1. FC Saarbrücken

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1. FC Saarbrücken
Vereinswappen des 1. FC Saarbrücken
Voller Name 1. Fußball-Club Saarbrücken e.V.
Ort Saarbrücken, Saarland
Gegründet 18. April 1903
Vereinsfarben Blau-Schwarz
Stadion Hermann-Neuberger-Stadion
Plätze 12.000
Präsident Hartmut Ostermann
Trainer Dirk Lottner
Homepage www.fc-saarbruecken.de
Liga Regionalliga Südwest
2015/16 7. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. Fußball-Club Saarbrücken e.V. (1. FC Saarbrücken) ist ein deutscher Sportverein aus der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Fußballmannschaft des ursprünglich 1903 gegründeten Vereines, der zwischen 1909 und 1945 unter dem Namen FV Saarbrücken antrat, zählte ab den 1930er Jahren zu den Spitzenvereinen, wurde 1943 und 1952 deutscher Vizemeister und war 1963 eines von 16 Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga. Seit 1964 pendelt die Herrenmannschaft zwischen der ersten und fünften Spielklasse, seit 2014 spielt sie in der viertklassigen Fußball-Regionalliga Südwest. Der Klub wird auch de FC oder die Molschder genannt.

Die Frauenmannschaft, die 16 Jahre lang der Bundesliga angehörte, spielt seit 2011 in der 2. Bundesliga Süd. 2008 erreichte sie das DFB-Pokalfinale. Beim 1. FC Saarbrücken gibt es noch eine Handballabteilung; die Tischtennisabteilung gründete 2011 mit dem 1. FC Saarbrücken-Tischtennis einen eigenständigen Verein und spielt seit 2009 in der Tischtennis-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 18. April 1903 im Saarbrücker Stadtteil Malstatt als Fußballabteilung des TV 1876 Malstatt gegründet. Nach Abspaltung der Fußballabteilung erfolgte 1907 eine Neugründung als FV Malstatt-Burbach. Am 1. April 1909 wurde der Verein in FV Saarbrücken umbenannt. Von 1943 bis 1945 bildete der Verein gemeinsam mit dem SC Altenkessel die Kriegsspielgemeinschaft Saarbrücken. Nach der Auflösung im Jahr 1946 wurde der Verein am 25. November 1945 unter dem Namen 1. FC Saarbrücken neu gegründet.

Ende April 1947 trat Stade de Reims zum Freundschaftsspiel auf dem Kieselhumes an (3:5 vor 25.000 Zuschauern); es war – in Anwesenheit des FIFA-Präsidenten – das erste internationale Spiel im Saarland nach Kriegsende. Zwischen 1948 und 1951 war der 1. FC dem Bereich des französischen Fußballverbandes (FFF) zugeordnet, spielte ein Jahr lang – außer Konkurrenz – in der Division 2 und wurde entsprechend als FC Sarrebruck bezeichnet.

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Saisonbilanzen des 1. FC Saarbrücken

Vor 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des FV Saarbrücken

Obwohl er Anfang der 1930er Jahre zu den südwestdeutschen Spitzenmannschaften gezählt und sich noch 1931 und 1932 für die süddeutsche Endrunde qualifiziert hatte, verpasste der FV Saarbrücken aufgrund eines fünften Platzes 1933 die Qualifikation für die neue Gauliga Südwest. Erst 1935 gelang dem FV Saarbrücken erstmals der Sprung in die neue oberste Spielklasse. Ab 1939 spielte der Verein in der Staffel Saarpfalz der Gauliga Südwest und wurde dort 1941 erstmals Staffelmeister. Im Endspiel um die Südwestmeisterschaft unterlagen die Saarbrücker jedoch Kickers Offenbach (2:2 und 2:3) und waren somit nicht für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Zwei Jahre später gewann der Verein die Gaumeisterschaft im Gau Westmark und nahm erstmals an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Dort besiegten die Saarländer unter anderen den VfR Mannheim und Vienna Wien und erreichten das Finale in Berlin. Im Endspiel unterlag der FVS zwar dem Dresdner SC deutlich mit 0:3, die deutsche Vizemeisterschaft des Jahres 1943 ist dennoch einer der bis heute größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Nachdem das Vereinsheim des FV Saarbrücken durch einen Bombentreffer zerstört worden war, spielte die Mannschaft in der Runde 1943/44 in einer Kriegsspielgemeinschaft mit dem SC Altenkessel und konnte den Gaumeistertitel verteidigen, drang in der Endrunde bis ins Viertelfinale vor, scheiterte dort aber am 1. FC Nürnberg.

1945 bis zur Rückkehr in den deutschen Ligafußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Krieg startete der 1. FC Saarbrücken zunächst in der Oberliga Südwest-Nord und spielte dort drei Jahre lang recht erfolgreich. 1946 gewannen die Saarländer gegen den SV Rastatt (4:4 und 5:0) die Südwestmeisterschaft und damit die Französische Zonenmeisterschaft. 1948 musste der saarländische Fußball das deutsche Ligasystem verlassen. Da der Verein sich für die Ehrenliga des Saarlandes zu stark fühlte, bewarb er sich beim französischen Fußballverband um eine Teilnahme am Spielbetrieb. Nach zähen Verhandlungen durften die Saarbrücker schließlich mit Gastrecht 1948/49 in der 2. französischen Division als FC Sarrebruck antreten. Die Partien der Saarländer wurden nicht gewertet, auch in der Tabelle wurde der Verein nicht geführt; inoffizielle Fassungen sehen die Saarbrücker mit unterschiedlich vielen Punkten Vorsprung vor Girondins Bordeaux als Tabellenersten. Der Aufstieg in die erste französische Liga wurde dem FCS jedoch verwehrt, vielmehr wurde Saarbrücken aus dem französischen Ligabetrieb ausgeschlossen und so trug er von 1949 bis 1951 nur Freundschaftsspiele um den sog. Internationalen Saarlandpokal aus, den er trotz starker internationaler Konkurrenz gewann. Unter anderem gelang dem FCS als erster deutschen Mannschaft ein Sieg über Real Madrid (4:0). Der FCS entwickelte sich durch diese vielen Privat- und Freundschaftsspiele zu einem internationalen Zugpferd für andere Vereine und erhielt vom damaligen FIFA-Präsidenten Jules Rimet das Prädikat: „interessanteste Fußballmannschaft Europas“.

1951 bis zur Gründung der Bundesliga 1963[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurück im deutschen Ligasystem wurde der FCS in der Saison 1951/52 sofort Meister der Oberliga Südwest. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1952 erreichte der FCS mit tollem Offensivfußball das Finale, das er gegen den VfB Stuttgart knapp mit 2:3 verlor. In den folgenden Jahren belegte der Verein in der Oberliga weiterhin vordere Positionen, für die Qualifikation zur Endrunde reichte es noch zwei Mal. Nach dem zweiten Platz 1957 und der Meisterschaft 1961 waren die Saarbrücker in den Endrundenspielen jedoch jeweils chancenlos. In der Saison 1955/56 nahmen sie als Vertreter des zu dieser Zeit eigenständigen Saarländischen Fußballverbandes am Europapokal der Landesmeister teil. Dort gewann der FCS in der ersten Runde beim AC Mailand mit 4:3, schied aber durch eine 1:4-Heimniederlage aus.

Gründung von Bundesliga und 2. Bundesliga (1963–1974)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. FC Saarbrücken war 1963 eines der 16 Gründungsmitglieder der Bundesliga, als Tabellenletzter folgte jedoch umgehend der Abstieg. In den folgenden zehn Jahren spielten die Saarländer in der Regionalliga Südwest und erreichten vier Mal die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, in der sie jedoch stets scheiterten. 1974 war der FCS sportlich nicht für die neu gegründete 2. Bundesliga qualifiziert, profitierte jedoch von der Lizenzverweigerung für den qualifizierten SV Alsenborn.

Rückkehr in die Bundesliga und letzte Saison dort (1974–1993)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von 1981 bis 2010

Mitte der 1970er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre folgte die letzte Hochphase des FCS. 1976 gelang endlich die Rückkehr in die Bundesliga, in der sich der Verein zwei Jahre halten konnte. Nach mehreren Jahren in der 2. Bundesliga und dem zwischenzeitlichen Absturz in die Drittklassigkeit stieg der 1. FC Saarbrücken 1985 erneut in die Bundesliga auf. Noch als Zweitligist erreichte der Verein in der Saison 1984/85 das Halbfinale des DFB-Pokals. 1989 und 1990 qualifizierte sich der FCS als Dritter der 2. Bundesliga für die Aufstiegsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga und scheiterte beide Male. 1992 wurde die Mannschaft Meister der 2. Bundesliga Süd und stieg zum bislang letzten Mal in die Bundesliga auf. Erneut folgte der sofortige Wiederabstieg. Dabei gewannen die Saarbrücker keines der letzten 16 Spiele und verloren die letzten neun Spiele in Folge.

Finanzielle Probleme und Absturz in die Fünftklassigkeit (1993 bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 wurde dem Verein wegen fehlender Unterlagen die Lizenz für die 2. Bundesliga verweigert, sodass der FCS in der drittklassigen Regionalliga antreten musste. 2000 und 2004 gelang jeweils für zwei Jahre der Aufstieg in die Zweite Liga. 2006 aber begann der freie Fall; dem Abstieg in die Regionalliga folgte der Abstieg in die viertklassige Oberliga Südwest. Präsident Hartmut Ostermann und Vizepräsident Klaus Meiser traten zurück, Horst Hinschberger wurde neuer Präsident. Durch die Veränderung des Ligensystems konnten nur die ersten Vier in die Regionalliga West, die in die vierthöchste deutsche Spielklasse umgewandelt wurde, aufsteigen. Da der FCS aber nur Rang fünf belegt hatte, verblieb er in der Oberliga und spielte somit erstmals fünftklassig.

Gegenwart (seit 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg wurde der FCS unter Trainer Dieter Ferner in der Saison 2008/09 souverän Meister in der Oberliga Südwest und spielte damit in der Saison 2009/10 in der viertklassigen Regionalliga West. Dort wurde die Mannschaft nach schwachem Saisonstart überraschend Meister und konnte sich den Aufstieg in die 3. Liga sichern. Dort übernahm Jürgen Luginger den Trainerposten, da Dieter Ferner nicht die nötige Lizenz besaß. Saarbrücken beendete die Saison 2010/11 auf dem sechsten Tabellenplatz und stellte gleich zwei Ligarekorde auf, nämlich mit dem 7:0-Auswärtserfolg beim FC Carl Zeiss Jena den höchsten Sieg in der 3. Liga und mit neun gewonnenen Partien in Folge (30.–38. Spieltag) die längste Siegesserie. Am 4. August 2013 besiegte der FCS in der ersten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Werder Bremen mit 3:1; es war der erste Auftaktsieg im Pokal seit 2007. Der Start in die Saison 2013/14 misslang jedoch und es folgte am 5. September 2013 nach einer 2:3-Heimniederlage gegen den FC Heidenheim die Trennung von Cheftrainer Luginger. Sein Nachfolger wurde am 13. September der Kroate Milan Šašić, der bis Oktober 2011 Cheftrainer des MSV Duisburg war. Am 10. Februar 2014 trat Šašić nach fünf Niederlagen in Folge zurück, Nachfolger wurde der ehemalige Co-Trainer Fuat Kılıç. Doch auch unter ihm gelang die Rettung nicht mehr. Bereits zwei Spieltage vor Saisonende stand Saarbrücken als Absteiger in die Regionalliga fest. In der Regionalliga Südwest 2014/15 wurde der 1.FC Saarbrücken Tabellenzweiter, scheiterte in den Aufstiegsspielen jedoch an den Würzburger Kickers. Der Vertrag mit Trainer Kılıç wurde daraufhin aufgelöst. Neuer Trainer wurde am 1. Juli 2015 Falko Götz. Am 2. März 2016 erklärte Götz seinen Rücktritt, Cheftrainer wurde der bisherige Co-Trainer Taifour Diane. Seit dem 18. Mai 2016 ist Dirk Lottner Trainer des 1.FC Saarbrücken. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gaumeister Westmark: 1943, 1944
  • Meister Oberliga Südwest: 1946, 1952, 1961, 1983, 2009
  • Meister der Ehrenliga Saarland: 1951 (zweite Mannschaft)
  • Meister der Regionalliga Südwest: 1965 (zweitklassig)
  • Meister 2. Bundesliga Süd: 1976, 1992
  • Meister der Regionalliga West/Südwest: 2000 (drittklassig)
  • Meister der Regionalliga West: 2010 (viertklassig)
  • Saarlandpokalsieger: 1997, 1998, 1999, 2000, 2002, 2004, 2011, 2012, 2013
  • Internationaler Saarlandpokal: 1950
  • Teilnahme Europapokal der Landesmeister: 1955
  • Inoffizieller Meister 2. Division in Frankreich: 1948/49
  • DFB-Pokal-Halbfinale (3x): 1957, 1958, 1985
  • Deutscher Vizemeister: 1943, 1952
  • Ewige Tabelle der Bundesliga: Platz 36
  • Ewige Tabelle der 2. Bundesliga: Platz 11
  • DFB-Pokal Achtelfinale 2013
  • Vize-Meister der Regionalliga Südwest 2015

Seit 1951 war der FCS:

  • 17 Jahre erstklassig (1951/52–1963/64, 1976/77–1977/78, 1985/86, 1992/93)
  • 29 Jahre zweitklassig (1964/65–1975/76, 1978/79–1980/81, 1983/84–1984/85, 1986/87–1991/92, 1993/94–1994/95, 2000/01–2001/02, 2004/05–2005/06)
  • 14 Jahre drittklassig (1981/82–1982/83, 1995/96–1999/00, 2002/03–2003/04, 2006/07, 2010/11–2013/14)
  • 5 Jahre viertklassig (2007/08, 2009/10, 2014/15, 2015/16 und 2016/17)
  • 1 Jahr fünftklassig (2008/09)

Saisonbilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

oberliga Südwest Regionalliga Südwest 3. Fußball-Liga 2. Fußball-Bundesliga


Personalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Regionalliga-Mannschaft 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Spieler[2] Nat. beim FCS seit letzter Verein

Tor

1 David Salfeld DeutscherDeutscher 2014 SV Darmstadt 98
20 Ricco Cymer DeutscherDeutscher 2016 TSG 1899 Hoffenheim II
26 Patrik Herbrand DeutscherDeutscher 2014 eigene Jugend

Abwehr

6 Daniel Döringer DeutscherDeutscher 2014 SV Wehen Wiesbaden
19 Sascha Wenninger DeutscherDeutscher 2016 1.FC Nürnberg II
21 Dominic Rau DeutscherDeutscher 2016 Hallescher FC
23 Mario Müller DeutscherDeutscher 2016 Eintracht Trier
24 Alexander Hahn DeutscherDeutscher 2014 SV Meppen
27 Marco Meyerhöfer DeutscherDeutscher 2014 Eintracht Frankfurt
34 Ivan Sachanenko DeutscherDeutscher 2010 eigene Jugend
44 Peter Chrappan SlowakeSlowake 2014 Zlaté Moravce

Mittelfeld

4 Alexandre Mendy FranzoseFranzose 2014 F.C. Hansa Rostock
7 Dennis Wegner DeutscherDeutscher 2014 VfL Osnabrück
8 Manuel Zeitz DeutscherDeutscher 2016 Energie Cottbus
10 Sven Sökler DeutscherDeutscher 2014 1. FC Heidenheim
11 Marcus Mendler DeutscherDeutscher 2016 Stuttgarter Kickers
13 Sebastian Brenner DeutscherDeutscher 2016 eigene Jugend
14 Marco Holz DeutscherDeutscher 2016 Energie Cottbus
17 Johannes Roßfeld DeutscherDeutscher 2016 eigene Jugend
18 Marwin Studtrucker DeutscherDeutscher 2016 Rot-Weiss Essen
32 Jordan Steiner FranzoseFranzose 2014 eigene Jugend

Angriff

9 Patrick Schmidt DeutscherDeutscher 2016 FC 08 Homburg
16 Kevin Behrens DeutscherDeutscher 2016 Rot-Weiss Essen
33 Jens Meyer DeutscherDeutscher 2008 eigene Jugend

Trainer Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktion Name
Trainer Dirk Lottner

Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Spieler trugen während ihrer Zeit beim 1. FC Saarbrücken das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft:

Die Zahl in Klammern gibt weitere Länderspiele an, die die Spieler bei anderen Vereinen absolviert haben.

Außerdem spielten 20 Spieler des 1. FC Saarbrücken für die saarländische Fußballnationalmannschaft.

Weitere bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans und Rivalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ultras und Hooligans des 1. FC Saarbrücken pflegen seit 1998 eine Fanfreundschaft mit den Ultras und Hooligans des französischen Klubs AS Nancy. Daneben gibt es gute Kontakte zu Nizza, Rouen und seit kurzer Zeit Salzburg. Als größte Rivalen gelten der 1. FC Kaiserslautern und der FC Homburg, daneben sind Vereine wie SV Waldhof Mannheim, TuS Koblenz, Kickers Offenbach, Karlsruher SC, Eintracht Trier oder der Fc Metz bei den Fans unbeliebt. In jüngerer Vergangenheit galt auch die SV Elversberg als sportlicher Rivale.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: 1. FC Saarbrücken (Frauenfußball)

1997 trat die Frauenfußballabteilung des VfR 09 Saarbrücken geschlossen zum 1. FC Saarbrücken über. Nach mehreren Jahren im Mittelfeld der Tabelle stieg die Mannschaft 2002 ab. In den folgenden Jahren wurden die Saarbrückenerinnen zu einer Fahrstuhlmannschaft zwischen Erst- und Zweitklassigkeit. 2008 erreichte die Mannschaft das DFB-Pokalfinale, das nach einer 1:0-Führung mit 1:5 gegen den 1. FFC Frankfurt verloren wurde. Seit dem letzten Abstieg im Jahr 2011 spielt die Mannschaft in der 2. Bundesliga Süd.

Mit Patricia Brocker, Susanne Messner, Eva Minor, Nicole Müller und Eva Scheib stellte der 1. FC bzw. VfR 09 fünf deutsche Nationalspielerinnen. Ferner brachte der Verein mit Josephine Henning, Nadine Keßler und Dzsenifer Marozsán drei weitere Nationalspielerinnen hervor.

Weitere Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tischtennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: 1. FC Saarbrücken-Tischtennis

Die Tischtennisabteilung gehörte 1966 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, stieg allerdings 1968 ab. Von 1973 bis 1977 gelang eine zwischenzeitliche Rückkehr. Nachdem der ATSV Saarbrücken die regionale Führung in saarländischen Tischtennis übernommen hatte, wurde der 1. FC Saarbrücken in den 1990er Jahren wieder zur Nummer eins. 2004 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, dem fünf Jahre später die Rückkehr in die Bundesliga folgte.

Am 29. April 2011 gründete die Tischtennis-Abteilung unter dem Namen 1. FC Saarbrücken-Tischtennis (1. FCSTT) einen eigenständigen Verein.[4] Das Spieljahr 2011/12 wurde zur bislang erfolgreichsten Saison in der Vereinsgeschichte. Im DTTB-Pokal gewann der 1.FC Saarbrücken-Tischtennis den Titel des deutschen Pokalsiegers[5][6], in der Champions League wurde das Halbfinale erreicht[7], in der 1. Bundesliga (TTBL) holte man die Meisterschaft (Platz 1 mit 30:6 Punkten)[8] und in den Playoffs wurde man deutscher Vizemeister.[9][10]

In der DTTL finden die Spiele nicht mehr in der STTB-Tischtennishalle in St. Ingbert statt, sondern in der modernen Joachim Deckarm-Halle in Saarbrücken.

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit nimmt keine Mannschaft der Handballabteilung des 1.FC Saarbrücken am offiziellen Spielbetrieb teil.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 100 Jahre 1. FC Saarbrücken. Das Fanbuch. 1. FC Saarbrücken e.V. (Hrsg.), Saarbrücken 2003, ISBN 3-00-012524-8.
  • Gerhard Reuther: 1. FC Saarbrücken. 1903 – 1983 ... der neue FCS. Dasbach Verlag, Taunusstein 1983.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 1. FC Saarbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Lottner wird neuer Cheftrainer beim 1. FC Saarbrücken – 1. FC Saarbrücken. In: fc-saarbruecken.de. 18. Mai 2016, abgerufen am 17. September 2016.
  2. Aktuelle erste Mannschaft des 1. FC Saarbrücken, Website des 1.FC Saarbrücken. Abgerufen am 20. September 2016.
  3. Trainerkarriere Csaknády auf weltfussball.de
  4. 1. FC Saarbrücken-Tischtennis (Hrsg.): 1. FC Saarbrücken-Tischtennis. o.J., abgerufen am 7. April 2012.
  5. Der deutsche Pokalsieger 2011/12 heißt 1. FC Saarbrücken TT – Deutscher Tischtennis Bund e.V. In: tischtennis.de. 7. Januar 2012, abgerufen am 17. September 2016.
  6. nu Liga: Deutscher Tischtennis Pokal Finale. In: dttb.click-tt.de. 7. Januar 2012, abgerufen am 17. September 2016.
  7. Finale ohne Saarbrücken (Memento vom 17. März 2012 im Internet Archive)
  8. nu Liga: Tischtennis Bundesliga. In: dttb.click-tt.de. 22. April 2012, abgerufen am 17. September 2016.
  9. TT-NEWS TTBL: Borussia Düsseldorf ist Deutscher Meister 2011/12. In: tt-news.de. Abgerufen am 17. September 2016.
  10. nu Liga: TTBL Play-Offs. In: dttb.click-tt.de. 28. April 2012, abgerufen am 17. September 2016.

Koordinaten: 49° 14′ 8″ N, 6° 59′ 34″ O