To Die For

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Dieser Artikel behandelt den Film To Die For. Für die gleichnamige Band siehe To/Die/For.
Filmdaten
Deutscher Titel To Die For
Originaltitel To Die For
Produktionsland USA/Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Gus Van Sant
Drehbuch Buck Henry
Produktion Joseph M. Caracciolo, Jonathan T. Taplin
Musik Danny Elfman
Kamera Eric Alan Edwards
Schnitt Curtiss Clayton
Besetzung

To Die For ist ein US-amerikanisch-britischer Spielfilm aus dem Jahr 1995, der dem Genre der schwarzen Komödie zugerechnet wird. Die Regie führte Gus Van Sant, das Drehbuch schrieb Buck Henry anhand eines Romans von Joyce Maynard. Die Hauptrollen spielten Nicole Kidman und Matt Dillon.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit der Szene der Bestattung des Ehemanns von Suzanne Stone, Larry Maretto, zu der zahlreiche Medienleute eilen. Die eingeblendeten Schlagzeilen der Zeitungen beschuldigen Stone der Mittäterschaft. Daraufhin erzählen Stone und die Schwester des Getöteten, Janice Maretto, über die Hintergründe. Die Bilder der sprechenden Frauen wechseln sich mit Rückblenden ab.

Janice versucht, ihren alleinstehenden Bruder Larry mit einer ihrer Freundinnen zu verkuppeln; dieser lernt jedoch in einem Club stattdessen Suzanne Stone kennen. Larry überrascht Janice und den Rest der Familie mit der kurz darauf folgenden Hochzeit. Suzanne träumt von einer Karriere beim Fernsehen. Sie versucht mit allen Mitteln, bei einem lokalen Fernsehsender Karriere zu machen. Damit verdutzt sie die anderen Mitarbeiter, die ihr wiederholt sagen, der Sender sei doch nur ein kleiner Sender des Kabelfernsehens.

Suzanne organisiert an der lokalen Schule einen Aebeitskreis, um eine Dokumentation über Jugendliche zu drehen. Einen der Schüler, Jimmy Emmett, der in sie verliebt ist, bewegt sie dazu, ihren Ehemann Larry Maretto zu ermorden. Emmett, einem verstörten Teenager, und dessen Freunden Russell und Lydia erzählt sie, Larry würde sie schlagen und unmenschlich behandeln. Mit der Hilfe von Russell und Lydia tötet Jimmy Larry schließlich. Ihm wird jedoch nach der Tat bewusst, dass Larry ein sanftmütiger Mann war und Suzanne ihn manipuliert hat.

Jimmy, Russell und Lydia werden festgenommen. Es gelingt der Polizei zwar, Beweismittel gegen Suzanne zu sammeln, dennoch wird sie wegen Verfahrensfehler im Mordprozess freigesprochen. Jimmy und Russell werden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe bzw. 16 Jahren Haft verurteilt. Lydia hatte Straffreiheit garantiert bekommen, da sie der Polizei half, Beweismittel gegen Suzanne zu sammeln.

Larrys Vater nutzt nun seine Verbindungen zur Mafia, um seinen Sohn zu rächen. Der Auftragsmörder lockt Suzanne unter dem Vorwand aus ihrem Haus, ihre Lebensgeschichte veröffentlichen zu wollen. Er tötet sie und versenkt ihre Leiche im See. In der Schlussszene sieht man, wie Larrys Schwester auf dem See Schlittschuh läuft und so buchstäblich auf Suzannes Grab tanzt.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, der Film sei kein Meisterwerk, aber er sei eine elektrisierende, bunte Produktion, die die Medien satirisch „röstet“. Der Drehbuchautor sei ein „versierter“ („accomplished“) Satiriker; der Filmhumor habe häufig eine intellektuelle Note. Nicole Kidman mache „wundervolle“ Arbeit.[1]

Die Zeitschrift Prisma Online bezeichnete die Darstellung von Nicole Kidman als „erschreckend glaubhaft“. Der Regisseur montiere „geschickt aktuelle Szenen, Rückblicke, Fernsehausschnitte und Interviewszenen zu einer grellen, spannenden und vor allem bitterbösen Mediensatire, bei der dem Zuschauer das Lachen manchmal schon im Halse stecken bleibt.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nicole Kidman gewann für ihre Rolle den Filmpreis Golden Globe Award. Sie gewann außerdem den London Critics Circle Film Award, den Empire Award, den Seattle International Film Festival Award (Golden Space Needle Award), den Boston Society of Film Critics Award und den Southeastern Film Critics Association Award; für den BAFTA Award, den American Comedy Award, den Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films Award (Saturn Award) und den MTV Movie Award wurde sie nominiert.

Nicole Kidman, Joaquin Phoenix und Illeana Douglas wurden für den Chlotrudis Award nominiert. Buck Henry wurde für den Edgar Allan Poe Award nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Produktionskosten betrugen circa 20 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 21,3 Millionen US-Dollar ein.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von James Berardinelli, abgerufen am 25. November 2007
  2. Prisma Online, abgerufen am 25. November 2007
  3. Box office / business für To Die For, abgerufen am 25. November 2007