007 verließ.[2][3] Ende April 2006 pachtete Mälzer zusätzlich die Oberhafenkantine in Hamburg; das Lokal wurde bis Ende 2007 von seiner Mutter betrieben und hat inzwischen einen anderen Pächter. Mit Patrick Rüther als Partner eröffnete er am 1. Juni 2009 im Hamburger Schanzenviertel das Restaurant Bullerei[4] sowie am 10. Dezember 2012 im Frankfurter Flughafen und am 15. Juni 2015 in der Düsseldorfer Altstadt jeweils ein Restaurant namens Hausmann's[5][6]. Mälzer ist Berater der Redaktion der Zeitschrift Essen & Trinken für jeden Tag, deren Werbepartner er auch ist.[7]

Fernsehkoch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mälzer präsentierte ab Dezember 2003 die Kochsendung Schmeckt nicht, gibt’s nicht auf VOX, die 2004 und 2007 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Die Sendung lief dort wochentags bis August 2007. Mälzer wechselte dann in das Abendprogramm des Senders, wo er bis September 2007 die Sendung Born to Cook moderierte.

Seit dem Dezember 2004 trat Mälzer auch häufig in der ZDF-Sendung Johannes B. Kerner – Kochen bei Kerner auf, die wöchentlich freitagabends ausgestrahlt wurde. Mälzers Popularität als Fernsehkoch förderte auch den Absatz der von ihm geschriebenen Kochbücher Born to Cook und Born to Cook 2. 2006 gab er das Magazin Neues vom Küchenbullen heraus, das mit einem Teil des Erlöses Projekte von World Vision finanziert.[8] Nach einer Pause, die durch ein Burnout-Syndrom[9] bedingt war, trat Mälzer 2007 in seiner Bühnenshow Ham’ se noch Hack vor Publikum auf. Außerdem ist er seit Ende 2007 häufig Gast in der VOX-Sendung Die Kocharena.

In dem 2007 von Pixar produzierten Trickfilm Ratatouille spricht Mälzer als Synchronsprecher den Souschef Horst.[10] Am 25. November 2007 war Mälzer in der Sendung Dittsche des WDR Fernsehens zu sehen. Er spielte darin sich selbst und trat als der in der Serie obligatorische Gast im Imbiss auf. Er kaufte dort zu später Stunde die Zutaten für „Currywurst mit Pommes“ ein, da er die Speisen daheim für sich und Freunde selbst zubereiten wollte. Seit dem 18. April 2009 lief die wöchentlich ausgestrahlte Sendung Tim Mälzer kocht! im Ersten.[11] Die Sendung wurde 2014 eingestellt.

2010 engagierte er sich als Botschafter für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.[12] Seit 2008 unterstützt er die Hamburger Benefizaktion Kicken mit Herz.[13] Seit 2012 ist er Botschafter der Initiative Schau hin!.[14] Von 2013 bis 2015 war er Coach und Juror in der Sat.1 Koch-Castingshow The Taste. Seit Februar 2016 ist er mit Kitchen Impossible auf Sendung, die mit dem Deutschen Fernsehpreis 2017 in der Kategorie „Bestes Factual Entertainment“ ausgezeichnet wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tim Mälzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gourmet Report: Der kleine Tim war sehr an Handball interessiert
  2. Vita Tim Mälzer auf www.kochschule-deutschland.de, abgerufen am 29. Januar 2013.
  3. Seiten vom 14.11.2007. In: abendblatt.de. Archiviert vom Original am 31. Dezember 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  4. Bullerei. In: bullerei.com. Abgerufen am 31. Dezember 2016.
  5. Hausmann's Restaurant in Frankfurt. In: hausmanns-frankfurt.de. Abgerufen am 31. Dezember 2016.
  6. Hausmann's Restaurant in Düsseldorf. In: hausmanns-duesseldorf.de. Abgerufen am 31. Dezember 2016.
  7. Bericht von Alexander Kern auf dwdl.de vom 16. September 2013: Tim Mälzer wirbt für Essen & Trinken für jeden Tag. Abgerufen am 6. Januar 2013
  8. Tim Mälzer kocht für Axel Springer. In: HORIZONT. (horizont.net [abgerufen am 22. Februar 2017]).
  9. TV-Star Mälzer: "Wir brauchen keine Kochshows mehr". In: Spiegel Online. 22. März 2009, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  10. filmreporter.de
  11. Tim Mälzer kocht! auf der Homepage der ARD, abgerufen am 18. Juni 2009.
  12. Die Bootschafter
  13. kickenmitherz.de
  14. Tim Mälzer. In: schau-hin.info. 24. November 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  15. Chefbrutzler Tim Mälzer: Schmeckt nicht, gibt's nicht. In: Spiegel Online Fotostrecke. Abgerufen am 31. Dezember 2016.
  16. DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN feiert Verleihung der Auszeichnungen 2016. Deutsche Akademie für Fernsehen, abgerufen am 14. März 2017.