Theodor Gebre Selassie

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Theo Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie.JPG
Theodor Gebre Selassie (2012)
Spielerinformationen
Geburtstag 24. Dezember 1986
Geburtsort TřebíčTschechoslowakei
Größe 181 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
1993–1998
1998–2005
FC Velké Meziříčí
FC Vysočina Jihlava
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2007
2005
2007–2008
2008–2012
2012–
FC Vysočina Jihlava
→ FC Velké Meziříčí (Leihe)
Slavia Prag
Slovan Liberec
SV Werder Bremen
18 0(2)
8 0(0)
11 0(0)
97 0(8)
145 (12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007–2008
2011–
Tschechien U-21
Tschechien
6 0(0)
37 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. Juli 2017

2 Stand: 21. Juni 2016

Theodor „Theo“ Gebre Selassie (* 24. Dezember 1986 in Třebíč) ist ein tschechischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebre Selassie wurde als Sohn eines Äthiopiers und einer Tschechin in Třebíč geboren; mit dem Fußballspielen begann er in Velké Meziříčí. 1998 wechselte er zum FC Vysočina Jihlava. Ab 2005 wurde der Defensivspieler im B-Team eingesetzt, das in der drittklassigen MSFL spielte. Allerdings bekam er wenig Spielpraxis und wurde deshalb zunächst bis zur Winterpause an seinen Jugendverein FC Velké Meziříčí ausgeliehen, der eine Liga tiefer spielte. Anfang 2006 kehrte der Verteidiger nach Jihlava zurück, zog sich in der Vorbereitung auf die Rückrunde aber eine Verletzung zu und wurde erneut nach Velké Meziříčí abgegeben.

Nach Saisonende beorderte ihn Jihlava zurück, und der junge Abwehrspieler bekam nun auch Spielpraxis in der A-Mannschaft in der 2. Liga. In den ersten Spielen der Saison 2007/08 gehörte er zu den besten Akteuren des FC Vysočina Jihlava, was ihm einen Einsatz in der neu formierten tschechischen U-21-Auswahl einbrachte. Er war damit der erste dunkelhäutige Nationalspieler Tschechiens.[1] Ende September 2007 wurde er von Slavia Prag verpflichtet und unterzeichnete beim Champions-League-Teilnehmer einen Vierjahresvertrag. Im September 2008 wechselte Gebre Selassie auf Leihbasis zu Slovan Liberec.[2] Nach einer Saison wurde er im Juli 2009 fest verpflichtet. Mit Slovan Liberec wurde er in der Saison 2011/12 Meister.

Nach dem Ausscheiden Tschechiens im Viertelfinale der EM 2012 gegen Portugal verpflichtete der SV Werder Bremen Gebre Selassie zur Saison 2012/13.[3] Sein Vertrag ist bis 30. Juni 2018 gültig.[4]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich gehörte er dem tschechischen Aufgebot an und kam im ersten Gruppenspiel, das mit 0:1 gegen die Auswahl Spaniens verloren wurde, zum Einsatz. Es blieb sein einziges Turnierspiel und er schied mit der Mannschaft nach der Gruppenphase aus dem Turnier aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Schwester Anna Gebre Selassie ist eine Handballnationalspielerin der Tschechischen Republik.[5] Gebre Selassie hat mit seiner Ehefrau Leona einen Sohn namens Noe Gebre Selassie.

Bei der Registrierung des Spielers beim tschechischen Verband unterlief ein Fehler: Im Spielerpass ist Gebre Selassie als Theodor Gebreselassie eingetragen. Weitere Alternativschreibweisen seines Namens sind Theo Gebreselassie oder Theo Gebre Selassie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gebreselassie schreibt tschechische Fußball-Geschichte Meldung des sid vom 22. August 2007 auf 11.freunde.de
  2. Slovan získal pravého obránce (Memento vom 11. Oktober 2008 im Internet Archive) Meldung auf der Website des FC Slovan Liberec vom 16. September 2008, zuletzt abgerufen am 17. September 2008, tschechisch
  3. Gebre Selassie zum SV Werder, Mitteilung auf der Website des SV Werder Bremen vom 22. Juni 2012 (abgerufen am 22. Juni 2012).
  4. Gebre Selassie verlängert vorzeitig bis 2018 in Werder.de vom 18. Februar 2015. Abgerufen am 18. Mai 2015
  5. Hodňoučká Gebre Selassie září jako bratr Meldung auf der Website der tschechischen Zeitung „DNES“ vom 9. Juli 2011, tschechisch