Tomas Delininkaitis

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Basketballspieler
Tomas Delininkaitis
Tomas Delininkaitis.2009-07-31.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 11. Juni 1982
Geburtsort Klaipėda, Sowjetunion
Größe 190 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
Vereinsinformationen
Verein BK Tscherkasski Mawpy
Liga Superliga Ukraine
Trikotnummer 9
Vereine als Aktiver
2001–2002 LitauenLitauen Neptūnas Klaipėda
2002–2007 LitauenLitauen Lietuvos rytas Vilnius
2007–2008 UkraineUkraine BK Asowmasch Mariupol
2008–2009 UkraineUkraine BK Budiwelnyk Kiew
2009–2010 SpanienSpanien CB Murcia
000002010 GriechenlandGriechenland PAOK Thessaloniki
2010–2012 LitauenLitauen Žalgiris Kaunas
2012–2013 UkraineUkraine BK Tscherkasski Mawpy
Seit 0 2013 LettlandLettland BK VEF Rīga
Nationalmannschaft
2006–2012 Litauen
Tomas Delininkaitis
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

LitauenLitauen Litauen
Weltmeisterschaft
0Bronze0 2010 Türkei Litauen

Tomas Delininkaitis (* 11. Juni 1982 in Klaipėda, Litauische SSR) ist ein litauischer Basketballspieler. Delininkaitis’ größte Erfolge auf internationaler Ebene sind der Gewinn der Bronzemedaille bei der WM 2010 mit der litauischen Nationalmannschaft und der Gewinn des ULEB Cup 2004/05 mit dem Verein Lietuvos rytas aus Vilnius. Daneben gewann Delininkaitis mit seinen jeweiligen Vereinen auch Meisterschaften der Baltic Basketball League sowie nationale Titelgewinne in Litauen und der Ukraine.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 kam Delininkaitis von seinem Stammverein Neptūnas zu Lietuvos rytas in die litauische Hauptstadt Vilnius. Dort spielte er unter anderem mit seinen Mannschaftskameraden aus der U20-Juniorennationalmannschaft Simas Jasaitis sowie Povilas Čukinas zusammen. In der Spielzeit 2004/05 gelang mit dem Gewinn des ULEB Cup 2004/05 der erste europäische Titelgewinn des Vereins. In der darauffolgenden Spielzeit konnte man dem Erzrivalen Žalgiris Kaunas nicht nur die litauische Meisterschaft, sondern auch den Titel in der baltischen Liga abjagen. Nachdem Spieler wie Robertas Javtokas und Jasaitis sowie Čukinas die Mannschaft verlassen hatten, konnte 2007 nur der Erfolg in der baltischen Liga verteidigt werden.

Anschließend wechselte auch Delininkaitis 2007 ins Ausland und gewann 2008 mit BK Asowmasch aus Mariupol die ukrainische Meisterschaft. Nach einer weiteren Station in der Ukraine beim BK Budiwelnyk aus Kiew wechselte Delininkaitis für die Saison 2009/10 in die spanische Liga ACB zum Basketballklub aus Murcia.[1] Die Mannschaft war jedoch wenig erfolgreich und stieg am Saisonende mit nur fünf Siegen als Tabellenletzter ab. Delininkaitis und der Verein hatten sich bereits Ende Februar wieder getrennt.[2] Anfang April 2010 bekam Delininkaitis einen neuen Vertrag bei PAOK aus Thessaloniki in der griechischen A1 Ethniki, die jedoch in der ersten Play-off-Runde um die griechische Meisterschaft ausschieden. Im Sommer 2010 stand Delininkaitis erneut im Kader der litauischen Nationalmannschaft für die WM-Endrunde 2010 in der Türkei. Nachdem er bereits den Endrundenkadern für die WM 2006 und die EM 2009 angehört hatte, war man bei dieser WM-Endrunde erfolgreicher. Nach einem Vorrundensieg über Europameister Spanien und einem Viertelfinalerfolg über den olympischen Bronzemedaillengewinner Argentinien, in dem Delininkaitis seine beste Turnierleistung mit 16 Punkten in zwölf Minuten Einsatzzeit zeigte,[3] konnte man ungeschlagen bis ins Halbfinale einziehen, in dem man dem Titelverteidiger Vereinigte Staaten unterlag. Durch den Sieg im „kleinen Finale“ gegen Serbien und dem Gewinn der Bronzemedaille blieb dies die einzige Niederlage bei diesem Turnier. Bei den acht Siegen in diesem Turnier gewann man alle Spiele bis auf die Vorrundenspiele gegen Spanien und Kanada mit mindestens zehn Punkten Vorsprung.

Anschließend trennte sich Delininkaitis 2010 im Streit um Gehaltszahlungen von PAOK und kehrte in seine litauische Heimat zurück, wo er sich ausgerechnet dem früheren Erzrivalen Žalgiris aus Kaunas anschloss. Mit diesem Verein gewann er 2011 das „Baltische Triple“ aus nationaler Meisterschaft und Pokalgewinn sowie dem Gewinn der Baltischen Liga. Dies konnte man 2012 bis auf den Gewinn des nationalen Pokals wiederholen. Bei der EM-Endrunde 2011 im eigenen Land belegte Litauen, in dessen Mannschaft Delininkaitis kaum Spielanteile bekommen hatte, den fünften Platz nach einer überraschenden Viertelfinalniederlage gegen Außenseiter Mazedonien und musste in das vorolympische Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2012 in London. Nach dem Turnier in Caracas, bei dem sich Litauen qualifizierte und Delininkaitis erneut wenig Spielanteile bekam, tauschte Trainer Kęstutis Kemzūra den Kader auf zwei Positionen aus und dabei unter anderem Delininkaitis gegen seinen langjährigen Mannschaftskameraden Jasaitis.[4] Delininkaitis verpasste damit nach 2008 ein weiteres Mal die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Für die Spielzeit 2012/13 ging er erneut in die Basketball Superliga Ukraine und bekam einen Vertrag in Tscherkassy beim BK Mawpy.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • WM-Bronzemedaille 2010
  • ULEB Cup 2005
  • Baltic League 2006, 2007, 2011, 2012
  • Litauischer Meister 2006, 2011, 2012
  • Ukrainischer Meister 2008
  • Litauischer Pokalsieger 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tomas Delininkaitis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tomas Delininkaitis ficha por el Club Baloncesto Murcia. Liga ACB, 31. August 2009, abgerufen am 14. April 2013 (spanisch, Medien-Info CB Murcia).
  2. Tomas Delininkaitis se despide del Club Baloncesto Murcia. Liga ACB, 25. Februar 2010, abgerufen am 14. April 2013 (spanisch, Medien-Info CB Murcia).
  3. Tomas Delininkaitis’s profile / 2010 FIBA World Championship. FIBA, abgerufen am 14. April 2014 (englisch, Turnierstatistiken).
  4. LTU - Jasaitis, Seibutis replace Delininkaitis, Dulkys. FIBA, 18. Juli 2012, abgerufen am 14. April 2013 (englisch).