Thomas Dooley

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Thomas Dooley
auf einer Briefmarke von 1994
Personalia
Geburtstag 12. Mai 1961
Geburtsort BechhofenDeutschland
Größe 185 cm
Position Stürmer, Mittelfeld, Abwehr
Junioren
Jahre Station
0000–1979 TuS Eintracht Bechhofen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1979 TuS Eintracht Bechhofen
1979–1981 TuS Landstuhl
1981–1983 FK Pirmasens
1983–1988 FC 08 Homburg 154 (36)
1988–1993 1. FC Kaiserslautern 107 (13)
1994–1995 Bayer 04 Leverkusen 16 0(2)
1995–1997 FC Schalke 04 28 0(3)
1997–1999 Columbus Crew 63 0(5)
2000 NY/NJ MetroStars 20 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1992–1999 USA 81 0(7)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2002 1. FC Saarbrücken
2011–2014 USA (Co-Trainer)
2014–2018 Philippinen
2021 Sri Pahang FC
2022– Philippinen
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Thomas „Tom“ Dooley (* 12. Mai 1961 in Bechhofen, Rheinland-Pfalz) ist ein ehemaliger deutschamerikanischer Fußballspieler und heutiger -trainer sowie Sachbuchautor.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Jugend spielte Dooley zunächst für den TuS Eintracht 1912 Bechhofen und kam dort bis 1979, das Jahr seines 18. Geburtstages, ebenso bereits im Männerteam in der Kreisliga zum Einsatz. Es folgten Stationen bei den Oberliga-Vereinen TuS Landstuhl und FK Pirmasens.[1] In der Bundesliga bestritt Dooley für den FC 08 Homburg (31 Spiele in der Oberliga – 16 Tore, 75 Spiele in der 2. Bundesliga – 18 Tore, 48 Bundesligaspiele – 2 Tore[2]), den 1. FC Kaiserslautern, Bayer 04 Leverkusen und den FC Schalke 04 199 Spiele und erzielte 20 Tore. Weiterhin spielte er in der Major League Soccer bei Columbus Crew und gemeinsam mit Lothar Matthäus bei den NY/NJ MetroStars.

Mit Kaiserslautern wurde er 1990 Deutscher Pokalsieger und 1991 Deutscher Meister. Nach der Fußball-WM 1994 schloss er sich Bayer Leverkusen an[3] und mit dem FC Schalke, zu dem er ein Jahr später wechselte, gewann er 1997 den UEFA-Pokal.

Auswahleinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 spielte er beim U.S. Cup für die Vereinigten Staaten und erzielte zwei Tore bei der 3:4-Niederlage gegen Deutschland. Für die US-Nationalelf nahm er an den Weltmeisterschaften 1994 und 1998 teil. Insgesamt bestritt Dooley 81 Länderspiele für die USA und erzielte dabei sieben Tore. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 war er Kapitän der Mannschaft. Erstmals hatte er diese Funktion innerhalb der Mannschaft beim Länderspiel gegen Ecuador im August 1997 ausgeübt.

Weiterer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2002 und 2003 war Dooley für kurze Zeit beim 1. FC Saarbrücken als Trainer und Sportdirektor beschäftigt. Zusammen mit Christian Titz und seinem Bruder Steven Dooley gründete er 2002 die Dooley Soccer University. Seit 2005 ist er Eigentümer des Fußballklubs „Orange County Kings“ in Laguna Niguel, Kalifornien.

Im Mai 2006 veranstaltete er in Los Angeles ein internationales Turnier im Fußballtennis, das die Brasilianer gewannen. Mannschaften aus acht Ländern, die hauptsächlich aus bekannten Fußballern zusammengestellt wurden, nahmen an diesem Turnier teil. Das Turnier sollte vor allem als Auftakt der Fußballtennis-Offensive in den USA dienen.

Im August 2011 wurde Dooley bei der Premiere von Jürgen Klinsmann als Nationaltrainer der Fußballnationalmannschaft der Vereinigten Staaten in dessen vorläufiges Co-Trainerteam berufen.[4] Von Februar 2014 bis März 2018 war Dooley Chef-Trainer der philippinischen Nationalmannschaft.[5][6] Von Januar 2021 bis März 2021 war er Trainer des Sri Pahang Football Club in Malaysia.[7][8] Seit Mai 2022 ist er erneut Trainer der philippinischen Nationalmannschaft.[9]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationale Vereinswettbewerbe

  • 1× Deutscher Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern (1991)
  • 1× DFB-Pokal-Sieger mit dem 1. FC Kaiserslautern (1990)

Internationale Vereinswettbewerbe

  • 1× UEFA-Pokal-Sieger mit Schalke 04 (1997)[10]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dooley ist Sohn eines US-amerikanischen Soldaten und einer deutschen Mutter. Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA bot ihm der US-amerikanische Fußballverband an, für die Nationalmannschaft der USA zu spielen. Dooley nahm daraufhin auch die amerikanische Staatsbürgerschaft an, konnte seine deutsche Staatsbürgerschaft aber behalten.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dooley ist gemeinsam mit Christian Titz Autor von mehreren Büchern, die teilweise auch in englischer Sprache erschienen sind:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thomas Dooley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Dooley, abgerufen am 3. Februar 2014
  2. Thomas Dooley; FC-08-Homburg-Archiv, abgerufen am 20. Juni 2013
  3. Jacq Roos: Global United FC secures Thomas Dooley (Memento vom 9. April 2010 im Internet Archive); Artikel auf der Homepage des Dutch Lions FC, 30. März 2010
  4. US-Trainer Klinsmann beruft Tom Dooley in sein Trainerteam. (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) dpa-Artikel im Pfälzischen Merkur vom 6. August 2011.
  5. Dooley neuer Philippinen-Coach. Meldung auf Sport1 vom 3. Februar 2014 (abgerufen am 3. Februar 2014).
  6. Ex-England-Kapitän Butcher neuer Nationaltrainer der Philippinen. (transfermarkt.de [abgerufen am 15. Juni 2018]).
  7. Dooley set to take charge of Sri Pahang FC. In: Asean Football Federation. 3. Januar 2021, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  8. Pahang’s Dooley sidelined, Dollah back in charge. In: The Star. 15. März 2021, abgerufen am 15. März 2021 (englisch).
  9. Dooley zum zweiten Mal Philippinen-Coach auf weltfussball.de
  10. UEFA-Cup 1996/1997. schalke04.de, abgerufen am 22. Mai 2022.
VorgängerAmtNachfolger
Marcelo BalboaFußballer des Jahres in den Vereinigten Staaten
1993
Marcelo Balboa